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In die Zukunft Handwedeln 👋🏻

Johannes Klingebiel
Wenn alles gut läuft, werde ich in ein paar Tagen auf der IAM2021 in Barcelona mein Unwesen treiben — was meine erste physische Konferenz in zwei Jahren sein wird. Entsprechend mischt sich bei mir noch Vorfreude mit Vorsicht. Ein Bericht wird kommen und es gibt auch noch Online-Tickets.
Ansonsten, willkommen zurück zu Zine, dem Newsletter über Metaebenen, TikTok-Sprech und Merkwürdigem.
Rockt die Woche,
Johannes

Die Meta-Metaebene
Okay… Es gibt jetzt ein Facebook/Meta Metaverse, ein BMW Metaverse, das Roblox Metaverse und das Universum der NFT-Metaverse. Und zuletzt hat auch Microsoft seine Metaverse-Strategie präsentiert, in welcher wir uns in Meetings gegenseitig als vTuber-Avatare applaudieren werden, wenn ein Post-It bewegt wird. (Das muss diese Zukunft der Arbeit sein.)
+ Meetings in Red Dead Redemption klingen da weitaus spannender und weniger corporate.
Der Begriff “Metaverse” ist im Laufe das Jahres immer unschärfer geworden. Es gibt keine wirklich feststehende Definition mehr, außer ein Handwedeln in eine mögliche Zukunft, in der das Internet durch irgendetwas zwischen handwedel Computerspiel, handwedel VR, handwedel Blockchain und … was auch immer ich noch gerade verkaufen will … ersetzt werden könnte. Und nein, es wird nicht wie Second Life enden, denn handwedel
Interessant ist viel mehr, was explizit nicht als Metaverse-Baustein verkauft wird. Während Roblox in keinem Text zum Thema fehlen darf, fällt beispielsweise Minecraft komplett unter den Tisch. Dabei hat das Spiel nicht nur mehr Features, sondern ist auch hackbarer und zugänglicher, während Roblox eher fragwürdig mit seinen jungen Spieler:innen umgeht.
Die multiplen Metaverse-Visionen sind letztendlich immer noch Investoren-Fantasien.
(Das ist hiermit auch fürs Erste das letzte Mal, dass ich “Metaverse” in diesem Newsletter erwähne. Der Begriff landet damit auf der Buzzword-Embargoliste.)
+ Eine Reise durch verlassene Metaverse… ähm, ich meine MMOs
Craig Mod
this metaverse video reminds me a lot of the videos of "the future of magazines" from ten years ago, which basically were all wrong-ish; the biggest impact for "digital news" seems to have been less frictive (?) subscription flows and nothing to do with interface models
Do you speak TikTok?
Ich habe zugegebenerweise wenig für TikTok übrig, weil es mich zu sehr an Facebooks algorithmische Aufmerksamkeits-Falle erinnert. Dennoch ist es spannend zu beobachten wie TikTok Memes, Tänze, Konzepte und Begriffe eine vollkommen eigene “Sprache” bilden. Tom Hoy hat eine (finde ich) großartige Einführung geschrieben, die viele der Dinge anspricht, die mich dennoch an TikTok interessieren:
Speaking TikTok is “more full-bodied than regular English.” It doesn’t feel possible to say the same about Twitter or Instagram, or even Snap. TikTok creates a richer, shared vernacular. Or rather, vernaculars. And what makes them so rich is that they are visual, active and expressive. (…)
Speaking TikTok, then, requires more than an ability to understand these new visual codes, but a readiness to actively participate in them. At the heart of this is a willingness to be vulnerable; to accept it is impossible to control your personal or corporate narrative. The act of trying entirely misses the point.
Merkwürdiges & Anderes
Podcasts, aber barrierefreiVox experimentiert mit visuell aufwendigen Podcast-Transkripten, um das Medium zugänglicher für Gehörlose zu machen. Das Team rund um JamiLee Hoglind nutzt Animationen und Illustrationen um einzelne Folgen zu erzählen. Aus Design- und Inklusivitätsperspektiven spannend!
+ Amazon bietet inzwischen auch Live-Transkripte an (aber da geht noch mehr!)
changeist
Just as the future of work is writing future of work reports, the metaverse is really just a collection of metaverse explainers.
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Johannes Klingebiel
Johannes Klingebiel @Klingebeil

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