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Entschuldige, ich habe dich nicht verstanden... đŸ˜©

Facebooks AnkĂŒndigung, weniger Traffic auf die Posts von Publishern und Marken zu schicken, kam nich
Entschuldige, ich habe dich nicht verstanden... đŸ˜©
Von Johannes Klingebiel • Ausgabe #74 • Im Browser ansehen

Facebooks AnkĂŒndigung, weniger Traffic auf die Posts von Publishern und Marken zu schicken, kam nicht unbedingt ĂŒberraschend, sondern hatte sich schon lĂ€nger am Horizont abgezeichnet.
Es gibt bereits jetzt eine Menge Texte und Tweets von Journalisten, die diese Entwicklung entweder als extrem gut oder Ă€ußerst schlecht fĂŒr Medien einordnen. Überraschende Aussagen, wenn noch nicht einmal klar ist, wie sich die Änderungen wirklich auswirken werden.
UnabhÀngig davon fand ich die kurze Analyse von Wolfgang Blau sehr lesenswert und bedacht geschrieben.
Wir werden es sehen und bis dahin: Rockt die Woche!
Johannes
P.S.: Ein spĂ€ter Vorsatz fĂŒr 2018: Talk about the Future you want!
P.P.S.: Meine kritischen Notizen zur Blockchain. (Sollte ursprĂŒnglich dieser Newsletter werden, wurde aber zu lang.)

Laut Amazon verkaufte der Konzern ĂŒber Weihnachten ganze 20 Millionen Echo-GerĂ€te und dominiert damit 70% des amerikanischen Smart-Speaker Markts (Google dagegen nur etwa 15%-24%). 
Auch wenn einige Tech-Kommentatoren Smart-Speaker sehr viel Optimismus entgegen bringen und sogar von einem neuen “Computer-Paradigma” sprechen, wĂŒrde ich dazu neigen, Smart-Speaker etwas pragmatischer zu sehen. Neil Cybart argumentiert in Above Avalon, dass die hohen Verkaufszahlen vor allem einen Grund hĂ€tten: Die Speaker sind billig. 
 Amazon has ushered in a race to the bottom within the stationary speaker space like we have never seen in consumer electronics. In just three years, the stationary home speaker market is now filled with mediocre speakers costing as low as $20. Google has followed suit with Google Home Mini, a cheaper version of its Google Home smart speaker. [
] Similar races to the bottom were projected in smartphones, tablets, and wearables but never materialized.
+ TatsĂ€chlich sieht man immer noch nicht viel vom “neuen Computer Paradigma”. Marcel Wichmann hat Siris, Alexas und Googles Problem gut zusammengefasst: Sie haben eine schreckliche NutzerfĂŒhrung, die es kaum erlaubt komplexe Probleme zu bewĂ€ltigen. Und das bezieht sich nur auf den Audio-Part. Die Google Home App ist beispielsweise eine Hölle an UntermenĂŒs.
+ Gerade Amazons Motivation mit Alexa, sollte nicht außer acht gelassen werden. Amazon will frĂŒher als spĂ€ter mit seinen GerĂ€ten Geld verdienen, weswegen wir vermutlich 2018 noch stĂ€rker auf Anzeigen und Werbung auf diesen treffen werden. Und auch Amazons Entwickler Dokumentation spricht verrĂ€terisch oft vom “Customer” statt von “Usern”.
+ FĂŒr mich sind Smartspeaker tatsĂ€chlich eher uninteressant geworden. Die Assistenten verfĂŒgen kaum ĂŒber Tiefe, Verspieltheit oder fordern ihre Nutzer. Und das im Design dieser darauf verzichtet wurde diese in die Lage zu versetzen bspw. angemessen auf sexuelle BelĂ€stigung reagieren zu lassen oder auch nur einen Funken Höflichkeit zu verlangen spricht BĂ€nde ĂŒber die Entwickler hinter diesen. Da geht doch mehr?
+ Vielleicht wird sich das in den nĂ€chsten Jahren Ă€ndern. Bis dahin ist “Mystery Animal” ein gutes Beispiel fĂŒr die merkwĂŒrdig-komischen Dinge, die mit Sprachassistenten möglich sind. Bitte mehr davon!
Update: AI-Gaydar
Im September letzten Jahres machte eine Studie die Runde, in der zwei Wissenschaftler behaupteten, sie könnten die SexualitĂ€t einer beliebigen Person anhand ihrer GesichtszĂŒge mittel eines neuralen Netzes ermitteln. (Ich hatte damals schon ĂŒber die Kritik an der Studie geschrieben.)
Drei KI-Wissenschaftler von Google haben sich jetzt die Studie noch einmal vorgenommen und relativ deutlich bewiesen, dass die Ergebnisse der Gaydar Studie nicht auf Gesichtsformen oder Àhnlichem basieren, sondern vielmehr einem fehlerhaften Datenset und einer ganzen Reihe an Vorurteilen.
Fehlerhafte Datensets sind und bleiben ein riesiges Problem beim Einsatz von KI.
In other News: Google hat das Problem, dass seine Fotoerkennung Menschen mit dunkleren Hautfarben als “Gorillas” erkannt hat, jetzt schlicht dadurch gelöst, dass es das Label “Gorilla” aus der App gestrichen hat. Und ich weiß jetzt auch nicht mehr weiter. đŸ€Šâ€â™‚ïž
MerkwĂŒrdiges & Anderes
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Johannes Klingebiel

Ein unregelmĂ€ĂŸiges Zine rund um Technologie, Internet, Publishing und MerkwĂŒrdiges.

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