Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

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Roter Faden – der Wochenrückblick
Liebe Roter-Faden-Leserinnen und -Leser,
gut, dass Sie uns heute morgen nicht sehen konnten. Nicht, weil wir eine durchzechte Nacht hinter uns hatten, sondern weil uns allen die Arbeitswoche ziemlich in den Knochen steckte. Nach jeweils anspruchsvollen Arbeitstagen waren wir an vier Abenden mit unseren Podiumsdiskussionen in Hodenhagen, Bad Fallingbostel, online aus Krelingen und in Rethem. Dort stellten sich jeweils die Bürgermeister-Kandidatinnen und -Kandidaten einem Präsenz-Publikum vor. Bei unserer digitalen Live-Veranstaltung traten die beiden Bewerber um das Landratsamt an. Die Vorbereitungen auf diese Veranstaltungen begannen schon vor etwa acht Wochen, Säle mussten gebucht, Technik installiert und organisiert, die Termine mit den Kandidaten vereinbart und am Ende die Corona-Auflagen eingehalten werden. Hinzu kam die Ausarbeitung der jeweiligen Moderationen, die Bewerbung unserer Formate - und solche „Kleinigkeiten“ wie Bühnensetting oder das Kaufen von Getränken für die Besucher und Kandidaten. Da das Team, das sich um das Thema Podiumsdiskussionen kümmerte, maximal aus sechs Personen bestand, können Sie sich ungefähr vorstellen, was das an Kraft und Energie kostete.
Die Sache mit dem Weg und dem Ziel
Am Ende dieser herausfordernden Woche habe ich mich heute bei meinen Kolleginnen und Kollegen bedankt. Das Schönste am Weg ist das Ziel, aber das Schönste am Ziel war der Weg. Das traf auch auf unsere Veranstaltungen zu. Es hat alles reibungslos geklappt, die Kandidaten bekamen ein gutes Forum, um sich darzustellen, die Besucher konnten sich ein gutes Bild von denen machen, die in den kommenden Jahren für sie Verantwortung tragen wollen. Wir konnten wegen der bekannten Auflagen zwar nicht so viele Gäste willkommen heißen, wie wir es sonst bei ähnlichen Veranstaltungen gewohnt sind, aber auch so wurden wir unserer selbstgestellten Aufgabe gerecht: Immer für die Leserinnen und Leser, für die Bürgerinnen und Bürger in der Region da zu sein und ihnen so viele Informationen wie möglich zur Verfügung zu stellen. Dann klappt es auch mit einer fundierten Wahlentscheidung.

Nach dem „Spiel“ ist vor dem Spiel, heißt es. Und deshalb ist an die Stelle der Anspannung durch unsere Veranstaltungen jetzt die Anspannung getreten, die automatisch ein Wahltag beziehungsweise für uns eine Wahlnacht auslöst. Wir werden in der Nacht zu Sonntag mit allen Reportern und der vollen Besetzung unseres Digital-Hubs im Dienst sein. Zunächst sind wir vor Ort unterwegs, um Stimmen einzufangen und Fotos zu machen. Dabei geht es zweifellos darum, die Stimmungen vor Ort und bei den Wahlsiegern beziehungsweise den -verlierern einzufangen. Unterdessen werden in den Wahllokalen die bis zu fünf Wahlzettel mit bis zu insgesamt elf Stimmen ausgezählt. Wenn alles klappt, liegen die Ergebnisse bis Mitternacht vor. Aus eigener Erfahrung und vielen Wahlnächten kann ich aber nur sagen: Meistens klappt es nicht. Wir müssen uns also darauf einstellen, dass wir bis zum sogenannten Andruck unserer Zeitung für den nächsten Tag nicht alle Ergebnisse vorliegen haben. Das ist nicht nur wegen des dann fehlenden Gesamtergebnisses ärgerlich, sondern macht vor allem auch das Schreiben schwierig: Denn Berichte und Kommentare können ja erst geschrieben werden, wenn man die Ergebnisse kennt. Nicht selten bleiben nur wenige Minuten, um zum Beispiel einen gescheiten Kommentar zu verfassen. Verstehen Sie nun, warum wir angespannt sind?
Wahlkampf hin, Wahlen her – diese Woche hat uns aber auch sonst stark gefordert, denn wir hatten wichtige und starke Themen zu bearbeiten. Mein Kollege Manfred Eickholt hat sich mit dem ärgerlichen Abriss des Wünninghofs in Ostenholz samt dessen 600 Jahre alter Geschichte beschäftigt.
Entsetzen über den Abriss des historischen Wünninghofs - Heidekreis - Walsroder Zeitung
Mein Kollege Jens Reinbold kam mit einer Nachricht aus dem Rathaus, die in Walsrode für große Aufmerksamkeit gesorgt hat. Vielleicht wird das Gebäude des Bistros “La Brasserie” auf dem Ratshausplatz abgerissen.
Der Brasserie am Alten Rathaus droht der Abriss - Heidekreis - Walsroder Zeitung
Ein Feuer am Donnerstag rief die Feuerwehren der gesamten Region auf den Plan.
Großbrand wird zur Herausforderung - Heidekreis - Walsroder Zeitung
Meine Kollegin Johanna Scheele traf sich in Häuslingen mit Menschen, die vor einer Hochwasserkatastrophe ähnlichen Ausmaßes wie in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen auch bei uns in der Region warnen.
Welchen Weg nimmt das Wasser? - Heidekreis - Walsroder Zeitung
In meinem aktuellen Leitartikel befasse ich mich mit der immer stärker sinkenden Wahlbeteiligung bei den Kommunalwahlen: „Desinteresse an der Kommunalwahl ist Desinteresse an der Heimat“. Klicken Sie einfach unten auf den Leitartikel.
Ich wünsche Ihnen ein erholsames Spätsommerwochenende. Wer sich für die Ergebnisse der Kommunalwahlen interessiert: Ab morgen Abend sind wir auf unseren digitalen Kanälen für Sie im Einsatz.
Rolf Hillmann
Desinteresse an der Kommunalwahl ist Desinteresse an der Heimat - Meinung - Walsroder Zeitung
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