Profil anzeigen

Tommy Krappweis, was bedeutet der Audioboom für Hörspiele?

Was mit Medien
Tommy Krappweis, was bedeutet der Audioboom für Hörspiele?
Von Was mit Medien • Ausgabe #18 • Im Browser ansehen
Liebe Podcast-Freunde,
gibt es wirklich eine Kostenlosmentalität im Netz? Welche echten Chancen hat ein Spotify für Journalismus? Wie ermittelt das Handelsblatt strategisch das Pricing für die eigenen digitalen Angebote? Wie hat NTV während der Corona-Krise Reichweiten-Peaks agil monetarisiert? Antworten gibt es am Donnerstag beim ersten Cashcamp des Journalismus Labs der LfM NRW.
Das Cashcamp findet virtuell und nach klassischem Barcamp-Prinzip statt. Morgens werden Themen vorgestellt, ihr könnt eigene Themen pitchen oder in jedem Zeitslot eins der Angebote besuchen. Schon jetzt liest sich die Liste der vorbereiteten Themen gut, sodass wir euch diese virtuelle Veranstaltung empfehlen möchten. Anmeldungen sind auch noch möglich. Das Cashcamp ist kostenlos. Wir selbst sind leider nicht dabei — wir müssen in der Zeit Geldverdienen 🤷.
Habt eine mediale Woche
Daniel, Dennis & Herr Pähler

Tommy Krappweis über den Audioboom von Hörspielen
Tommy Krappweis. Foto: Gary Busch
Tommy Krappweis. Foto: Gary Busch
Er wurde bekannt mit RTL Samstag Nacht. Er war und ist Bernd das Brot. Und er ist einer der größten Hörspielmacher in Deutschland: Tommy Krappweis ist zu Gast in unserer aktuellen Podcast-Episode und spricht mit Herrn Pähler und Dennis Horn darüber, was Audioboom und Streamingportale für Hörspiele bedeuten.
Tommy Krappweis produziert Hörspielreihen gezielt für Streamingplattformen wie Audible oder FYEO von ProSieben. Was bedeutet der neue Plattformmarkt für Hörspiele? Sein Tipp: Jede Plattform hat ihre Eigenheiten. Als Hörspielproduzent müsse man sich ganz genau die Plattform aus Usersicht anschauen und verstehen, wie Audio in der Umgebung funktioniert.
Hier sind eine Beobachtungen von Tommy Krappweis:
  • Amazon Music ist ursprünglich nicht für Hörspiele ausgelegt. Deswegen sind Playlisten nötig, damit die Hörer in der richtigen Reihenfolge hören können.
  • Wenn Krappweis Amazon Music eine Produktion anbietet, dann konfektioniert er die Hörspiele mittlerweile in Spielfilm-Länge. Die App kann besser mit dieser Länge umgehen. Für ihn als Autoren ist es einfacher einen Spannungsbogen in dieser Länge zu erzählen, als bei den üblichen noch längeren Hörspielformaten.
  • Audible ist ein “Fachmann für spoken words.” Das Handling von Audio unabhängig der Länge ist vorbildlich. Allerdings verändere das Credit-System der Hörer ihr Auswahlverhalten. Sie fragen sich: Wie viele Stunden Audiomaterial bekomme ich denn für meinen Credit? Bei Audible wählen die Hörer nicht ausschließlich nach Interesse aus, sondern wollen ihre Hörcredits gut auskaufen.
  • Bei FYEO hat die Präsentation eine gewisse Coolnes à la Netflix. Deswegen muss man hier besonders ein gutes Cover liefern und an die Inszenierung drumherum denken.
Krappweis geht davon aus, dass der Audioboom für Hörspiele noch nicht den Zenit erreicht hat. Neben den im deutschen Markt sehr aktiven US-Plattformen spricht auch das Engagement von den RTL- oder ProSieben-Töchtern Bände. Auch neue Anbieter aus Skandinavien drängen zu uns.
Doch Krappweis schielt schon auf das nächste Format. Er ist eine Partnerschaft mit einem Twitch-Kanal in Großbritannien eingegangen. Entstanden ist das Format “Wild Mics”, das sich auf Platz 1 der deutschen Twit-Charts im Bereich Podcast & Talk befindet. “Das ist wie Fernsehen ohne redaktionelle Betreuung”, schwärmt Krappweis. “Geld kommt noch keins rüber, aber es ist geil.”
Zur Podcast-Episode: Auf wasmitmedien.de, bei Apple Podcasts oder Spotify.
98% geschafft
Zehn Tage haben wir noch Zeit: Bis Ende des Monats soll die Start-Finanzierung unseres Podcasts stehen. Und wir sind total dankbar, dass wir zusammen mit euch bereits 98% unseres aktuellen Ziels geschafft haben. Die technische Grundausstattung ist schon drin, und wenn wir dieses Ziel schaffen, haben wir auch ein Budget, welches wir für die Arbeit von freien Journalist*innen für eigene Recherchen, freien Grafiker*innen und Sound-Producer*innen zur Unterstützung unseres Podcasts zur Seite legen können.
Was inspiriert, beschäftigt, bewegt dich gerade?
Ab sofort möchten wir das Wort am Newsletter-Ende euch überlassen: Welches Youtube-Video, welcher Podcast oder Blog-Text rund um Medienwandel inspiriert dich gerade? Welches eigene Projekt hält dich gerade beschäftigt? Welches Thema bewegt es gerade? Teilt es mit unserer Community. Antwortet einfach auf diese Mail oder schreibt an posthorn@wasmitmedien.de. Den Auftakt macht in dieser Woche Daniel:
Daniel F.: Warum wir nicht mehr am Kiosk zu finden sind im Medium-Blog des Magazin Neue Narrative.  Das Magazin zieht sich aus dem Kiosk-Geschäft zurück. Warum? Weil das Handelssystem darauf angelegt ist, dass ein Großteil im Müll landet. Der Blogtext gibt einen seltenen Einblick in den Magazinvertrieb.
Hat Dir diese Ausgabe gefallen?
Was mit Medien

Podcast + Community + Events. Das Programm für deine Journey durch den Medienwandel. Mit @Fiene, @HerrPaehler & @Horn.

Wenn Du keine weiteren Ausgaben mehr erhalten möchtest, kannst Du den Newsletter hier abbestellen.
Wenn Dir dieser Newsletter weitergeleitet wurde und er Dir gefällt, kannst Du ihn hier abonnieren.
Powered by Revue