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KI im Journalismus, Teil 139

Okay, ich weiß die KI-Sache ist inzwischen etwas müßig geworden. Deswegen an dieser Stelle die Ankünd
KI im Journalismus, Teil 139
Von Johannes Klingebiel • Ausgabe #111 • Im Browser ansehen
Okay, ich weiß die KI-Sache ist inzwischen etwas müßig geworden. Deswegen an dieser Stelle die Ankündigung, dass dieser Newsletter in naher Zukunft ein KI-Memorandum auferlegt bekommt. Sprich: Dies wird für die nächsten Monate die letzte Ausgabe sein, der sich mit dem Thema ausführlicher beschäftigen wird.
Ansonsten möchte ich an dieser Stelle noch kurz darauf hinweisen, dass dies der 111. Newsletter ist. #Schnapszahl
Man liest sich,
Johannes

KI im Journalismus—Okay, here we go. Googles Digital News Initiative hat zusammen mit der London School of Economics und dem Thinktank Polis den Einsatz von KI in Redaktionen rund um den Globus untersucht und die Ergebnisse waren… nun ja, wie zu erwarten. Strategien, Implementierung und Erwartungen an die Technologien sind äußerst unterschiedlich.
Es lohnt sich zumindest die Executive Summary des Reports zu überfliegen. Ich habe selber auch noch ein paar Gedanken dazu auf Medium veröffentlicht, gerade mit Blick auf die unklaren Definitionen von KI, “relevantem Content” und die Automatisierung von Arbeit.
Ein interessanter Aspekt des Reports ist auch, dass die wenigsten Redaktionen tatsächlich daran arbeiten Journalisten durch Maschinen zu ersetzen, der Fokus liegt viel mehr auf der Unterstützung der menschlichen Arbeit.
+ Was sich mit meiner Überzeugung deckt, dass die Zukunft der Arbeit von Journalisten viel mehr durch Werkzeuge wie Hemmingway, Grammarly oder Textio geprägt werden wird, als durch “Roboter Journalisten” (mittig im Newsletter).
In diesem Sinne ist auch die Case Study der Research-Agentur Stripepartners über die eigene ethnografische Forschung spannend, die die Arbeit an Googles KI-Werkzeugen in Gmail, Docs, Sheets und Slides anleitete. Lesenswert, wenn man an eigenen Tools arbeitet.
What we discovered was that people wanted assistance to enhance their core work. Importantly, so that they retain agency, so that their skills becomes extended and augmented rather than replaced. For example, if your job is to design and run a workshop, you might want ideas – but you don’t want it to be designed for you.
Podcasts—Wir bleiben bei Medien-Themen. Hot Pod hat in seiner Jubiläumsausgabe Probleme und Kritiken der eigenen Leser des derzeitigen Podcast-Markts veröffentlicht. Es ist schwer beim Lesen nicht das Gefühl zu bekommen, dass sich der Boom der letzten zwei Jahre dem Ende neigt.
+ Digidays Max Willens schlägt in die gleiche Kerbe, wenn er schreibt:
Podcasting will inevitably become more like the display ad ecosystem: commoditized, automated, audience-driven rather than contextual. The podcast ad world has been craft; it’s destined to be mechanized.
Ich persönlich bin nicht ganz so pessimistisch wie Willens, auch weil Werbung bei weitem nicht die einzige Einnahmequelle für (Indie-) Podcaster ist. Dazu aber mehr im nächsten Newsletter.
+ Spotify will jetzt auch Podcast-Empfehlungen als Playlist präsentieren.
Merkwürdiges & Anderes
Paperphone—Google hat eine Reihe von Experimenten veröffentlicht, die versuchen wollen “Tech Adiction” zu bekämpfen. Darunter eine ausdruckbare Papierversion des eigenen Smartphones.
Nat Torkington
"OK Boomer" only works on Boomers from Google. If your Boomer is from Apple, you have to say "Hey, Boomer." If it's from Amazon, you can simply preface your instruction with "Boomer", e.g. "Boomer, stop."
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Johannes Klingebiel

Ein unregelmäßiges Zine rund um Technologie, Internet, Publishing und Merkwürdiges von Johannes Klingebiel.

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