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Ich podcaste, also bin ich... ✨

Nein, ich habe (noch?) keinen eigenen Podcast, aber ja wir müssen nochmal über Podcasts sprechen. Gen
Ich podcaste, also bin ich... ✨
Von Johannes Klingebiel • Ausgabe #97 • Im Browser ansehen
Nein, ich habe (noch?) keinen eigenen Podcast, aber ja wir müssen nochmal über Podcasts sprechen. Genauer über Spotifys kleine Shoppingtour. Ansonsten hätte ich diese Woche noch Instagram Gesichtsfilter, Redneck TikTok-er und eine feministische Alexa.
Rockt die Woche,
Johannes
P.S.: Ich sitze am 28. auf bei der Social Media Week Hamburg auf einem Panel über KI in den Medien. Wer auch da sein sollte: Gerne Bescheid geben. Kaffee geht auf mich!

Was für eine Woche für Podcasts. Ich glaube inzwischen dürfte jeder Spotifys Aufkäufe von Anchor (einer Art Instagram für Podcasts) und Gimlet (ein Podcast Label) mitbekommen haben. Entsprechend wurde auch die Analyse von Ben Thompson auf Stratechery viel rumgereicht.
Aber die meiner Meinung nach beste (und Jargon freiere) Analyse kommt von der Musik/Tech-Journalistin Cherie Hu und das bevor auch nur Gerüchte der Käufe in den Medien auftauchten:
Spotify is not, and never was, a music company.
Wobei Youtube, nicht—wie Hu schreibt—Netflix die bessere Analogie für Spotifys Strategie wäre, wie ich finde.
Kurz zusammengefasst sind Podcasts für Spotify der einzige Wachstumsmarkt in dem das Unternehmen tatsächlich echte Gestaltungsmöglichkeiten hat. Denn trotz seiner 96 Millionen zahlender Nutzer (die NYT hat 4 Millionen) ist Spotify eng an die großen Labels gebunden, die zwischen 70%-80% der Einnahmen pro Quartal für sich beanspruchen. (Spotify vermeldete für Q4 2018 auch das erste Mal einen Gewinn—nach 13 Jahren)
Und mit Gimlet und Anchor verfügt Spotify nun über eine DIY-Podcastplattform samt Anzeigennetzwerk (Anchor) und ein eigenes Produktionsstudio samt In-House Podcastagentur (Gimlet).
In diesem Licht betrachtet machen die Zukäufe mehr als Sinn. Was dies aber für die breitere Podcast-Landschaft und Produzenten bedeuten wird, ist schwieriger zu sagen.
+ Und für einen Blick über den Tellerrand: Ein Überblick über Indiens Podcast-Markt
via The Tab
via The Tab
Trotz all den Problemen rund um Facebook und Co. ist gerade Instagram noch immer Plattform für viel digitale Kunst. Darunter die Berliner Motion-Designerin Johanna Jaskowska, die eine Reihe experimenteller Facefilter für die Plattform entwickelt hat. (Für diejenigen unter euch mit dem entsprechenden iPhone: hier ist eine Anleitung, wie man an die Filter kommt.)
+ Wahrscheinlich auch noch einmal eine gute Gelegenheit Alan Warburtons Videoessay “Beyond the uncanny valley” anzusehen.
Merkwürdiges & Anderes
PropTech—Machine Learning und Big Data ermöglichen es Unternehmen und Immobilienspekulanten zielsicher Viertel und Gebäude zu analysieren, aufzukaufen und zu gentrifizieren. Alles im Namen der effizienten Stadt.
TikTok—Musical.lys chinesischer Erbe erobert derzeit die USA und Europa. Laut geleaktem Pitch-Deck hat die App in Deutschland bereits 4,1 Mio. monatlich aktive Nutzer. Grund genug für Unternehmen, einen genaueren Blick auf die App zu werfen und zu lernen, was eine “Challenge” ist.
+ Die wunderbare Welt der Redneck TikTok Community
+ Funk(!) ist btw schon seit November mit einer eigenen Show auf TikTok unterwegs.
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Johannes Klingebiel

Ein unregelmäßiges Zine rund um Technologie, Internet, Publishing und Merkwürdiges.

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