Stream on, Stream on! 🎵 #63

Yes! Die Bachelor-Arbeit ist erfolgreich abgegeben und dadurch wieder eine Menge Zeit und Kopf frei f
Stream on, Stream on! 🎵 #63
By Johannes Klingebiel • Issue #63
Yes! Die Bachelor-Arbeit ist erfolgreich abgegeben und dadurch wieder eine Menge Zeit und Kopf frei für die wirklich wichtigen Dinge. Also dieser Newsletter. 
Das bedeutet: Die wöchentliche Ausgabe ist zurück! Und dieses Mal mit einer etwas monothematischen Ausgabe über Spotifys Macht in der Musikindustrie.
Rockt die Woche!
Johannes 

Spotify hatte in der Vergangenheit ein interessantes Problem: Große Künstler wie Beyoncé, Jay-Z oder Taylor Swift weigerten sich, Teile oder ihren ganzen Musikkatalog auf die Plattform zu stellen. Wie vermarkte ich also eine Streaming-Plattform ohne die Strahlkraft großer Pop-Stars? Spotifys (und auch Apples) Antwort waren Playlists, die heute im Grunde als das Äquivalent zu Radiostationen zu verstehen sind.
Und Spotify Playlists sind mächtige Werkzeuge. Lorde kann beispielsweise ihren weltweiten Erfolg direkt auf Spotifys Netzwerk an Playlists zurückführen und als Katy Perrys Single “Rise” zu erst als Exklusivtitel auf Apple Music erschien, entfernte Spotify den Track kurzerhand aus fast allen seinen Playlisten. Das Ergebnis: die Single floppte. Und dann wäre da noch die UK-Chart-Invasion durch Ed Sheeran, die fast durchgehend von Spotify befeuert wurde. Auch kleinere Indie-Künstler können durch die plötzliche Reichweite auf Playlists profitieren. Soweit, dass die Merlin, eine Dachorganisation von Indie-Labels nach einem Deal mit Spotify eine Umsatzsteigerung von 52% vermelden konnte.
(FYI: Ein Blick auf das Daten-Dashboard, auf das Künstler bei Spotify Zugriff erhalten)
+ Dabei muss auch zwischen Spotifys handkuratierten Playlists und den algorithmisch erstellten unterschieden werden. Vor allem, da sich letztere durch erstere beeinflussen lassen. Eine Tatsache, die Major Labels immer wieder gerne ausnutzen und auf Playlists von Drittparteien wie Filtr, Digstr oder Topsify aufsetzen. Ein anderes Beispiel sind Streaming-only Compilations, auch “Playlist Albums” genannt, die sehr effektiv die Charts knacken können, obwohl sie in diesem Sinne keine echten Alben sind.
+ Alles in allem also kein Wunder, dass Spotify es Labeln demnächst ermöglichen will, für Song-Platzierungen in Playlists zu bezahlen
+ Wer etwas anderes will: Eine Liste von 42 Indie-Playlist-Kuratoren auf Spotify
+ Und ein Guide für Künstler, um Erfolg auf Spotify zu haben.
Merkwürdiges & Anderes
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Johannes Klingebiel
Ein wöchentliches Zine rund um Technologie, Internet, Publishing und Merkwürdiges.
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