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Gütersloher Koch findet die Liebe des Lebens in der Uckermark

Heimweh – Der Newsletter für Weggezogene
Ausgabe #1 • Im Browser ansehen
Heimweh – Der Newsletter für Weggezogene
Moin!
Und dann ging wieder alles ganz schnell: Nachdem die Infektionszahlen auch im Nordosten rapide gestiegen sind, gilt nun bald wieder ein verschärfter Lockdown. Stille Nacht. Nur über Heiligabend und die beiden Weihnachtsfeiertage stehen Lockerungen in Aussicht, doch ansonsten wird das Ende dieses turbulenten Jahres 2020 in aller Ruhe stattfinden.
Stiller als sonst ist es in diesen Tagen auch in den Innenstädten, wie unser Foto aus Torgelow zeigt: Weihnachtsmärkte gibt es in diesem Jahr nicht, doch geschmückt wird trotzdem! Wenigstens dieses bisschen Besinnlichkeit lassen sich die Menschen nicht von dem Virus nehmen.
Über die Themen, die sonst noch für Weggezogene wichtig und lesenswert sind, soll Sie ab jetzt dieser Newsletter informieren. Hier ist ein Überblick:
  • Ein bisschen Hoffnung für das Fest
  • Millionen für den Klimaschutz
  • Neue Satellitenschüssel im Raumfahrtzentrum
  • Gütersloher Koch findet die Liebe des Lebens in der Uckermark
  • Pasewalker Fachhändler sagt Tschüss
  • Hier können Rückkehrer anklopfen
Wir sind gespannt, was Sie von unserem neuen Heimweh-Newsletter halten. Ganz am Ende können Sie uns einen Daumen hoch oder runter geben und uns Ihre Meinung sagen.
Grüße aus der Redaktion
Simon Voigt

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Gütersloher Koch will in der Uckermark durchstarten
Markus Schmidt – hier bei seiner Ankunft 2017 – hat die Hoffnung nicht verloren. Foto: Claudia Marsal
Markus Schmidt – hier bei seiner Ankunft 2017 – hat die Hoffnung nicht verloren. Foto: Claudia Marsal
Als Markus Schmidt 2017 in die Uckermark kam, lag bereits eine turbulente Vergangenheit hinter dem heute 45-Jährigen. Er war mit den prominenten „Jungen Wilden“, e-inem Club experimentierfreudiger Köche, um die Welt gereist, hatte auf Festivals für tausende Besucher gekocht und dafür gesorgt, dass hinter den Banden der Formel 1-Rennen niemand hungrig blieb. 
Doch irgendwann war Markus Schmidt den ständigen Rummel leid. In Zichow wollte der Gastronom dem Zirkus den Rücken kehren. Die von ihm dort erworbene Immobilie sollte für den gebürtigen Westfalen der Beginn eines neuen Lebensabschnitts sein. Noch brummt der Laden in der „Uckermärkische Klause“ allerdings nicht. 
Dabei hätte in dem direkt an der Ortsdurchfahrt gelegenen Lokal längst Hochbetrieb herrschen sollen. Das bekannte Restaurant, in dem zu DDR-Zeiten Dutzende LPG-Vergnügen und Brigadefeten stattfanden, steht weiter leer. Dem hochgewachsenen Mann mit dem jungenhaften Grinsen hat wie vielen anderen Unternehmen auch die Coronakrise das Geschäft vermasselt. Aber so richtig.
Liebe seines Lebens kennengelernt
Aktuell ist wieder alles auf Los, könnte man sagen. Denn der aus Gütersloh stammende Koch hat sich endgültig von seinen Saal-Plänen verabschiedet und mit dem Umbau des 280 Quadratmeter großen Raums zu einer riesigen Cateringküche begonnen. Dort will er jetzt so schnell wie möglich Kantinenessen auf gehobenem Niveau anbieten: spezielle Burger, Currys, Pizzen, Nudeln – was auf die Teller kommt, weiß er schon genau. Ebenso wie, dass das Ganze zunächst nur mit Selbstbedienung laufen wird.  
Gefragt, ob ihn die Corona-Zwangspause mit seinem Entschluss für Zichow hadern ließ, verneint der Gastronom schnell: „Nein, wieso denn? Ich bin noch optimistisch. Das hier wird klappen. Außerdem habe ich die Liebe meines Lebens kennengelernt.”  
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Was macht eigentlich? Fernseh-Richter aus Pasewalk
Klaus Richter in seiner Werkstatt Foto: Rainer Marten
Klaus Richter in seiner Werkstatt Foto: Rainer Marten
Er gehört zu den wenigen Fachhändlern, die in Pasewalk tätig sind: Klaus Richter, kurz „Fernseh-Richter“ genannt. Nach 24 Jahren Selbstständigkeit und gefühlten hundert Jahren in Pasewalk geht er in den Ruhestand.  
Richter war ein Spätgründer. Nach vielen Jahren Arbeit als Radio- und Fernsehtechniker im Dienstleistungskombinat und nach der Wende in der Phönix GmbH stand er 1996 plötzlich auf der Straße. Nach reichlichen Überlegungen gründete er im Dezember 1996 sein Unternehmen „Fernseh-Richter“.
Rückschauend sagt er, der Schritt sei richtig gewesen. Sonst hätte er so viele Jahre über das Rentenalter hinaus auch nicht seinen Ein-Mann-Betrieb erhalten. Am Jahresende allerdings ist Schluss. Mit 73. Bis zum Lockdown ist Abverkauf im Geschäft. Dann heißt es: Fernseh-Richter geht. Fest steht: Mit der Firmenschließung kommt etwas anderes – eine große Service-Lücke. 
Ausblick
Auch in der aktuellen Situation bietet Mecklenburg-Vorpommerns Natur faszinierende Ausflugsziele. Eine Entdeckungsreise lohnt sich immer, ob privat oder hoffentlich im kommenden Jahr wieder in größerer Gruppen.
Unser Naturreporter Norbert Warmbier hat sich in der Friedländer Großen Wiese umgesehen und einen magischen Ort entdeckt, der sich auch sehr gut für eine zukünftige Heimattour eignet. Das Dorf Mariawerth liegt mittendrin im Schutzgebiet und wer dort Kraniche, Mäusebussarde, Blessgänse und Rotmilane sehen will, kann sich von Norbert Warmbier umher führen lassen: 0151 56074311.
Kranich im Maisfeld Foto: Norbert Warmbier
Kranich im Maisfeld Foto: Norbert Warmbier
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