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Es ist ein Zine 📰🔥

Es ist ein Zine 📰🔥
Von Johannes Klingebiel • Ausgabe #130 • Im Browser ansehen
Mein 6-Monate-Print-Projekt ist Ende letzter Woche endlich von der Druckerei gekommen. Oder um es kurz zu sagen: Es ist ein Zine! Gleich dazu mehr. ✨
Oh, und ich habe einmal über Clubhouse geschrieben, in der Hoffnung, es nicht noch einmal tun zu müssen.
Take Care!
Johannes
P.S.: Diesmal mit funktionierendem Link für meine Sammlung von Trendreports

“Work in Progress” ist der Versuch, meine Erfahrungen der letzten drei Jahre im Innovationsteam der Süddeutschen Zeitung auf 16 Seiten festzuhalten. Es erklärt, weshalb Innovation in komplexen Organisationen so schwer ist, warum gute Fragen besser als gute Ideen sind, warum Design Thinking problematisch ist und weshalb Innovation immer auch eine gute Geschichte braucht.
Es ist der Versuch einer Innenperspektive, die nicht gezielt für Führungskräfte geschrieben ist, sondern für Menschen, die sich in einer ähnlichen Position wie ich wiederfinden. Es ist sicher keine vollständige Anleitung für erfolgreiche Innovation, aber eine Hilfestellung.
Und es ist natürlich mein Versuch, einmal das Medium zu wechseln und mich an einem Print-Produkt in kleiner Auflage zu versuchen.
Das Zine kann hier bestellt werden. ✨
+ Die Literaturliste des Zines findet sich hier 🤓
Ach, Clubhouse — Alle Jahre wieder explodiert ein neues soziales Netzwerk in der Twitter- und Medienblase. Clubhouse, die fast einjährige Telefonkonferenz-cum-Netzwerk-App, ist die neueste dieser Art. Kräftig geholfen hat dabei die Tatsache, dass man nur per Einladung der App beitreten kann. Exklusivität als Marketingstrategie, wie auch schon bei Facebook, Twitter, Instagram oder Gmail, usw. …
Wirklich beeindruckend ist nicht nur die Tatsache, dass einige Investoren den Wert der App bereits bei 1 Milliarde USD sehen, sondern auch die lange Liste an Skandalen und allgemein Unappetitlichem, die die App in seiner kurzen Zeit angesammelt hat. Der Grund dafür ist der Gründer, der wenig Interesse an einer effektiven Moderation des Netzwerks zu haben scheint.
Zumal Clubhouse trotz seines Namens und der empfundenen Exklusivität kein geschlossener Raum ist, noch gelten “Chatham House Rules”, wie ein singender Bodo Ramelow unlängst lernen durfte. Es ist auch Öffentlichkeit.
Robin Mesarosch
#Clubhouse ist, wenn Lobbyisten und Kommunikationsspezis aus Berlin-Mitte in einer App, in die man nur mit iPhone und Einladung kommt, Knallersätze sagen wie: „Wir müssen auch außerhalb unserer Bubble kommunizieren“, und niemand die Pointe checkt.
Trotz seiner durchaus interessanten Grundfunktion steckt das Netzwerk noch immer strukturell in der Vergangenheit von Social Media fest: schnelles Wachstum, kaum effektive Moderation und ein nicht existentes Geschäftsmodell. Meiner Meinung nach kein gutes Fundament für eine 1-Milliarden-Dollar-App, wenn gleich natürlich noch Zeit ist all diese Dinge zu entwickeln.
+ Twitters Kopie von Clubhouse  steht aber angeblich kurz vor dem Launch steht und es würde mich wundern, wenn Facebook oder LinkedIn nicht auch an ähnlichen Features arbeiten.
+ Wer ein paar andere Voice-Alternativen ausprobieren will, der sollte sich Dialup oder Sonar anschauen.
Merkwürdiges & Anderes
The internet didn’t kill counterculture  —  Caroline Busta wirft ein sehr breites Netz um die Frage, ob in 2021 überhaupt noch “Counterculture” existiert und, wenn ja, wo? Sehr lesenswert, wenn man sich dafür interessiert, wie das Internet Macht, Ideologien und Kultur beeinflusst und verändert.
Verschwörungstheorien, aber als Geschäftsmodell — Ein Aspekt, der bei Diskussionen rund um Verschwörungstheorien oder “Fake News” oft unter den Tisch fällt, ist die Tatsache, dass alles was im Internet Aufmerksamkeit erregt, sich wortwörtlich auszahlt. Sei dies durch Merchandise, über klassische Werbedeals und Werbenetzwerke oder sogar gekaperte Werbegelder. Warum die Wahrheit erzählen, wenn die Lüge so profitabel ist?
Matthew Green
FBI: We need encryption backdoors to fight terrorism.

Actual terrorists: *post selfies to Reddit.*
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Johannes Klingebiel

Ein unregelmäßiges Zine rund um Technologie, Internet, Publishing und Merkwürdiges von Johannes Klingebiel.

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