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Ein Weihnachtsstern erscheint über dem Nordosten

Heimweh – Der Newsletter für Weggezogene
Ausgabe #2 • Im Browser ansehen
Heimweh – Der Newsletter für Weggezogene
Guten Abend liebe Leser,
kaum jemand mag Montage. Aber dieser Montag brachte dann doch gleich drei gute Dinge mit sich. Zunächst einmal werden die Tage wieder länger. Die Wintersonnenwende ist da und das bedeutet, dass die Sonne ab jetzt jeden Tag ein paar Minuten länger scheinen wird.
Optimistisch stimmt auch die Nachricht, dass die EU-Kommission nun den Corona-Impfstoff genehmigt hat. Das Virus wird unser Leben auch weiterhin bestimmen, aber ein Ende scheint jetzt absehbar.
Und dann ist da noch dieser Weihnachtsstern, der in diesen Tagen erscheint. Im Nordosten ist er besonders gut zu sehen, weil es hier den dunkelsten Himmel Deutschlands gibt. Was es damit genau auf sich hat, erklärt weiter unten ein Hobby-Astronom aus Feldberg.
Das sind die weiteren Themen, die wir für die neue Ausgabe unseres Newsletters für Weggezogene ausgewählt haben:
  • Lockdown auf dem Lande: Wie die Corona-Regeln das Leben verändern.
  • Seenplatte hat höhere Corona-Zahlen als Hamburg.
  • Digitale Schulplattform scheitert gleich am ersten Tag.
  • Nach 26 Jahren hofft die Polizei auf Hinweise in einem Vermisstenfall.
  • Herzerwärmende Überraschung für eine Krebs-Patientin.
  • Für diesen Jäger am Haff ist es vielleicht die Trophäe seines Lebens.
  • Neue Hoffnung für alte Eisenbahnverbindung nach Usedom.
  • Sie lernte das Fürchten in Neuseeland und kehrte nach Demmin zurück.
Wir sind gespannt, was Sie von unserem neuen Heimweh-Newsletter halten. Ganz am Ende können Sie uns einen Daumen hoch oder runter geben und uns Ihre Meinung sagen.
Grüße aus der Redaktion
Simon Voigt

Was im Nordosten wichtig ist
Quarantäne-Regeln für Reisen über Weihnachten
Seenplatte hat höhere Corona-Werte als Hamburg
Vorpommern-Landrat Sack verrät Corona-Plan für die Feiertage
Dieses Feuerwerk ist zu Silvester noch erlaubt
Digitale Schulplattform für MV ausgefallen
Polizei bittet nach 26 Jahren um Hinweise vermissten Malchower
Die gute Nachricht
Krebspatientin aus der Uckermark bekommt Überraschung
Sie lernte das Fürchten und kehrte nach Demmin zurück
Die "Demminer Freaks"
Die "Demminer Freaks"
Die Demminerin Ariane Witt hat einmal in Neuseeland in Seifenopern mitgespielt, doch dann besuchte sie ein Erschrecker-Casting. Seitdem ist Horror ihr Leben. Sie begann als professionelle Erschreckerin und lernte dabei ihren Mann kennen. Die Hochzeit fand natürlich in einem Gruselhaus statt.
Seit einiger Zeit leben die beiden nun in Demmin und haben den Horror nach Vorpommern mitgebracht: Im vergangenen Jahr hat sich Ariane Witt mit ihrer Gruselgruppe “Freaks & Co” selbstständig gemacht, sie baut mobile Gruselattraktionen, bastelt schaurige Requisiten aus Sperrmüll oder Ebayfunden, stellt Kostüme zusammen und organisiert Veranstaltungen und Fotoshootings rund um das Thema Horror.
Damit ist sie die einzige in Mecklenburg-Vorpommern. Menschen aus Rostock, Schwerin und Bad Doberan lassen sich von den Demminern erschrecken, einige fahren den Freaks auch schon einmal Hunderte Kilometer hinterher.
Jeder Mensch hat Angst
Ariane hat schon gestandene Männer mit einer leichten Berührung am Rücken dazu gebracht, sich vor Angst an ihre Frauen zu klammern. “Oft sind es die mit der größten Klappe, die am Schluss am Kleinsten sind”, hat sie festgestellt. Völlig emotionslose Menschen, die jede Gruselattacke kalt ließe, habe sie zwar auch schon erlebt, sie seien aber sehr selten. “Niemand ist angstfrei. Die Menschen haben nur verschiedene Ängste”, sagt Ariane.
So fürchtet sie sich zwar nicht vor Horrorgestalten, dafür aber vor Spinnen. Und viele Menschen, das weiß sie, haben Angst vor Clowns, die deshalb bei den Freaks bislang keine große Rolle spielen.
Ihre Gruselgruppe sucht derzeit nach einem geeigneten Spukhaus in Demmin.
Mächtig gewaltig
Feldberger beobachtet Annäherung von Jupiter und Saturn
Jäger findet Riesengeweih: Doch ist es wirklich ein neuer Rekord?
Spaziergänger machen gruseligen Fund bei Neubrandenburg
Alte Bahnlinie nach Usedom wird untersucht
Karniner Brücker und Bahnfreunde. Foto: Archiv
Karniner Brücker und Bahnfreunde. Foto: Archiv
Der Verein Usedomer Eisenbahnfreunde kämpft schon seit Jahren dafür, dass die alte Bahnstrecke von Berlin über Usedom nach Swinemünde reaktiviert wird. Dafür müsste die mächtige Karniner Brücke wieder aufgebaut werden, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde und von der nur noch ein Rumpf im sogenannten Strom steht. Der Verein um den Vorsitzenden Günther Jikeli (Foto) organisiert Bootsfahrten zu dem technischen Denkmal.
Nun hatte Landes-Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) Grundlagen-Pläne der Deutschen Bahn vorgestellt, die bei den Eisenbahnfreunden gut ankamen. Mit dieser Planung soll nachgewiesen werden, was die Revitalisierung der Strecke kosten würde und welchen Nutzen sie brächte.
„Insel-Rundbahn” gefordert
Nach Ansicht des Vereins wäre eine „Insel-Rundbahn“ möglich, die pendelnden Arbeitnehmern und Touristen zugute kommen würde. Das auch vor dem Hintergrund des geplanten Ikareums, das Insel-Urlauber dann besichtigen könnten, ohne sich in den Stau zu stellen.
Nicht zu vergessen auch die Bewertung des Güterverkehrs von Swinemünde nach Berlin. Den Nutzen der Bahnverbindung nicht nur für Deutschland, sondern auch für Polen nachzuweisen, sei nämlich Voraussetzung für eine Förderung durch die Europäische Union.
Verkehrssituation könnte sich auf Usedom zuspitzen
Während Minister Pegel sich hoffnungsvoll zeigt, eine Kosten-Nutzen-Rechnung präsentieren zu können, die eine Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan rechtfertige, aus dem das Projekt 2015 gestrichen wurde, fordern die Usedomer Eisenbahnfreunde, dass Planung und Baumaßnahmen „unverzüglich“ und „außerhalb des Bundesverkehrswegeplanes“ angegangen werden.
Das vor allem, weil sich die Verkehrssituation auf der Insel schon in den nächsten Jahren zuspitzen werde. Gründe dafür seien unter anderem der Swinetunnel, der voraussichtlich im Jahr 2022 fertig wird und der geplante große Containerhafen in Swinemünde, die zusätzlich massiven Autoverkehr mit sich bringen würden. Daher fordern die Usedomer Eisenbahnfreunde auch ein zügiges Voranschreiten der Grundlagen-Planung, deren Beginn eigentlich schon für den Herbst angekündigt war, und gegebenenfalls einen schnellen Baubeginn.
Die Mittel für die jetzt beginnenden Planungen hatte der Landtag bereits im Sommer des Jahres 2019 bewilligt. Damals waren die Usedomer Eisenbahnfreunde noch davon ausgegangen, dass diese bereits im kommenden Jahr abgeschlossen werden könnten. Nun heißt es, dass die Bahn die Ergebnisse ihrer Untersuchung im ersten Quartal 2022 vorlegen soll.
Ausblick
Weihnachten ohne Gottesdienst – das ist für viele Bürger unvorstellbar. Für manche ist es der einzige Gang in die Kirche im ganzen Jahr. Das wissen auch die Vertreter der Evangelischen Kirchengemeinde Demmin und haben alles darangesetzt, trotz Corona und Lockdown einen Gottesdienst am Heiligen Abend zu bieten.
Das geht natürlich nur unter Einhaltung strengster Sicherheitsmaßnahmen. So wird es in diesem Jahr kein groß angelegtes Krippenspiel geben, vielmehr sind Kurzgottesdienste von etwa 30 Minuten geplant. Zudem dürfen dem Gottesdienst in der St. Bartholomaei-Kirche höchstens 200 Besucher beiwohnen. Dafür findet jeweils zur vollen Stunde ab 15 Uhr eine Andacht statt. „Wir wollen den Menschen Hoffnung zusprechen und dafür sorgen, dass sie sich nicht einsam fühlen und zugleich mit der Weihnachtsbotschaft ihnen Mut in schwierigen Zeiten machen“, erklärt Pastor Martin Wiesenberg.
Karten für die Gottesdienste in der St. Bartholomaei-Kirche Demmin können im Kirchenbüro unter Telefon (03998) 449 99 98 bestellt werden.
Doch nicht nur in Demmin, auch in vielen anderen Städten und Dörfern werden die Gemeinden kreativ und wollen Gottesdienste anbieten. Der Zusammenhalt steht an erster Stelle.
Pastor Martin Wiesenberg Foto: Kai Horstmann
Pastor Martin Wiesenberg Foto: Kai Horstmann
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