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Heißes Wetter und ein Paukenschlag

Ausgabe #30 • Im Browser ansehen
Roter Faden – der Wochenrückblick
Sehr geehrte Leserinnen und Leser des Roten Fadens, 
ja, haben wir denn schon wieder die Hundstage? So nennt man doch die heißesten Tage und Wochen des Jahres? Antwort eins: Nein, die haben wir noch nicht, sie beginnen am 23. Juli und enden einen Monat später, am 23. August. Antwort zwei: Ja, so nennt man sie, denn aus astronomischer Sicht beginnen die Hundstage mit dem ersten sichtbaren Aufgang des Hauptsterns Sirius des Sternbilds „Großer Hund“. Aber ob nun Hundstage oder nicht. Es ist heiß im Heidekreis, heiß, schwül und stickig. Hier in meinem Büro sind es gefühlte 30 Grad – und wenn ich draußen unterwegs bin, bewundere ich die Menschen, die beruflich nicht im Büro sitzen können, sondern auf dem Markt stehen oder sogar körperlich harte Arbeit auf einer Baustelle verrichten müssen. Es gibt ja Leute, die leben mit jedem Grad mehr auf und kommen so richtig auf Touren, wenn sich die Temperaturanzeige Richtung 30 bewegt. Ganz klar und deutlich: Ich gehöre nicht dazu.
Nicht unbedingt heiß, aber dafür ganz schön spannend, stellte sich die Nachrichten- und Ereignislage in der abgelaufenen Woche dar. Beginnen wir mit einem „Paukenschlag“, für den der Landratsbewerber Jens Grote sorgte, dessen Kandidatur zwar seit Februar bekannt ist, der aber pandemiebedingt noch nicht groß in Erscheinung treten konnte. Bei seinem Besuch im Verlag der WZ konnte ich mir einen guten Eindruck von ihm verschaffen - und ich muss sagen: Ein hochinteressanter Aspirant, der mit seinen 53 Jahren einen riesigen Erfahrungsschatz aus gleich mehreren wichtigen Funktionen und Berufen mitbringt. Lesen Sie dazu meinen Bericht – und auch meinen Kommentar. Sicher ist jedenfalls: Sollte Landrat Ostermann ein weiteres Mal antreten, steht uns ein spannender Wahlkampf bevor.

Ganz nebenbei lässt er “die Bombe” platzen - Heidekreis - Walsroder Zeitung
Offiziell bestätigen mag es noch niemand: Aber im Gewerbegebiet soll offenbar ein Einsatztrainingszentrum entstehen. Die Bundespolizei bildet schon länger in Walsrode aus, nun könnte auch der Zoll eine ähnliche Anlage in der größten Stadt des Landkreises errichten lassen. Mein Kollege Jens Reinbold hat das Thema recherchiert.
Zoll peilt Standort im Walsroder A27-Park an - Heidekreis - Walsroder Zeitung
In Walsrode hält der Bauboom weiterhin an. Zahlreiche Vorhaben in der Innenstadt sind bereits beendet worden oder werden aktuell umgesetzt – wie etwa das Stadtplatz-Carré der Kreissparkasse. Zudem sind Pläne von umfangreichen Projekten bekannt - wie etwa am alten Postgelände, wo etwa 60 Wohnungen entstehen sollen oder an der Gänseweide: Bis zu 130 Wohneinheiten könnten dort in den kommenden Jahren fertiggestellt werden. Jens Reinbold ist aber noch weiteren Planungen für ein Wohnraumprojekt in Walsrode auf die Spur gekommen. Dem Testzentrum folgt die Wohnbebauung, lautet seine Überschrift, aber lesen Sie selbst:
Dem Testzentrum folgt die Wohnbebauung - Heidekreis - Walsroder Zeitung
Eine Reiz- und Symbolfigur wechselt die Seiten, so habe ich einen Bericht überschrieben, bei dem es um eine interessante Personalie geht. „Ausgerechnet“ mögen manche gedacht haben, als sie davon erfuhren. Und warum sich nicht alle über die Besetzung von Svenja Stelse-Heine als neue Geschäftsführerin der Naturschutzstiftung Heidekreis freuen, können Sie hier nachlesen.
Reiz- und Symbolfigur wechselt die Seiten - Heidekreis - Walsroder Zeitung
Thorsten Lampe möchte 2022 eine Demonstration in seiner alten Heimat organisieren. Aber nicht eine Klima- oder andere politische Demonstration, sondern den Christopher Street Day: Vor zwei Jahrzehnten ist Thorsten Lampe von Walsrode nach Berlin gezogen. Er möchte aber in seine Heimatstadt zurückkehren und ohne Vorurteile mit Perücke, Make-up und entsprechender Kleidung als „Miss Ginger“ beim CSD dabei sein. Eine Geschichte, die meine Kollegin Johanna Scheele aufgeschrieben hat.
Ein Christopher Street Day in Walsrode? - Heidekreis - Walsroder Zeitung
Zwei Themen aus der Kreisstadt hat mein Kollege Manfred Eickholt recherchiert. Die Frage bei dem einen lautet: Viel (Steuer-)Geld ausgeben oder weiter mit Übergangs- und Notlösungen arbeiten? Weil der Kita-Neubau im Sanierungsgebiet „Wiethop“ in Bad Fallingbostel viel teurer wird, erhitzen sich die Gemüter.
Für Kita-Neubau tief in die Tasche greifen - Heidekreis - Walsroder Zeitung
Und dann gibt es Vorgänge, zu denen passen diese eigentlich überstrapazierten Weisheiten: „Was lange währt, wird endlich gut“. Oder: „Immer zwei Schritte vor und einen zurück“. Nach einem jahrelangen Verhandlungsmarathon, der Anhäufung gewaltiger Aktenberge und zermürbender Diskussionen ist Bad Fallingbostel am Mittwoch, 16. Juni, um 32,7 Hektar größer geworden. Mit der Unterzeichnung des Gebietsänderungsvertrags zählt eine begehrte Fläche direkt an der Autobahn 7 jetzt zur Kreisstadt. Was es damit auf sich hat und was dort passieren soll, lesen Sie hier:
Kommunales Wachstum mit Hindernissen - Heidekreis - Walsroder Zeitung
Zum Schluss möchte ich Sie noch in eigener Sache auf unseren neuen Newsletter aufmerksam machen, den meine Kollegen aus der Sportredaktion „Steilpass“ nennen und der jeden Freitag erscheint. Darin blicken die Kollegen auf das Sportgeschehen in der Region, verknüpfen ihre Sicht auf die Dinge aber auch mit Analysen, Hintergründen und klugen Gedanken.
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Ich hoffe, Sie können sich ausruhen oder anderweitig die vorgezogenen Hundstage genießen.
In diesem Sinne: Schönes Wochenende!
Rolf Hillmann
Gesunde Kinder sterben nicht am Corona-Virus - Meinung - Walsroder Zeitung
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