Newsletter von M. Sulzbacher - Ausgabe #22: Warum "Judenhass" das Wort Antisemitismus ersetzen sollte

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Markus Sulzbacher
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Hallo, es sind erschreckende Zahlen. Im vergangenen Jahr ist die Zahl antisemitischer Vorfälle in Österreich massiv in die Höhe geschnellt. Dies geht aus dem vergangene Woche vorgestellten Bericht der Antisemitismus-Meldestelle der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) hervor. 2021 wurden 965 Vorfälle gemeldet. Vergleich zum Vorjahr mit 585 Vorfällen einem Anstieg um 65 Prozent und somit der höchsten erfassten Anzahl seit Beginn der Dokumentation vor 20 Jahren.

Grafik aus dem Bericht "Antisemitische Vorfälle 2021"
Grafik aus dem Bericht "Antisemitische Vorfälle 2021"
“Es gab massive Übergriffe auf die jüdische Gemeinde”, so Deutsch. Eine aufgrund ihrer Kleidung als jüdisch erkennbare Familie wurde in einem Park in Wien mit Steinen beworfen, ein Mann mit einer Kippa wurde von Jugendlichen als “Scheißjude!” angeschrien, es kam zu zahlreichen Drohungen und Sachbeschädigungen. IKG-Präsident Oskar Deutsch sprach bei der Präsentation des Berichts für 2021 von einem Negativrekord. “Das wichtigste: So erschreckend das ist, wir werden uns nicht einschüchtern lassen”, betonte er.
“Vielleicht trägt das zu einem größeren Problembewusstsein bei”
Bei der Vorstellung des Berichts schlug Oskar Deutsch auch vor, nicht mehr von “Antisemitismus”, sondern von “Judenhass” zu reden. “Antisemitismus beschreibt ein vielschichtiges Problem, das sehr treffend von Theodor Adorno definiert wurde: ,Antisemitismus ist das Gerücht über die Juden.‘ Dieses ,Gerücht’ schlägt leider oft in verbale und physische Gewalt um, weshalb es legitim ist, von Judenhass zu sprechen. Vielleicht trägt das zu einem größeren Problembewusstsein bei”, sagte Deutsch.
Ich halte das für einen guten Vorschlag und werde daher künftig öfters vom Judenhass schreiben. (Markus Sulzbacher, 19.05. 2022)
Hier mein Artikel im STANDARD über den Bericht:
Neuer Höchststand an gemeldeten Antisemitismusvorfällen - Inland - derStandard.at › Inland
Diese Plakate wurden entlang der Route einer Anti-Corona-Demo in Wien angebracht.
Diese Plakate wurden entlang der Route einer Anti-Corona-Demo in Wien angebracht.
Der folgende Artikel von mir interessiert Sie sicher. In Österreich gibt es monatlich Sachbeschädigungen in Gedenkstätten. Ein Fall wurde am vergangene Woche bekannt.
Gedenkstätten für NS-Opfer sind regelmäßig Ziel rechtsextremer Attacken - Watchblog - derStandard.at › Inland
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Derzeit arbeite ich an zwei größeren Recherchen für den STANDARD :-)
Markus Sulzbacher
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Markus Sulzbacher @msulzbacher

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