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Ich kann deinen Swimmingpool sehen 🛰

Zusammen mit Christian Alt leite ich bereits länger eine kleine Facebook Gruppe, um Tech-Themen disku
Ich kann deinen Swimmingpool sehen 🛰
Von Johannes Klingebiel • Ausgabe #83 • Im Browser ansehen
Zusammen mit Christian Alt leite ich bereits länger eine kleine Facebook Gruppe, um Tech-Themen diskutieren zu können. Und wir haben uns entschieden es auch mal mit einem Event zu probieren. 🙌🏻
Kurz gesagt: Wir veranstalten am 20. Juni im (ziemlich schicken) Lovelace in München einen kleinen Abend über die Zukunft und alles was damit zusammenhängt. 🔥
Und weil das Ganze auch offen sein soll für jeden der Lust hat suchen wir noch nach kurzen und coolen Vorträgen. Wer also Lust hat zu kommen, bzw. Lust hat selbst eine Idee oder ein Thema in 10 Minuten zu präsentieren ist mehr als herzlich eingeladen. Einfach auf Facebook zusagen, bzw. Ideen gerne direkt als Antwort auf diese E-Mail.
Rockt die Woche! 
Johannes
P.S.: Fünf Szenarien einer Zukunft von Cryptowährungen. (Einige dürften sich ziemlich gut als Hintergrund einer SciFi-Geschichte eignen)

via Terrapattern
via Terrapattern
In der Ukraine hat sich in den letzten Jahren eine illegale Industrie aufgebaut, die großangelegt nach Bernstein sucht, um ihn schließlich teuer nach China zu verkaufen. Der Tagebau ist jedoch fast immer eine ökologische Katastrophe. Um das Ausmaß der Umweltzerstörung festzustellen, nutzte das ukrainische Medium Texty Satellitenbilder und Maschine Learning Modell. Das Ergebnis: Texty fand beweise von über 70.000 Hektar illegalem Tagebau. (Auf Github findet sich eine detaillierte Beschreibung des Vorgehens)
+ Satellitenbilder können in Kombination mit Machine Learning auch noch einiges mehr verraten. Wie beispielsweise die Umsätze großer Shoppingmalls anhand der Anzahl und Art der Autos auf den Parkplätzen oder den Ertrag einer Feldfrucht anhand der Farben der Felder oder den Reichtum einer Nachbarschaft anhand der Anzahl der Swimmingpools oder aber das Bruttosozialprodukt einer ganzen Nation anhand der Lichter, die Nachts die Städte beleuchten. Was, wenn ich die Werkzeuge von Spionageapparaten wie der CIA dazu einsetzen könnte besser mit Aktien zu handeln?
+ Scout.ai fasst, wie ich finde, die gesamte Thematik und auch Problematik gut zusammen:
But the prospect becomes more than a touch Orwellian when applied to surveillance rather than business interests. Satellite companies have already successfully lobbied to remove governmental bans on imagery with resolutions under 50 centimeters per pixel, a level of detail that was previously accessible only to spy satellites. Now, commercial geospatial imagery leaders are trying to push resolution restrictions down to 10 centimeters per pixel, which is easily sharp enough to recognize individual faces.
Den ganzen Planeten kostengünstig unter die Lupe zu nehmen, dürfte neue Möglichkeiten für alle öffnen, die professionell mit Informationen arbeiten, vom Journalisten bis zum Analysten. Es öffnet gleichzeitig aber auch die Türen für eine neue Form der Überwachung. Nur dieses Mal von oben.
💸💸💸
Nachdem immer mehr Medien auf Paywalls setzen, würde ich an dieser Stelle gerne den Artikel von Frederic Filloux empfehlen, der seine Ansprüche an solche Abo-Modelle klar formuliert. Mein Lieblingsabschnitt ist der folgende:
The biggest mistake of news publishers is their belief that the presumed uniqueness of their content is sufficient to warrant a lifetime of customer loyalty. In thinking this, they choose to ignore the current benchmarks of digital services: intuitively, customers expect nothing less than what they get with Amazon or Netflix.
Zwar bin ich nicht der größte Fan des Amazon- und Netflix-Vergleiches, aber ich kann den ersten Teil nicht oft genug unterstreichen.
Merkwürdiges & Anderes
Botnetze – Schon mal gefragt, wie viel Geld man mit einem Botnetz verdienen kann? Die Antwort: zwischen 26.000 und 20 Mio. Dollar, ja nach Anzahl der Bots und Einsatz. (Ganze Studie hier)
Instagram-to-Catwalk-Tech – Niemand bezweifelt mehr den Einfluss, den Instagram auf Modetrends hat. Warum also nicht den Datenschatz heben und daraus eine noch schnellere Fast-Fashion Marke machen? Das Startup Choosy will unter anderem Machine Learning nutzen, um Trends zu erkennen und entsprechende Kleidung zu produzieren. (Es hilft auch, dass der Familie der Gründerin eines der größten Textilunternehmen Chinas gehört.)
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Johannes Klingebiel

Ein unregelmäßiges Zine rund um Technologie, Internet, Publishing und Merkwürdiges.

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