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Julius van de Laar, wie ticken Medien im US-Präsidentschaftswahlkampf?

Revue
 
 

Was mit Medien

11. Oktober · Ausgabe #21 · Im Browser ansehen

Podcast + Community + Events. Das Programm für deine Journey durch den Medienwandel. Mit @Fiene, @HerrPaehler & @Horn.


Liebe Podcast-Freunde,
was wir nicht gedacht hätten: Dass wir einmal wegen des Wendlers ein bestimmtes Thema in “Was mit Medien” einplanen. Aber dazu später mehr. Erst einmal begrüßen wir die 80 neuen Leser*innen des Newsletters, die zu unseren Supportern gehören und unseren Podcast möglich machen. Auch für euch gilt: Willkommen zu unserer Sonntags-Mail.
Seit dem wir unseren Radiosendeplatz verloren haben, hat sich die Zahl der Leserschaft auf 884 verdreifacht 🎉. Kommen wir direkt zu unseren Inhalten:

Wie ticken Medien im US-Wahlkampf? 🇺🇸
Julius van de Laar
Julius van de Laar
In unserer aktuellen Podcast-Folge fragen wir uns, wie Medien besser über die US-Präsidentschaftswahl berichten können. Unser Gast hat einige Ideen, doch zunächst haben wir mit ihm eine Bestandsaufnahme gemacht: Wie ist das Verhältnis zwischen Medien und Politik in der Ära Trump?
Unser Gast Julius van de Laar war der einzige Deutsche, der fest angestellt Obama in dessen beiden Wahlkämpfen unterstützte. Mit seinem Insider-Wissen hat er einen besonderen Blick auf den aktuellen Wahlkampf. “Wir erleben gerade ein House of Cards auf Steroide”, sagt van der Laar.
Hier sind einige Talking Points aus unserem Gespräch:
💡 Was im Umgang der Journalist*innen mit den Spitzenkandidaten auffällt: Donald Trump wird nicht so hart (inhaltlich) befragt, wie sein Kontrahent Joe Biden.
💡Spricht man Amerikaner auf ein Thema an, haben sie direkt eine Meinung parat. Diese können sie praktischerweise direkt aus den TV-Nachrichtenkanälen übernehmen. Bei Fox News, CNN & Co. wird fast rund um die Uhr jede neue Entwicklung, jeder neuer Tweet analysiert. Partei- und Wahlkampfstrategen treten auf und liefern passgenaue Statements, die die Zuschauer übernehmen können.
💡Im Gegensatz zu Deutschland wird das Setting eines Interview oder die Berichterstattung von Wahl-Veranstaltungen von Politikern & Parteien stark kontrolliert: Wo steht die Kamera? Wer darf wieviele Fragen stellen? Wo sitzen die Journalisten? In Deutschland wäre das in der Form undenkbar.
💡Am Wahlabend wird es voraussichtlich noch keinen Sieger geben. Das hängt beispielsweise davon ab, wie schnell Florida ein Ergebnis liefern kann.
💡Empfehlung von Julius van de Laar rund um den Wahltag: Medien sollten transparenter in den Infografiken zeigen, dass die Stimmen des Wahltages nur ein Baustein des Gesamtergebnisses sind. Die Ergebnisse aus der Briefwahl vor dem Wahltag und später eingehende Stimmen gehören auch dazu. Und dann kommt ja auch noch das Electoral College (Warum heißt es auf Deutsch eigentlich Wahlmännergremium?) …
💡Weniger Lärm, mehr Analyse - das wünscht sich van de Laar von den US-Medien rund um die Wahl. Das gelte auch für deutsche Medien.
Hier könnt ihr die aktuelle Podcast-Episode direkt hörenAuf wasmitmedien.de, bei Apple Podcasts oder Spotify.
Fundstück: Das eigene Studio zu Hause 🏠
Quelle: Gutjahr.biz
Quelle: Gutjahr.biz
Diese Woche ist die neue ARD-ZDF-Onlinestudie erschienen und zeigt deutlich: Audio & Video gewinnen, Text verliert. Richard Gutjahr hat den Sommer genutzt, und sein Home Office in ein Multimedia-Studio umgebaut: Für Zoom-Calls, Webinare, Livestreams oder Podcasts. Wie er das gemacht hat und welche Technik er dabei eingebaut hat? Das beschreibt er jetzt ausführlich in seinem Blog. Wenn ihr nicht lesen möchtet - es gibt auch ein Video.
In 5 Schritten zum eigenen Home-Studio | G! gutjahrs blog
Für die Community 🎧
Eine Korrektur und Entschuldigung zum letzten Newsletter: Marieke Reimann war natürlich Ze.tt-Chefredakteurin und nicht die Bento-Chefin. Wie das manchmal so ist, aber nicht sein sollte. Wir nutzen den Fehler und verbinden es mit einer Hörempfehlung aus unserem Archiv: Im Juli war Marieke Reimann bei uns zu Gast und hat über die Probleme von Bento, Ze.tt und Buzzfeed gesprochen. Folgender Satz ist uns im Ohr geblieben: “Millennials sind keine homogene Zielgruppe” - bitte noch mal an die Chefs weitergeben.
Im Bonus-Content des aktuellen Podcasts geht es um Tipps für die Berichterstattung über Studien, eine Vertiefung der ARD-ZDF-Onlinestudie, eine Diskussion über die Themengewichtung der Newsportale zum Tag der deutschen Einheit und Gedanken über Wendlers Abschied von Kaufland & RTL und seine Zuwendung zu Verschwörungsmythen und Telegram. 
🌟 Wenn ihr schon Supporter von “Was mit Medien” seid, könnt ihr hier die komplette Folge hören und unseren Bonus-Feed abonnieren.
🌟Wenn ihr noch kein Supporter seid, könnt ihr Entdecker*in, Visionär*in oder Disruptor*in in unserer Community werden. Schon mit 5 Euro im Monat seid ihr dabei.
Aus der Community 🗣️
Inspiration und was euch und uns gerade beschäftigt:
➡️ Unsere Supporterin Hannah regt an, ob wir nicht ein neues Gruppenfoto machen möchten — schon alleine für den Header des Newsletters. Für den Übergang hat sie Dennis eben schnell eingebaut:
Vielen Dank. Wenn ihr schon zu Photoshop greift, sollten wir dann wohl doch mal einen Fototermin machen …
➡️Herr Pähler hat in dieser Woche die Recherche des Correctivs zur Rekrutierung von jungen Menschen durch die rechte Szene auf Instagram beschäftigt. Sein Lesetipp: Kein Filter für Rechts.
➡️Simone und ihre Kollegen im Media Lab Bayern organisieren gerade die Media Lab Innovation Week und versprechen “Mehr Innovation in 120 Minuten”. Vielleicht ist das Programm etwas für euch. Sie schreibt:
“Innovation in die Tat umsetzen” steht schon länger auf deiner To-Do-Liste? Mit den On-Demand-Kursen vom Media Lab Bayern auf den Medientagen München lernst du in 5 Tagen & mit minimalem Aufwand, Innovation für dein Unternehmen zu bauen! Zu den Infos.
 📅 Die Innovation Week findet vom 26. bis zum 30. Oktober statt.
Welches Projekt beschäftigt euch gerade? Welcher Link hat euch zuletzt rund um den Medienwandel inspiriert? Wir veröffentlichen an dieser Stelle Notizen aus der Community. Mailt gerne an posthorn@wasmitmedien.de.
💬 Zum Schluss werfen wir noch einen Blick auf die neue Podcast-Ausgabe am Freitag: Stichwort: Wendler — und sein neuer Kanal auf Telegram. Was steckt eigentlich hinter diesem Messenger? Warum wird er gerne von Verschwörungmythenverbreitern genutzt? Wie können klassische Medien diesen Messenger strategisch nutzen? Darüber möchten wir gerne reden. Habt ihr noch Input für uns? Oder kennt ihr eine Gesprächspartnerin oder freie Journalistin, die wir für das Thema anfragen können? Schreibt uns gerne!
Mediale Grüße
Daniel, Dennis & Herr Pähler
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