Super Mario, Dronen, WaPo - Issue #22

Wired hat diese Woche einen interessanten Artikel veröffentlicht, zum möglichen "End of Code". Die Au
Super Mario, Dronen, WaPo - Issue #22
By Johannes Klingebiel • Issue #22
Wired hat diese Woche einen interessanten Artikel veröffentlicht, zum möglichen “End of Code”. Die Autoren argumentieren, dass wir in Zukunft Programme nicht mehr schreiben, sondern vielmehr trainieren. Anstatt also ein Problem selbst zu lösen, werfen wir es immer und immer wieder gegen ein selbstlernendes Programm, bis dieses eine Lösung findet. Im zweiten Schritt wäre eben jenes Programm in der Lage sich immer und immer wieder selbst zu verbessern.
Facebook hat bereits die Meta-Ebene erreicht und entwickelt eine künstliche, lernende AI, die wiederum künstliche, lernende AIs entwickeln soll. Nice. 
Bis wir also von einer künstlichen Intelligenz ausgelöscht werden, empfehle ich noch, dass ihr euch diese Video anseht, in dem ein Algorithmus lernt Super Mario zu spielen. Es erklärt sehr anschaulich, wie ein Algorithmus “lernen” kann.
Rockt die Woche 🤖,
Johannes
 
P.S. Ich hatte vor zwei Wochen ein paar Artikel zum Thema Marken-Emoji-Keyboards gesammelt. Digiday hat nun mit denen einmal abgerechnet. Emoji-Keyboards sind “useless artifacts”. Und ich stimme dem zu.

How To Kill A Drone
via @quantumpirate
Frankreich will für die EM 2016 no-fly-zones für kommerzielle Drohnen. Berechtigterweise, betrachtet man die jüngere Geschichte. Das Land ist dabei jedoch nicht das einzige das ernsthaft darüber nachdenkt, wie Drohnen von bestimmten Orten ferngehalten werden können.
Bis jetzt wurde bereits ein Fußballspiel zwischen Albanien und Serbien wegen einer Drone abgebrochen. Ein Mann wurde letztes Jahr verhaftet, weil er seine Drohne über das weiße Haus fliegen lies, es gibt mehrere Fälle, in denen Drohnen verwendet wurden um Drogen und Handys in Gefängnisse zu schmuggeln und Drohnen wurden bereits des öfteren um Flughäfen und Atomkraftwerke gesichtet. Und auch der letzte Star Wars Film hatte ernste Probleme mit Drohnen, die Sets fotografierten.
Dennoch bleibt das große Problem, dass das Abschießen oder Stören einer Drohne dazu führt, dass diese auf die Menschen unter sich abstürzt oder man schlicht und einfach daneben schießt und etwas/jemanden anderen trifft. Beides eher ungut.
+ Südkorea rüstet sich bereits für einen Kampf gegen Nordkoreanische Drohnen
+ Wir müssen außerdem über Drone Racing reden. Ich glaube das dürfte das coolste der letzten Jahre sein.
Jeff Bezos Washington Post hat letzte Woche ihre neue Web-App vorgestellt und sie ist vor allem schnell und schick. Und mit schnell meine ich wirklich schnell. Selbst bei einem Test in der niederbayrischen Pampa aus dem Zug heraus lädt die Seite flüssig und ohne große Umstände. Möglich macht das die die WaPo durch eine Kombination von Googles AMP-Technologie und eigenen nicht weiter beschriebenen Technologien.
Ich würde mir solche Software-Innovationen auch mehr von deutschen Medienhäusern wünschen.
+ Die WaPo hat außerdem eine eigene Ad-Technologie mit dem Namen “Fuse” präsentiert
+ Apropos Vertriebswege kontrollieren. Eine Tochterfirma von PRX (dem Podcast-Konglomerat, dem unter anderem 99% Invisible angehört) arbeitet an einer eigenen Podcast-App
Ich hatte durchaus Hoffnungen in Googles vorhergesagten neuen Messenger. Was stattdessen enthüllt wurde, heißt Allo. Und Allo hat zwar durchaus einige interessante Features, wie die eingebaute AI von Google oder die Möglichkeit sich über die Größe von Sprechblasen auszudrücken, aber ist alles in allem eher ernüchternd.
Zum Einen erlaubt Google nur einen begrenzten Zugang für Entwickler, um die Plattform und AI mit weiteren Fähigkeiten auszustatten. Es wird also nicht so schnell möglich sein über Allo einen Flug zu buchen, ein Taxi/Uber zu bestellen oder sich Pizza liefern zu lassen.
Zum Anderen wären da die Sicherheitsschwächen. Chats sind normalerweise nur begrenzt verschlüsselt. Wer End-zu-End-verschlüsseln will, muss dies erst im Menü auswählen. Plus: Die App wirbt damit, dass Google die eigenen Nachrichten lesen kann um intelligente Antwortvorschläge anzubieten. Der Verge wirft auch hier die richtige Frage auf, wie und ob Sexting mit diesen Vorschlägen funktioniert. Wir werden es sehen 😉. (Ein Veröffentlichungsdatum gibt es übrigens auch noch nicht)
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