Werbung, Adressen, Uber in Saudi Arabien - Issue #27

Hey! Twitter hat gestern jetzt auch Sticker bekommen 🦄.Also im Grunde Sticker, die wie Hashtags funkt
Werbung, Adressen, Uber in Saudi Arabien - Issue #27
By Johannes Klingebiel • Issue #27
Also im Grunde Sticker, die wie Hashtags funktionieren, wenn man auf sie klickt. Kurz gemutmaßt würde ich schätzen, dass Twitter in Zukunft auch mehr Funktionen veröffentlichen wird, um mehr Bilder in die Timeline zu bekommen und sponsored Stickers werden auch kommen.
(Wir reden da in einem halben Jahr noch einmal drüber)
Rockt die Woche!
Johannes

P.S. Ich weiß, ich empfehle schon wieder einen Bot, aber Martin Hoffmann hat einen eigenen Newsletter gebaut, der über den Facebook Messenger funktionert. (Und er hat darum gebeten, einmal den Link zu streuen 😉)

by Chameleon Design
Wenig überraschend waren Ad-Blocker und Mobile Advertising ein großes Thema auf dem Cannes Creative Festival letzte Woche. Die Botschaft: Die Werbeindustrie muss sich bessere Dinge einfallen lassen, als weiterhin bunte PNGs aufblinken zu lassen. Zumal knapp 60% aller Klicks auf mobile Werbeanzeigen anscheinend versehentlich geschehen.
Aber von einem Wandel zu sprechen, ist um einiges leichter, als ihn tatsächlich durchzuführen.
+ Dieses Jahr wurde zum ersten Mal mehr für mobile Advertising ausgegeben, als für Desktop Advertising
+ Die NYT plant ein anzeigenfreies Abo-Modell. Ein Preis steht aber noch nicht fest
Hier ist ein echtes Problem: 75% der Menschheit hat keine Adresse, was ernsthafte Auswirkungen haben kann. Ohne Adresse ist es oft unmöglich ein Bankkonto zu eröffnen oder ein Unternehmen zu gründen und Post-Sendungen lassen sich nur an Ämtern abholen. Grund für fehlende Adressen ist oft eine mangelhafte Infrastruktur.
Das britische Start-Up What3Words versucht das Problem zu lösen, indem es die ganze Welt in 3x3 Meter große Quadrate aufteilt und jedem dieser Orte einen individuellen Namen aus 3 Worten zuteilt. Ein System, das sich beispielsweise auf Festivals oder in der Entwicklungshilfe bereits bewährt hat. Jetzt hat Mongolien entschieden sein gesamtes Adresssystem umzuwerfen und neu auf der Technologie des Start-Ups aufzubauen.
Uber wurde letzten Monat von vielen Seiten für ein 3,5 Milliarden Investment durch Saudi Arabien scharf kritisiert. Der Hauptkritikpunkt: Im saudischen Königreich dürfen Frauen noch immer nicht Auto fahren. Ein Gesetz, das es Frauen nicht erlaubt, selbstständig mobil zu sein und so von großen Teilen des gesellschaftlichen Lebens ausschließt. 
Es zeigt sich jedoch, dass die Kritik an Uber unberechtigt sein könnte. Der Car-Sharing Dienst verspricht Frauen eine nie dagewesene Mobilität und damit auch einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt. Ein Wandel in die richtige Richtung kann am Ende auch nur schrittweise erfolgen und es scheint als sei Uber einer dieser Schritte.
Merkwürdiges & Anderes
Johannes Klingebiel
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