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Immer wieder Sonntags - Ausgabe #9

Immer wieder Sonntags - Ausgabe #9
Von Wolfram Bölte • Ausgabe #9 • Im Browser ansehen
Hello Hello,
Spazieren gehen, gesammelte Gedanken zur Luca App und ein Fail beim Negative Scannen. Das sind die drei Newsletter-Themen diese Woche. Let’s jump right in.

Wandern auf dem Dünenpfad
Ich beim durch die Gegend laufen.
Ich beim durch die Gegend laufen.
Vor ein paar Tagen sind diese Frau und ich an einem neuen Ort spazieren gegangen. Das ist ja immerhin eine der positiven Seiten der Pandemie, man widmet der eigenen Umgebung wieder mehr Aufmerksamkeit. Wir haben die Dünenfelder bei Augustdorf abgecheckt. Kurz gesagt, die Passagen im Wald waren ganz schön, die Aussichtsplattform bietet eine so … okaye … Aussicht.
Die etwas enttäuschende Aussicht von der Augustdorfer Dünenfeld Aussichtsplattform
Die etwas enttäuschende Aussicht von der Augustdorfer Dünenfeld Aussichtsplattform
Bonusinfo zum Spazieren gehen: Ein Besuch im Westfalenpark in Dortmund ist den (geringen) Eintritt wert. Natürlich blühen momentan noch keine Rosen, aber der Park hat auch so, aufgrund seiner Weitläufigkeit, einiges zu bieten.
Ein Blick aus der Entfernung auf das Ost-Asienthema im Westfalenpark
Ein Blick aus der Entfernung auf das Ost-Asienthema im Westfalenpark
Negative einfach selbst scannen? Denkste.
Der Rybozen Diascanner
Der Rybozen Diascanner
Die ein oder andere Person unter den Lesenden dieses Newsletters wird das Problem kennen: Man photografiert analog und anstatt den Film in ein Labor wie Spieker oder Safelight zu schicken, tut man ihn in eine Filmtüte bei DM. Da muss man zwar nur so 6-7 Euro für eine Filmentwicklung, inkl. CD und Prints zahlen, bekommt aber die digitalen Bilder in einer schrecklichen Auflösung (ca 1MB pro Bild).
Ein Photo mit der Weitwinkellinse des iPhones. Da ist natürlich viel zu viel Beschnitt fällig.
Ein Photo mit der Weitwinkellinse des iPhones. Da ist natürlich viel zu viel Beschnitt fällig.
Als Quick-Fix für solche Situationen wollte ich mir einen “billo Scanner” kaufen, wie den Rybozen Diascanner (Es ist kein Scanner, es ist eher ein Mini-Lichttisch). Also habe ich ihn bei Amazon geklickt und ausprobiert. Allerdings musste ich feststellen, dass er nicht dazu taugt mit dem iPhone vernünftig Negative abzuphotografieren. Denn die Telelinse der iPhones kann auf die Nähe nicht fokussieren. Die normale Linse schon, aber dann muss man das Bild so weit zuschneiden, dass man effektiv wieder bei einer ähnlichen Auflösung wie bei den Bildern von DM ist. Fazit: Ich bin jetzt auf der Suche nach einer Möglichkeit vernünftig Macro zu photografieren. 😃
Luca App ist auch keine Lösung
In der letzten Woche habe ich wieder viele Inhalte über die Luca App zur Kontaktrückverfolgung gelesen. Nun bin ich kein Datenschutz- oder Programmierprofi, teile aber die starke Kritik an der App. Erstens haben wir schon die CWA, die bald eine Check-In Funktion bekommen wird und schon auf Abermillionen Smartphones installiert ist, zweitens bin ich der Meinung, dass mit öffentlichem Geld gekaufte Programme unbedingt auch öffentlichen Code haben sollten.
Denn eine Open-Source Lizenz garantiert, dass Software von jedermann mit Fachwissen auf Bugs und Sicherheitslücken überprüft werden kann. Ich habe den Thread von Ralf Rottmann als Beispiel eingefügt, Anke Domscheid-Berg schreibt auch sehr klug zum Thema.
Ralf Rottmann
1/ Das eskalierte schnell! Für einen kleinen Teil des #LucaApp Gesamtsystems wurde gestern Quellcode in Auszügen veröffentlicht. Dies unter einer Lizenz, die den Widerwillen, mit dem das geschehen ist, nicht deutlicher hätte ausdrücken können. Pikantes Detail: Das Unternehmen
Man muss auch kein Profi sein, um zu erkennen, dass es ein Problem ist, wenn Bewegungsdaten auf einem zentralen Server gespeichert werden, wie es bei Luca der Fall ist. Denn ein zentraler Server mit solchen Daten ist auch immer ein lohnendes Angriffsziel für Hacking und weckt auch Begehrlichkeiten bei der Polizei.
Ich halte es für höchstproblematisch, wenn durch Hacks und Leaks bei Luca selbst, bei Gesundheitsämtern oder bei der Polizei hyperlokale Corona-Hot Spots öffentlich bekannt würden. Sprich, das Geschäft um die Ecke, das Restaurant oder die Kirche im Kiez würden direkt stigmatisiert. Eventuell wird dieser Ort auch noch von einer sexuellen, religiösen oder weiteren Minderheit betrieben und dann braucht man nicht viel Vorstellungskraft, dass sich dort Hass digital und in real entladen würde.
Ein letzter Gedanke: Wir sollten weniger Geld auf die privatwirtschaftliche Kontaktnachverfolgung werfen, wenn man bestehende und weit verbreitete Software weiter entwickeln kann und wir sollten schlussendlich Kontakte möglichst vermeiden, bis wir selbst geimpft sind.
Einen guten Artikel zum Thema hat z.B. die BZ geschrieben.
– Das war’s für diese Woche, ich wünsche Euch noch ein schönes Osterfest, wenn Ihr es feiert und verabschiede mich bis nächsten Sonntag.
XOXO
Wolli
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Wolfram Bölte

Hauptsächlich Music, Pics & Politics. Und Pantone-Tassen. Mein Newsletter erscheint immer Sonntags und beschäftigt sich mit den Dingen, die mich im Internet beschäftigt haben.

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Wolfram Bölte, Königsbuscher Weg 13, 33098 Paderborn