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Tax Freedom Day: Ohne Abgaben kein Sozialstaat

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Tax Freedom Day: Ohne Abgaben kein Sozialstaat
Wohlstand und mit Steuern finanzierte staatliche Ausgaben wie Sozialleistungen gehen Hand in Hand. Diesen Zusammenhang zeigt eine Grafik des Momentum Instituts anlässlich des morgigen „Tax Freedom Day“.

Der „Tag der Steuerfreiheit“ soll jenen Tag markieren, ab dem ein durchschnittlicher Steuerzahler nicht mehr für Steuern und Abgaben arbeitet. „Wer meint, dass die Menschen bis zum 8. August für den Staat arbeiten, muss dazusagen, dass der Staat noch bis 9. September für die Menschen weiterarbeitet“, sagt Anna Pixer, Ökonomin des Momentum Instituts. Denn staatliche Ausgaben – inklusive aller Corona-Hilfsmaßnahmen für Betriebe und ArbeitnehmerInnen – liegen 2020 und 2021 deutlich über den staatlichen Einnahmen.
Im EU-Vergleich sind jene Länder am wohlhabendsten (gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf), die auch die höchsten Sozialquoten verzeichnen. Letztere messen den Anteil der Staatsausgaben, der für Sozialleistungen wie Pensionen, Familienbeihilfen, Kranken- und Gesundheitsversorgung verwendet wird. Auch umgekehrt gilt: kein Wohlstand ohne Sozialleistungen. 18 von 20 Ländern mit den niedrigsten Staatsquoten weltweit sind auch unter den ärmsten Ländern weltweit. 
Sozialstaat schützt vor Armut und hohen individuellen Kosten
Eine ausgewogene Betrachtung staatlicher Tätigkeit – Einnahmen und Ausgaben – bezieht die positiven Effekte von Staatsausgaben für Familien und Individuen mit ein. Sozialleistungen schützen in Österreich fast 600.000 Erwachsene aus unterschiedlichsten Verhältnissen vor Armut, wie eine Analyse des Momentum Instituts zeigt. Die Zahl der armutsgefährdeten Personen wird damit um 40 Prozent reduziert.
Der größte Anteil jener Gelder, die aus Steuern und Abgaben stammen, wird für Soziale Sicherung verwendet: 4 von 10 Euro fließen in Pensionen, Familienbeihilfen und Arbeitslosenhilfen sowie Unterstützung im Falle von Krankheit und Erwerbsunfähigkeit. Einer von 10 Euro fließt in Bildung. Länder mit niedrigeren Steuern und privatem Bildungssystem, wie die USA, muten ihren StudentInnen jährlich durchschnittlich knapp 9.000 US-Dollar an Studienkosten zu, während es in Österreich bei unter 1.000 US-Dollar bleibt. „Die Freiheit von hohen Steuern schlägt schnell um in Unfreiheit, wenn wohlfahrtsstaatliche Leistungen benötigt werden, die privat unleistbar sind“, sagt Pixer.
Eine detaillierte Analyse des Nutzens, der durch Steuerleistungen und darauf basierende Staatsausgaben entsteht, finden Sie auf der Website des Momentum Instituts.
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