Pokémon, #München & zwanghaftes Glück - Issue #30

Die Einleitung ist dieses Mal kurz und schmerzlos dieses Mal 🙃.Rockt die Woche!JohannesP.S. Martin Ho
Pokémon, #München & zwanghaftes Glück - Issue #30
By Johannes Klingebiel • Issue #30
Die Einleitung ist dieses Mal kurz und schmerzlos dieses Mal 🙃.
Rockt die Woche!

Johannes

P.S. Martin Hoffmann launcht heute seine Resi-App, die das Prinzip der Quartz-App nimmt nur eben in cool, oder so… Probiert sie aus! Ich hatte im Mai den Prototypen in der Hand und fand sie ziemlich cool 😉
P.P.S Ich habe letzte Woche einen Artikel über die Arten von journalistischen Chatbots veröffentlicht. Würde mich da auch sehr über Meinungen freuen, bzw. ob ihr Chatbots in eurem Alltag benutzt? (Ich ehrlich gesagt bisher kaum)

via @leitmedium
via @leitmedium
Pokémon Go ist ein echtes Phänomen. Die Nutzerzahlen sind explodiert und haben schnell andere Platzhirsche wie Twitter und Snapchat verdrängt. 
Aber, ab hier wird es schwierig. Niantic hat es geschafft einen viralen Spielhit zu schaffen, wie keine andere Firma bisher, aber es kämpft mit schwerwiegenden technischen Problemen und die Spieler könnten genauso schnell wieder verschwinden, wie sie gekommen sind. 
Buzzfeed hat zumindest eine ganze Liste an guten Punkten gesammelt, warum Pokémon Go nicht der Langzeiterfolg werden könnte, den viele in dem Spiel sehen.
+ Auch scheint es unmöglich zu sein, das bisher höchste Spiel-Level von 25 zu erreichen, ohne Geld in die Hand zu nehmen, was so einige Spieler schwer frustrieren dürfte. Die Daten dahinter hat @kilk_vox auch einmal sauber in einem Google Docs zusammengefasst (für all die Zahlen-Junkies, wie mich)
+ Ein Gedanke: Vielleicht ist Pokémon Go auch nur die neueste Variation des Tamagotchi-Hypes?
+ Auch ein spannendes Thema, dass durch Pokémon Go sichtbar wird: Amerikas Städte haben ein Planungsproblem. Während der Spielspaß im Stadtzentrum endlos ist, sind die Suburbs ein lebloses Ödland ohne nennenswerte Sehenswürdigkeiten
Ich glaube ich kann den Amoklauf in München vom Freitag nicht unerwähnt lassen. Nicht nur, weil München als Stadt einen festen Tag in meinem Alltag hat, sondern auch, weil der Amoklauf wieder einmal die Schlimmsten und Besten unserer Medienlandschaft aufzeigte.
Wo die Münchner Polizei eine vorbildliche Informationspolitik fuhr, verbreiteten nur einen Klick entfernt tausende Nutzer und Journalisten(!!!) Falschmeldungen und Gerüchte in einem unsinnigen Tempo mit noch unsinnigeren Reichweiten.
Außerhalb der Blase sah die ganze Situation jedoch deutlich weniger bedrohlich aus, wie der Autor Christian Helten im Text schön beschreibt. Vielleicht ist es bei der nächsten Krisensituation auch einfach besser die Hashtags, bestimmte Online-Profile, Ticker und Live-Sendungen vollkommen zu ignorieren und sich auf eine einzige gute Quelle zu konzentrieren. Für mich dürfte das wohl Breaking News werden.
Der Artikel ist zwar schon etwas älter, aber immer noch wichtig. Facebook (und viele andere Dienste) neigen auch 2016 noch immer dazu, eine einzige Emotion auf ihren Plattformen zuzulassen: Freude.
Es ist selbstverständlich, das Startups und Unternehmen ihre digitalen Spielwiesen zu einer positiven Erfahrung machen wollen, denn glückliche Nutzer sind nun einmal wiederkehrende Nutzer. Das Problem ist jedoch, dass die Realität eben nicht einer glücklichen Idealwelt entspricht.
+ So auch wieder bewiesen am Falle eines fürs streamen verhafteten BLM-Aktivisten auf dessen Twitter Profil bei jedem Besuch Ballons und Konfetti den Zuschauer begrüßten—Es war sein Geburtstag.
Merkwürdiges & Anderes
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Johannes Klingebiel
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