BLNKID: Kartoffelsuppe, Dave Grohl, Beirut und so … Ausgabe #8

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BLNKID: Kartoffelsuppe, Dave Grohl, Beirut und so … Ausgabe #8
Von Jens Stoewhase • Ausgabe #6 • Im Browser ansehen
Die Woche ging schnell rum. Ich bin etwas heiser, weil ich in dieser Woche wieder zahlreiche Interviews aufgezeichnet und unverhältnismäßig viele – auch sehr schöne – Telefonate geführt habe.
Jetzt heißt es ab ins Wochenende und ein wenig relaxen. Lasst es euch ebenfalls gut ergehen.
Mahlzeit!

STOEWSCHE KARTOFFELSUPPE
Kartoffelsuppe von der Kartoffel
Kartoffelsuppe von der Kartoffel
Zutaten / Suppe
1 Suppengrün
2 Stangen Staudensellerie
1 rote Zwiebel
1 Süßkartoffel
6 große Kartoffeln
1,5 Liter Brühe oder Fond
Butter
Kräuter
Zubereitung Suppe
Kartoffelsuppe ist einer dieser Hits, die ich für meine Familie sehr gerne koche. Und seit unser großer Sohn als Pescetarier unterwegs ist – seit dem 1.1.2020 immerhin, hab ich das Thema Würstchen ausgeklammert. Die gibt es einfach separat angebraten dazu. Schwupps, schon ist das Kochen wieder ein wenig einfacher und man kann es trotzdem jedem Familienmitglied recht machen. So, nun aber zackig:
  1. Zwiebel schälen, würfeln und im Suppentopf in etwas Butter anschwitzen, mit der Brühe oder dem Fond ablöschen und ganz leise köcheln lassen.
  2. Staudensellerie und Suppengrün ebenfalls klein würfeln und in den Topf geben.
  3. Süßkartoffel und Kartoffeln würfeln und auch in den Topf geben. Alles kurz aufkochen und dann langsam bei kleiner Flamme ziehen lassen, bis die Kartoffeln gar sind.
  4. Bei uns wird dann meist püriert. Dazu gebe ich meist etwas Butter dazu.
  5. Erst beim Servieren werden vegetarische oder Rindswürtchen dazugegeben, die zuvor kleingeschnitten und in Butter angebraten wurden. Warum Butter? Weil sie ein wichtiger Geschmacksträger und irgendwie auch Verstärker ist. Man kann auch gern Pflanzenöl für die Veggie-Würtchen nehmen und dann einfach noch ein wenig die Suppe nachwürzen.
  6. Die (TK-)Kräuter hebe ich meist beim Servieren unter.
So, das war sie schon, die stoewsche Kartoffelsuppe. Besonders gut schmeckt sie bei uns, wenn man sie am Vorabend kocht und erst am nächsten Tag zum Mittag aufwärmt.
Kleiner Twist: Ich nehme manchmal für die Suppe keine Brühe oder keinen Fond sondern Miso-Paste mit heißem Wasser. ;-)
BEIRUT
Ihr erinnert euch vielleicht? Am 4. August 2020 gab es diese riesige Explosion im Hafen von Beirut. Damals sollen mindestens 190 Menschen getötet worden sein. Das Monopol-Magazin hat mit der Galeristin Andrée Sfeir-Semler gesprochen, die nun nach acht Monaten ihre Galerie in Beirut wieder eröffnen kann.
Mir wurde selbst bei diesem kurzen Interview wieder bewusst, dass wir hier in der Mehrzahl sehr privilegiert leben. Denn ein Statement, wie „Wir haben ja keinen Staat!“ muss ich tatsächlich hier nicht fürchten.
MEIN LIEBLINGSNEWSLETTER
Ja, ich habe einen Lieblingsnewsletter. Nur kommt dieser tatsächlich per Post und als Faltung aus mehreren schwarz-weiß-kopierten Blättern. Es ist der Frankfurter Grafikbrief, der eigentlich auch immer zum Kauf von Druckgrafiken einladen soll, der aber insbesondere mit voller Inbrunst geschrieben wird. Wolfgang Grätz, Inhaber Büchergilde Buchhandlung & Galerie in Frankfurt am Main, sucht mit antiquarischem Geschick nach kunstvollen Büchern, die mit Originalgrafiken verschiedenster KünstlerInnen und Drucktechniken gespickt sind. Mal erzählt er dann die Geschichte, wie er an die guterhaltenen Restexemplare eines nicht mehr existenten Kleinstverlages oder einer eingestellten Presse gekommen ist. Ein anderes Mal gibt es eine Anekdote zu einer Künstlerin, deren Druckgrafiken er gerade in der Galerie ausstellt. Für mich steckt da so viel Liebe drin, dass ich mich jedes Mal sehr freue, wenn ich diese kleine Postille in unserem Briefkasten habe.
MICK & DAVE
Mick Jagger und Dave Grohl haben mit „Eazy Sleazy“ in dieser Woche einen Lockdown-Song veröffentlicht. Ich wurde danach gefragt, wie ich das Lied finde. Und mir blieb nur: Der Song ist sehr radiotauglich, nichts weltbewegend besonderes, einfach und solide und ich mag es, dass Dave Grohl dem Herrn Jagger nicht die Show stiehlt, was ihm jederzeit möglich gewesen wäre. Das Video dazu ist nahezu karaokefähig und wurde offenbar auch in einer Lockdownsituation gedreht – sehr unprätenziös. Das mag ich.
Tja und weil wir es neulich schon als Thema hatten: Der Song wird seit heute auch als NFT-Kunstwerk versteigert. Die Einnahmen werden an verschiedene Organisationen gespendet. Smart.
BONUSTRACK
Noch eine kleine Vorankündigung für den 30. April – da erscheint bei Amazon Prime die Doku „What Drives Us“ von Dave Grohl – yep, den hatten wir oben schon mal. In dem Film befragt Grohl verschiedene KünstlerInnen über ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit dem Tourbus – explizit mit dem Van. „The first step to prove to yourself and the world that you belong in this club is to get in the van. You load up your instruments, your talent and your courage, and take your music to the world. It doesn’t matter if you are the Beatles or Billie Eilish, or any artist known or unknown in between, you’ve got to get in the van to find out if you’ve got what it takes.“
Es dreht sich also wirklich um den Van, den man meist zu Beginn der Musikkarriere nutzt, bevor man eventuell in den luxuriösen Genuss eines Nightliners kommt. Ich durfte persönlich als Tourmanager beide Erfahrungen machen und bin bis heute eher Fan des Vans als des Nightliners. Ich liebte die Touren mit einem „Highwaytiger“, das war die Berliner Van-Vermietung aus dem Umfeld der Toten Hosen. Wir fuhren Daimler-Sprinter in feiner Ausstattung und schliefen in räudigen und auch sehr schönen Hotels, Gästehäusern, Jugendherbergen und sehr coolen Artist Apartments.
Den Trailer und ein paar Infos zur Doku finden sich hier >>. Einziger Maluspunkt vorab: Offenbar wurden wenige Musikerinnen zu ihren Erfahrungen mit Vans befragt. Trotzdem vielen Dank an Nicole für den Tipp.
Habt euch lieb! Jens
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Jens Stoewhase

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