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Rückkehr erhofft: Fünf Äffchen in Neustrelitz vermisst

Heimweh – Der Newsletter für Weggezogene
Ausgabe #12 • Im Browser ansehen
Heimweh – Der Newsletter für Weggezogene
Liebe Leserinnen und Leser,
hier im Nordosten kann man derzeit erleben, wie es sich anfühlt, bei Temperaturen von bis zu 18 Grad und Sonnenschein an Seen zu spazieren, die zum Teil noch mit Eis bedeckt sind - so wie hier am Sonnabend in der Nähe von Neustrelitz. Und eine Weile wird es noch so weitergehen: Diese Woche soll es noch einmal frieren, aber der Frühling steht trotzdem spürbar in den Startlöchern.
In den Startlöchern steht auch Dorit Willinski, die sich in Preetzen an etwas Neues gewagt hat: Sie hat dort eine Kaffeerösterei eingerichtet und will dieses Hobby auch dauerhaft zu ihrem Beruf machen. Was bemerkenswert ist, denn bislang hat sie in Berlin als Buchhalterin gearbeitet. Nun also ein Neuanfang in Vorpommern - weiter unten erzählt Sie Ihnen von ihrem Projekt.
Erinnern Sie sich noch an die DDR-Kulturhäuser? Die meisten von ihnen haben mit den Jahren leider kein allzu rosiges Schicksal genommen, wie unsere Bildergalerie zeigt… Doch es geht auch anders in Sachen Immobilien: Die Corona-Krise hat offenbar dazu geführt, dass ländliche Regionen attraktiver werden - auch hinsichtlich der Immobilienpreise.
Lesen und sehen Sie außerdem folgende Themen:
  • Am Krater von Tribsees stockt (mal wieder) der Verkehr
  • Eine Stadt jagt fünf kleine Äffchen
  • Wie eine Gastronomin aus Prenzlau der Krise trotzt
  • Ein Schandfleck an der B96 soll bald verschwinden
  • Warum in Altentreptow ein sehr großer Stein ausgebuddelt wird
Und noch eine amüsante Nachricht zum Schluss: Der Bergdoktor kommt in Zukunft aus der Uckermark! Dort ist nämlich die Nachfolge-Serie zum Kult-Format abgedreht worden. Demnächst ist sie im Fernsehen zu sehen.
Herzliche Grüße aus der Heimat und bleiben Sie zuversichtlich
Ihr Simon Voigt

Was im Nordosten wichtig ist
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Bundeswehr-Veteranen starten Kampagne gegen Extremismus
Studenten sollen in Schulen in MV aushelfen
Rostock will Leuchtturm der Unterwasserforschung werden
Gastronomin hörte nicht auf TV-Star - das war ihr Glück
Die Gastronomie ist eine der am härtesten vom Corona-Lockdown betroffenen Branchen. Doch die Prenzalauerin Ilona Weigang kommt mit ihrem 20-Mann-Betrieb ganz gut durch die Krise. Das verdankt sie auch dem Mut, den guten Rat von TV-Star Frank Rosin ausgeschlagen zu haben. Denn der hatte ihr 2015 geraten, kein Essen mehr auszufahren. Das hält sie jetzt über Wasser, ohne Lieferando: “Hätte ich die Logistik, die Fahrer und vor allem die Stammkunden jetzt nicht gehabt, wäre es das unvermeidliche Aus für meinen Betrieb gewesen”, ist sich die 61-Jährige bewusst.”
Außerdem konnte sie einen großen Pflegedienst für sich gewinnen, der ihre Dienste seit Februar 2020 sieben Tage die Woche in Anspruch nimmt: „Diesen Kunden haben wir jetzt ein Jahr lang im Boot. Und weil es den Senioren immer noch so gut schmeckt bei uns, dürfen wir auch weiterhin für sie kochen.” Hier lesen Sie die ganze Geschichte (mit Nordkurier Plus)
Die Prenzlauer Kantinenchefin Ilona Weigang feiert am 1. Juli 20-jähriges Betriebsjubiläum. Foto: Claudia Marsal
Die Prenzlauer Kantinenchefin Ilona Weigang feiert am 1. Juli 20-jähriges Betriebsjubiläum. Foto: Claudia Marsal
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Fürstenberger Schloss wird endlich wachgeküsst
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Der Nordosten im Fernsehen
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Ein Stein will hoch hinaus
Bürgermeister Volker Bartl (parteilos) am teilweise freigelegten „Großen Stein“. Foto: Bernd Wüstneck
Bürgermeister Volker Bartl (parteilos) am teilweise freigelegten „Großen Stein“. Foto: Bernd Wüstneck
Sachen gibt’s: Altentreptow lässt gerade einen riesigen Findling freilegen. Das haben jetzt die Stadtvertreter beschlossen, der Plan wird auch mit Landesgeld gefördert. Der XXL-Koloss wiegt stattliche 400 Tonnen, ist etwa acht Meter lang, sechs Meter breit und rund fünf Meter hoch. Er soll künftig besser sichtbar sein - was Touristen anlocken soll.
Für die eigene Rösterei von Berlin nach Vorpommern
Wenn es in Preetzen bei Anklam nach Kaffee duftet, dann ist die Röstfrau Dorit Willinski in ihrem Element. Die Noch-Buchhalterin aus Berlin will mit ihrem Mann ganz nach Vorpommern ziehen und hier von der Kaffeerösterei leben. Nordkurier-Reporterin Mareike Klinkenberg hat vorbeigeschaut.
Mehr als ein Hobby: 30 bis 40 Kilogramm sortenreiner Kaffee werden momentan jeden Monat von Dorit Wilinski in Preetzen geröstet. Foto: Mareike Klinkenberg
Mehr als ein Hobby: 30 bis 40 Kilogramm sortenreiner Kaffee werden momentan jeden Monat von Dorit Wilinski in Preetzen geröstet. Foto: Mareike Klinkenberg
Noch kommt die kleine Kaffeerösterei in Preetzen - das liegt etwa auf halbem Weg zwischen Anklam und Jarmen - eher unauffällig daher. Fast läuft man vorbei an dem zum ehemaligen Gutshof gehörenden Arbeiterhaus mit den vielen Eingängen. Doch spätestens an wärmeren Tagen wird Kaffeeliebhaber der unverwechselbare Duft nach frisch gerösteten Kaffeebohnen durch die richtige Tür zu Röstfrau Dorit Wilinski locken.
Die 52-Jährige verdient derzeit als Buchhalterin in Berlin ihre Brötchen. Doch der Traum, gemeinsam mit Ehemann Kay irgendwann ganz nach Vorpommern zu ziehen und hier von der Kaffeerösterei zu leben, nimmt Stück für Stück Form an. Ihre Leidenschaft für das schwarze Gold konnte sie schon gut 12 Jahre lang als ausgebildete und zertifizierte Barista in einem Berliner Coffeeshop ausleben. Mittlerweile jongliert sie aber hauptberuflich statt mit Espressi, Latte oder Cappuccini mit Steuerrecht oder Jahresabschlüssen. Zu gern will Dorit Wilinski ihr Kaffee-Hobby jedoch wieder zu ihrem Beruf machen, verliert dabei aber als Expertin für Zahlen und Fakten auch nicht die Realität aus den Augen.
Erst mal röstet sie nur am Wochenende
Bis es so weit ist, wird deshalb nur am Wochenende die Röstmaschine, ein Profi-Modell aus China, angeheizt, und rohe Bohnen aus Costa Rica, Brasilien und Guatemala verwandeln sich bei maximal 220 Grad Celsius in köstlichen Kaffee. Auch Kaffee aus Indien und Indonesien kommt bei der Röstfrau in die Tüte, alles sortenreine Arabica-Bohnen. Einzig dem Espresso wird ein Anteil an Robusta-Bohnen beigemischt – für die Standfestigkeit, die Crema und die dominantere Würze, verrät die Expertin. Sie liebt Kaffee und will die Menschen damit anstecken. Deshalb erklärt sie geduldig die einzelnen Geschmacksrichtungen und die Unterschiede der Herkunftsländer und Preisklassen.
Im gemeinsamen Geschmackstest offenbaren sich auch dem Gaumen, der sonst eher Filterkaffee gewohnt ist, die fruchtigen, nussigen oder auch schokoladigen Nuancen der verschiedenen Bohnen.
Im Onlineshop gibt es auch Seife aus Kaffee
In ihrem Online-Shop vertreiben die Wilinskis bereits, was in ihrer Rösterei entsteht. Neben den Kaffeebohnen bekommt man dort auch Gärtnerinnenseife, die aus geröstetem Kaffeemehl und Rohseife entsteht und beanspruchten Händen Gerüche und Schmutz nimmt.
Neben dem eigenen Geschäftssinn und den vielen Ideen setzen die Wilinskis auch auf ihr wachsendes Netzwerk, zum Beispiel Annis bunte Töpferei in Liepen oder auf Landschaftsgestalter Lars Volkmer. Nach dem Lockdown werden sie auch wieder bei den Veranstaltungen der Hofläden in Rosenhagen und Postlow ihre Produkte vorstellen. Auch im Anklamer Geschäft „Dat Hus“ ist der Kaffee aus dem vorpommerschen Preetzen dann wieder erhältlich.
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Schreiben Sie uns!
Liebe Newsletter-Gemeinschaft, wir haben uns sehr darüber gefreut, dass Dorit Willinski uns ihre Geschichte erzählt hat. Bestimmt haben Sie auch etwas zu erzählen, das gut in diesen Newsletter passen würde.
Wie ist es Ihnen fern der Heimat ergangen? Warum haben Sie damals den Nordosten verlassen? Wie halten sie Kontakt zu den Leuten von früher? Planen Sie eine Rückkehr?
Schreiben Sie uns doch einfach. Wir freuen uns über Ihre Mails!
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