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Einsam, krank, abgehängt? Was die Corona-Politik mit Kindern macht

Revue
 
 

Sahra Wagenknecht

3. Juni · Ausgabe #150 · Im Browser ansehen

Das ist der Newsletter von Sahra Wagenknecht, MdB. Darin informiere ich über sozial- und friedenspolitische Themen – im Bundestag und im ganzen Land. Du erhältst jeden Donnerstag eine Aktionsmail mit Informationen und Vorschlägen zum Mitmachen.


Keine Schule, keine Freunde, kein Sport- oder Musikverein - viele der Maßnahmen, die gegen die Coronakrise ergriffen wurden, waren ein einziger Angriff auf die physische und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Längst findet in vielen Kinder- und Jugendpsychiatrien eine Triage statt, d.h. es können gar nicht alle, die um Hilfe bitten, auch zeitnah behandelt werden. Allein im ersten Halbjahr 2020 sind die psychischen Erkrankungen unter den Sechs- bis 18-Jährigen um 20 Prozent gestiegen. Bewegungsmangel, Esstörungen, Einsamkeit, Stress und Probleme mit dem Homeschooling - viele Kinder gerade aus armen Familien wurden durch die endlosen Lockdowns regelrecht abgehängt. Schätzungen zufolge wird sich die ohnehin hohe Zahl der Schulabbrecher verdoppeln. Doch statt die Interessen von Jugendlichen und Kindern endlich ernst zu nehmen und besonders ärmere Familien wirksam zu unterstützen, drängt Gesundheitsminister Spahn auf eine rasche Impfung der 12- bis 18jährigen. Warum ich einen Impfturbo für Kinder und Jugendliche für unverantwortlich halte und was man stattdessen für Familien tun müsste - darum geht es in dieser Wochenschau:

Kinder brauchen keine Corona-Impfung, sondern wieder Freunde, Schule, Sport
Wie Lifestyle-Linke den Rechtspopulismus stärken
Das Politikpaket aus Links- und Neoliberalismus besteht darin, dass man fleißig Antidiskriminierungs- oder Frauenbeauftragte schafft und gleichzeitig einen riesigen Niedriglohnsektor, in den vor allem Frauen und Migranten abgedrängt werden. Das eine ist fürs gute linke Gewissen und das andere ist die bittere Realität für Millionen Menschen, deren Lebensverhältnisse sich verschlechtern. Die rechten Parteien sind ein Ventil für die dadurch entstehende Wut. Mein Interview in der taz:
Sahra Wagenknecht: „Ich finde Hedonismus sympathisch“ Sahra Wagenknecht: „Ich finde Hedonismus sympathisch“
Soziale Gerechtigkeit statt Spaltung
Zur virtuellen Buchmesse habe ich mit der Journalistin und Fernsehmoderatorin Cécile Schortmann über mein neues Buch „Die Selbstgerechten“ gesprochen und die Frage, wie wir in unserer Gesellschaft wieder mehr Zusammenhalt und Gerechtigkeit erreichen können:
Sahra Wagenknecht im ARD-Forum | MDR.DE Sahra Wagenknecht im ARD-Forum | MDR.DE
Klimaschutz geht nur sozial
Seit Jahresanfang wird in Deutschland ein Preis auf den CO2-Ausstoß von Sprit, Gas und Heizöl erhoben, der über die Jahre deutlich steigen soll. Doch was machen all die Menschen, die in einer unsanierten Mietwohnung wohnen oder auf dem Land auf ein Auto angewiesen sind und von der Anschaffung eines schicken Elektroautos nur träumen können? Ich finde es beängstigend, mit welcher Kaltschnäuzigkeit sowohl die GroKo als auch die Grünen über die Interessen von Geringverdienern hinwegsehen. 16 Cent mehr pro Liter Benzin fordert etwa die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Gleichzeitig wird in Berlin der Ausbau des ÖPNV von einer grünen Verkehrssenatorin torpediert, die am liebsten die S-Bahn zerschlagen und an Private verscherbeln würde. Ich finde: Das ist das Gegenteil von guter Klimapolitik und einfach nur unsozial.
Sahra Wagenknecht
16 Cent mehr pro Liter #Benzin – die Reichen werden das kaum spüren und wer arm ist & nicht zentral wohnt, hat deshalb noch lange keine Alternative zum #Auto. Das ist keine gute #Klimapolitik, sondern unsoziale und armselige Alibipolitik, Frau #Baerbock.
https://t.co/cLOJVp4tpP
CumEx-Steuerräuber und ihre Helfer in der Politik
Der erste CumEx-Banker muss ins Gefängnis – richtig so, denn dieser Steuerraub an der Gesellschaft ist ein Verbrechen! Aber die Verantwortlichen in der Politik, die um den größten Steuerraub in der Geschichte der Bundesrepublik wussten und nichts unternahmen, die Gelder nicht zurück forderten und den Steuerräubern hunderte Millionen Euro an Rückzahlungen erließen, auch die gehören auf eine Anklagebank! Doch einige der in den CumEx-Skandal tief verstrickten Politiker machen einfach weiter: Etwa Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, der in seiner Zeit als Hamburger Bürgermeister die Eintreibung der kriminellen Cum-Ex Beute verjähren lassen wollte. Oder Wolfgang Schäuble (CDU), heute Bundestagspräsident, der in seinen rund acht Jahren als Finanzminister erst den Stopp der Cum-Geschäfte und dann ihre Aufarbeitung verschleppte. Die Gangster in Nadelstreifen gehören hinter Gitter, aber ebenso braucht es endlich Konsequenzen für ihre Helfer in der Politik!
Ein Lebensstil ist keine Tugend
Wenn eine intolerante und aggressive Diskussionskultur mit dem Label “links” verknüpft wird, führt dies dazu, dass sich Menschen von linken Parteien abwenden. Natürlich will ich keine amoralische Politik, aber ich möchte nicht, dass Dinge moralisiert werden, wo es eigentlich um den persönlichen Geldbeutel geht. Mein Interview im Inforadio RBB:
Sahra Wagenknecht - Die Intoleranz der Linken | Inforadio Sahra Wagenknecht - Die Intoleranz der Linken | Inforadio
DIE LINKE wählen - für einen starken Sozialstaat
Am 6. Juni wird in Sachsen-Anhalt gewählt und sollten Sie dort wohnen, bitte ich Sie: Machen Sie von Ihrer Stimme Gebrauch! Die Stärke der LINKEN wird mit darüber entscheiden, ob Massenarbeitslosigkeit und neue Privatisierungen abgewendet werden können, ob es künftig bessere Krankenhäuser, Schulen und bessere Pflegedienste in Sachsen-Anhalt gibt - oder ob einmal mehr die Krisenlasten auf Beschäftigte und Versicherte, auf Rentnerinnen und Rentner oder Familien abgewälzt werden. Wer DIE LINKE wählt, stärkt eine Kraft, die den Sozialstaat ausbauen und dazu beitragen wird, dass harte Arbeit in den wirklich systemrelevanten Berufen endlich so bezahlt und wertgeschätzt wird, wie es die Menschen verdient haben.
Terminvorschau
Am Donnerstag, den 10. Juni diskutiere ich um 10 Uhr mit Prof. Dr. Jochen Werner, dem Ärztlichen Direktor und Vorstandsvorsitzenden der Essener Uniklinik im Video-Talk „19 - die Chefvisite“ über aktuellen Entwicklungen in der Coronakrise. Die Zugangsdaten findet ihr rechtzeitig auf meiner Homepage:
Für eine starke Linke!
Wer mich live erleben will: Am Dienstag, den 22. Juni spreche ich in Zwickau und in Leipzig, am Mittwoch, den 23. Juni bin ich in Berlin auf Veranstaltungen in Karlshorst und Lichtenrade. Nähere Informationen zu den Terminen gibt es in Kürze auf meiner Homepage.
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