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Wir haben es selbst in der Hand

Ausgabe #9 • Im Browser ansehen
Roter Faden – der Wochenrückblick
Erstmals seit Wochen und Monaten konnte die Welt in dieser Woche wieder etwas aufatmen. Der Albtraum im Weißen Haus in Washington hat nach vier Jahren ein Ende. Der Präsidentenwechsel in den USA ist ein Segen. Mit meinen Worten kann ich nur sagen: Ich bin persönlich erleichtert – und froh, diesen aggressiven, Frauen verachtenden und behinderte Menschen verhöhnenden, Rechtsradikalen zugewandten und gefährliche Autokraten dieser Welt hofierenden Psychopathen nicht mehr jeden Tag in den Medien ertragen zu müssen. Er ist verantwortlich für Ereignisse am Bildschirm, die ich zunächst nicht glauben konnte - als er einen behinderten Reporter nachäffte, als er bei einem Nato-Gipfel einfach den Premierminister von Montenegro beiseite schubste, als er erst vor wenigen Wochen den Mob anstachelte, das Weiße Haus zu stürmen. Seine zigfache Überschreitung roter Linien ist oft beschrieben worden – und doch sollte jeder von uns jedes einzelne Ereignis in Erinnerung behalten. Auch wenn es in Deutschland erst leichte Parallelen zu beobachten gibt: Wir sollten wachsam sein – und in unserem Bekanntenkreis einschreiten, wenn merkwürdige Sympathien für Autokraten, Antidemokraten, Rechts- und andere Radikale sowie Nationalisten aufflackern.
Dem Motto „Keine Woche ohne Heidekreis-Klinikum“ können wir heute ein neues Kapitel hinzufügen – mit den Entscheidungen im Kreisausschuss und der Reaktion der Initiatoren des Bürgerbegehrens:

HKK-Neubau: Bürgerentscheid wird immer wahrscheinlicher - Heidekreis-Klinikum - Walsroder Zeitung
Ich war bei beiden Anlässen der berichtende Reporter, begleite das Thema seit nunmehr drei Jahren und bin von der jeweiligen Neuentwicklung manches Mal hin und her geworfen worden. Ob es einen Klinikum-Neubau, den der Heidekreis im Hinblick auf die Zukunft seiner Krankenhausversorgung dringend benötigt, je geben wird? Das kann heute niemand sagen. Aber lesen Sie dazu auch meinen Leitartikel am Ende dieses Newsletters. Denn wir alle, die wir wahlberechtigte Heidekreis-Bewohner sind, haben es selbst in der Hand!
Ansonsten war die Corona-Pandemie in unserer Berichterstattung mehr oder weniger das beherrschende Thema. Zum Beispiel sprudeln ungeachtet der Corona-Pandemie die Steuerquellen im Heidekreis weiterhin kräftig. Das Steueraufkommen des Finanzamts Soltau betrug 2020 bemerkenswerte 648 Millionen Euro – knapp 16 Millionen mehr als 2019. Wie ist das möglich? Das fragte unser Reporter Dirk Meyland den Chef des Finanzamtes. 
Die Steuerquellen sprudeln weiter - Heidekreis - Walsroder Zeitung
Nicht erst seit Corona sind Betriebe auf schnelle Datenverbindungen angewiesen, allerdings ist in manchen Gewerbegebieten diesbezüglich die Infrastruktur alles andere als zeitgemäß. Im Walsroder Gewerbegebiet Vorbrück wird die Telekom nun sieben Kilometer Glasfaser in den Boden bringen, bis zu 120 Betriebe könnten profitieren. Wann, wer und wo – das recherchierte mein Kollege Jens Reinbold, der sich diese Woche auch des Themas Homeoffice annahm: Um Kontakte zu vermeiden, sollen Mitarbeiter nach Möglichkeit von Zuhause aus arbeiten. Manche Arbeitgeber sind diesbezüglich derzeit noch eher schlecht aufgestellt, in der Kreisverwaltung war Heimarbeit aber schon vor der Coronakrise ein wichtiges Thema. 
Kreisverwaltung in Corona-Zeiten: Gut die Hälfte arbeitet von Zuhause aus - Heidekreis - Walsroder Zeitung
Bis mindestens 14. Februar dauert der bundesweite Lockdown. Damit die Menschen bald wieder „normal“ leben können, scheinen Impfungen der einzige Ausweg. Wie es diesbezüglich im Heidekreis aussieht, hat die WZ bei der Landkreisverwaltung erfragt und zum Teil erstaunliche Antworten erhalten. So soll der Impfbetrieb zwar am 1. Februar im Impfzentrum (Heidmark-Halle in Bad Fallingbostel) beginnen – allerdings zeitlich begrenzt: Die Planungen reichen zunächst einmal nur für eine Woche. 
Ab Februar wird in der Heidmark-Halle geimpft - Coronavirus - Walsroder Zeitung
Bei der Lektüre unserer Geschichten wünsche ich Ihnen genauso Interesse und Freude wie ich Ihnen ein entspanntes Wochenende wünsche – vielleicht lässt sich beides ja miteinander verbinden.
Rolf Hillmann
Auch mit der Faust in der Tasche kann man “vernünftig” abstimmen - Meinung - Walsroder Zeitung
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