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Unfluencers in the Smart City 💅

Erst einmal muss ich mich fĂŒr die VerspĂ€tung entschuldigen. Nach einer Woche ErkĂ€ltung und Mithilfe b
Unfluencers in the Smart City 💅
Von Johannes Klingebiel • Ausgabe #77 • Im Browser ansehen
Erst einmal muss ich mich fĂŒr die VerspĂ€tung entschuldigen. Nach einer Woche ErkĂ€ltung und Mithilfe bei der Organisation des großartigen DMC Barcamps in MĂŒnchen, habe ich erst jetzt wieder Zeit gefunden diesen Newsletter zu schreiben.
Ansonsten konnte ich gestern auch endlich Marvels “Black Panther” im Kino anschauen und wow! Nicht nur macht der Film einfach Spaß (auch fĂŒr Menschen außerhalb des Marvel-Universums), sondern es tut auch gut eine High-Tech-Vision abseits kaltem Chrom, Bildschirmen und grauem Beton zu sehen.
In dem Sinne Rockt den Rest der Woche und Wakanda forever!,
Johannes
P.S.: Open AI, der EFF und einige andere haben einen lesenswerten Report ĂŒber die Gefahren durch den böswilligen Einsatz von KI geschrieben mit einigen sehr coolen Szenarien von KI-Malware bis explodierenden Putzrobotern. (Zusammenfassung hier)

The Atlantik hat damit begonnen eine großartige Artikelserie ĂŒber die Art und Weise zu veröffentlichen, in denen Technologie StĂ€dte verĂ€ndert.  Das beste Beispiel dĂŒrfte hier Googles Sidewalk Lab sein, welches sich Toronto als Spielplatz fĂŒr seine Smart City Experimente ausgesucht hat. Der Atlantik Artikel ist gespickt mit Konjunktiven und unklaren Aussagen der Google-Vertreter und letztendlich beschreibt die Autorin Molly Sauter das VerhĂ€ltnis zwischen Google und der Stadt wie folgt:
Sidewalk’s “city of the future” might best be compared to a special economic zone, an area of regulatory exemption that allows it to innovate to its heart’s content, beyond the normal laws of its host municipality.
Mehr noch.
Instead of asking if this specific plan has promise, it might be better to pose more general questions: Who are cities for, and who gets to decide how they grow? Sidewalk Labs hopes the answer is technology companies.
Bruce Sterling greift in seinem Artikel “Stop Saying ‘Smart Cities'” das Motiv der Smart City als Kolonie der großen Tech-Konzerne weiter auf und zeichnet eine ganz eigene Dystopie.
However, the cities of the future won’t be “smart,” or well-engineered, cleverly designed, just, clean, fair, green, sustainable, safe, healthy, affordable, or resilient. They won’t have any particularly higher ethical values of liberty, equality, or fraternity, either. The future smart city will be the internet, the mobile cloud, and a lot of weird paste-on gadgetry, deployed by City Hall, mostly for the sake of making towns more attractive to capital. 
Gerade in StĂ€dten dĂŒrfen wir nicht vernachlĂ€ssigen, welchen Einfluss Technologien auf unser Leben haben und inwiefern soziale, wirtschaftliche, politische und technologische Strömungen zusammenhĂ€ngen. Fortschritt ist nicht inherent gut, was ein weiterer Artikel der Serie aufgreift, der sich um den Einfluss von Chinas Social Credit System auf das Stadtleben dreht und gleichzeitig davor warnt, dass ein solches System auch leicht hier im Westen umzusetzen wĂ€re. Denn eine Smarte City ist auch eine totalĂŒberwachte City.
Affluencing & Unfluencing
Zugegeben Influencer liegen eher weniger in meinem Interessensgebiet, aber Business of Fashion hat letzte Woche einen Artikel veröffentlicht, der beschreibt, wie ein Teil der Mode Influencer zum neuen Mode Establishment ĂŒber die letzten Jahre geworden sind und bezeichnet diese als “Affluencer”.
The “bloggers” are still in the front row. They are the front row. This is the new Establishment. The revolution has happened, and in its wake, the business has been deeply transformed. Designers are designing for this new medium; the desire for merchandise has never been higher.
Im Artikel findet sich außerdem der Gedanke des “Unfluencings”, welchen ich recht spannend finde, weil er möglicherweise einen Umschwung in der Wahrnehmung von Influencern ankĂŒndigt.
The idea that anything flogged by a pretty paid person becomes automatically uncool. It’s an idea born, perhaps, of watching influencers at work, posing endlessly, committed to the notion of “authenticity” but living a daily life of contrived and edited situations.
+ UnabhÀngig davon noch zwei Nischen-Formen von Influencern, die ich interessant finde:
+ Ein abschließender Gedanke: Wir werden vermutlich in den kommenden Monaten Startups sehen, die automatisiert Instagram crawlen, via Machine Learning Kleidungsstile und Marken erkennen und auf Basis von Netzwerkanalysen automatisch Trends verfolgen können. Bill Cunningham war gestern, die Straße ist heute Instagram und sie ist messbar. (Wenn es ein solches Startup schon gibt, dann gerne einen Link schicken!)
MerkwĂŒrdiges & Anderes
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Johannes Klingebiel

Ein unregelmĂ€ĂŸiges Zine rund um Technologie, Internet, Publishing und MerkwĂŒrdiges.

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