Nischenmedien und Print-Jugendangebote - Issue #12

Vor etwa zwei Wochen hat Sebastian Baumer einen Verriss von Snapchat  geschrieben und kam nach einem
Nischenmedien und Print-Jugendangebote - Issue #12
By Johannes Klingebiel • Issue #12
Vor etwa zwei Wochen hat Sebastian Baumer einen Verriss von Snapchat  geschrieben und kam nach einem kurzen Test zu der Meinung, das Snapchat unmöglich als Plattform für Journalismus funktionieren könnte. Es scheint als gäbe es in der Diskussion um Medien immer nur zwei mögliche Kategorien in die diese fallen können: Doof und Rettung des Journalismus. Das eine solche Einteilung ziemlich unhilfreich ist, muss gar nicht weiter begründet werden. Ich schlage deswegen folgende Formel vor, um Medien, Plattformen und deren Relevanz einzuordnen:
Richtige Zielgruppe + Richtiges Medium + Richtiger Inhalt = Geil!
Bei Audis findet die sich im übrigen seit letzter Woche ähnlich wieder *hust*, nur als Die drei Cs:
Consumer + Context + Content 
(Man muss die ja am Vorstand vorbei bekommen)
Ich mag diese Formel ziemlich gerne, denn sie beschreibt ganz gut den tatsächlichen Stand des Publishings: Anything goes! Es ist nur eine Frage wie und wem ich was erzähle. Nische und so. Deswegen dachte ich, ist es  an der Zeit ein paar Links zum Thema Nischenmedien zu sammeln.
Rockt die Woche!
Johannes ✌🏻

Derzeitiges Lieblingszitat
Klar, ich kann versuchen das nächste Buzzfeed oder Vox zu starten, bzw. wie ein Vice sein. Wäre doch auch ne tolle Sache, oder? Ich kann natürlich auch ein Bento, Zett oder BYou starten. Realistische gesehen ist es jedoch sinnvoller sich nicht auf ein Millionenpublikum zu konzentrieren, sondern vielleicht eher auf ein paar tausend zahlungsbereite und loyale Leser.
Vice hat schließlich auch als Straßenmagazin in Toronto angefangen. Mehr Nische geht nicht.
Ist Print jetzt eigentlich tot oder nicht? So halb-halb scheint es. The Media Briefing geht der Frage nach der Zukunft von Print in einer dreiteiligen Serie nach. Spoiler: Es ist die Nische.
Sehr empfehlenswerte Artikel, auch wenn man nicht viel mit Print am Hut hat.
Zines sind eigentlich simpel produzierte Indie-Magazine, die oft in kleiner Stückzahl produziert werden. Mein kleines (auf Eis gelegtes) Projekt “20Bold” hatte letztes Jahr beispielsweise eine Printausgabe, die nur aus einer gefalteten DinA3 Seite bestand. 
Simon Owens beschreibt sehr schön, wie der letzte Boom von Newslettern starke Ähnlichkeiten mit diesen Indie-Magazinen hat, nur eben ohne Papier. Was aber bleibt ist der Indie Aspekt und das Nischenpublikum und die Tatsache, dass das Prinzip eines Newsletters sehr dem eines Magazins ähnelt.
Weiteres & Anderes
Der Kampf geht in die 2. Runde 💣
Johannes Klingebiel
Ein wöchentliches Zine rund um Technologie, Internet, Publishing und Merkwürdiges.
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