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Das Leben wird teurer - auch wegen falscher Politik

Revue
 
 

Sahra Wagenknecht

8. Juli · Ausgabe #155 · Im Browser ansehen

Das ist der Newsletter von Sahra Wagenknecht, MdB. Darin informiere ich über sozial- und friedenspolitische Themen – im Bundestag und im ganzen Land. Du erhältst jeden Donnerstag eine Aktionsmail mit Informationen und Vorschlägen zum Mitmachen.


Die Preise steigen. Im Vergleich zum Mai letzten Jahres ist Heizöl um 35 Prozent teurer geworden, für Diesel und Benzin müssen Verbraucher 28 Prozent mehr bezahlen, Baustoffe wie Holz kosten gar 83 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch viele Dienstleistungen werden für immer mehr Menschen unbezahlbar - zum Beispiel wird die Pflege immer teurer, weil man nötige Lohnerhöhungen für Pflegekräfte einfach den Menschen mit Pflegebedarf und ihren Angehörigen aufbürdet. Und es könnte noch viel schlimmer kommen. Angesichts leerer öffentlicher Kassen nach Corona drohen bei Renten und anderen sozialen Leistungen weitere Kürzungen, über die vor der Wahl kaum jemand redet. Hinzu kommt, dass die Union ausgerechnet Spitzenverdiener und Konzerne steuerlich entlasten will, obwohl diese auch dank Staatshilfen vielfach gut durch die Krise gekommen sind. Sollte Armin Laschet Bundeskanzler werden, werden Geringverdiener und die Mittelschicht mindestens 30 Milliarden Euro für diese geplanten Steuergeschenke aufbringen müssen. Weitere Milliarden wird man für sinnlose Aufrüstungsprojekte verschleudern.
Ich finde: So darf es nicht weitergehen! Wir brauchen eine andere Politik, die Geringverdiener und die Mittelschicht entlastet. Denn diese sind die wirklichen Leistungsträger in dieser Gesellschaft - und nicht die Multimillionäre und Milliardäre, die sich mit ihrem ererbten Vermögen ein Leben in Saus und Braus gönnen. Deren Luxuskonsum wie auch den Aufrüstungswahnsinn dürfen wir uns nicht mehr leisten, wenn wir unseren Planeten nicht ruinieren wollen.

Wir müssen umsteuern
Gemeinsam mit Dietmar Bartsch habe ich einen Gastbeitrag für t-online geschrieben: Über steigende Preise und die unsozialen Steuerpläne der Union, warum wir in der Umweltpolitik Alternativen schaffen statt Alternativloses teurer machen müssen und warum wir eine große Steuerreform brauchen, die den echten Leistungsträgern, die unsere Gesellschaft durch ihre Arbeit am Laufen halten, Entlastung bringt:
Die Unions-Pläne sind ein Schlag ins Gesicht der Leistungsträger! Von Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch Die Unions-Pläne sind ein Schlag ins Gesicht der Leistungsträger! Von Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch
Im Kreuzverhör: 10 Fragen, 9 Antworten
Was wäre der Job der Kanzlerin für mich? Mit wem würde ich gern einen Tag die Rolle tauschen? Was war der schrägste Job, mit dem ich mal Geld verdient habe? Und was ist eigentlich “Dibbelabbes”, den ich Frau Merkel als Gericht servieren würde, wenn sie bei mir zu Gast wäre? Im Kreuzverhör bei „Ein Promi – ein Joker“ beantworte ich 9 Fragen im Schnelldurchgang:
Sahra Wagenknecht im Kreuzverhör Sahra Wagenknecht im Kreuzverhör
Gegen Lobbymacht - mehr direkte Demokratie wagen
Ich freue mich, dass so viele Aktive bei Aufstehen sich eingebracht und einen Katalog von 21 Forderungen für die Bundestagswahl erarbeitet haben. Denn eins ist klar: Ohne massiven Druck von unten wird die Politik der sozialen Spaltung nach der Bundestagswahl fortgesetzt, drohen neue Kürzungen etwa bei der Rente. Drei dieser Forderungen scheinen mir besonders wichtig, um den Einfluss der Superreichen und großen Konzerne auf die Politik zu verringern: Die (Wieder-)Einführung einer Vermögensteuer für Multimillionäre und Milliardäre, erhöhte Steuerabgaben für Datenkraken wie Google, Apple und Amazon und mehr direkte Demokratie etwa durch Volksentscheide:  
"Der Einfluss der Lobbyisten ist zu groß. Wir brauchen mehr direkte Demokratie!"
Viele Debatten gehen an der Lebensrealität vorbei
Es gibt offen rassistische oder homophobe Begriffe. Dass sie geächtet sind, ist gut. Aber wem ist gedient, wenn ich jetzt Bürger_innen sage oder Fußgehende statt Fußgänger? Diese künstliche Sprache ist selbst ausgrenzend. Viele Menschen, die andere Sorgen haben als sich mit den ständig neuen Regeln korrekten Sprechens zu beschäftigen werden dadurch ihrer Sprache beraubt, denn ihre Art, sich auszudrücken, wird verächtlich gemacht. Mein Interview mit dem Kurier aus Österreich:
"Diese künstliche Sprache ist selbst ausgrenzend" "Diese künstliche Sprache ist selbst ausgrenzend"
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Sahra Wagenknecht. MdB | Platz der Republik 1 | 11011 Berlin | sahra.wagenknecht@bundestag.de