Buzzfeed & Data — Issue #11

Nach dieser Woche wünsche ich mir, dass "Viralität" als Marketingkonstrukt einen möglichst schnellen
Buzzfeed & Data — Issue #11
By Johannes Klingebiel • Issue #11
Nach dieser Woche wünsche ich mir, dass “Viralität” als Marketingkonstrukt einen möglichst schnellen Tod stirbt. Nach zwei Tagen Social Summit mit Audi Märkten in München mit tollen und intelligenten Leuten, muss man sich anhören, dass in der Chefetage Social Media Marketing noch immer nur als Virals verstanden wird. Wer Viralität als einziges Ziel sieht, übersieht die tatsächlich relevanten Fragen. 
Warum wurde dieser Inhalt geteilt?
Warum gefällt Menschen dieser Inhalt?
Wie verbreitet er sich weiter über andere Netzwerke? 
Und: Hat das eigentlich überhaupt etwas mit mir als Sender zu tun? 
Was mich zum eigentlichen Thema bringt: Buzzfeed. Wie kaum ein anderes Medienunternehmen, hat es Buzzfeed geschafft eine gigantische Reichweite zu entwickeln. Und das Geheimnis hinter diesem Erfolg ist Buzzfeeds Anstrengung genau diese Fragen zu beantworten.
Rockt die Woche! 🎉
Johannes

Wie verteilen sich Inhalte in Sozialen Medien?
Zwar ist dieser Blogpost auf Buzzfeeds Techblog schon über eine Woche alt, aber trotzdem noch wichtig. Im Detail geht Dao Nguyen, Publisher bei Buzzfeed, auf die Metriken ein, die Buzzfeed über zu den eigenen Inhalte erfasst und wie diese verwendet werden. Unique Views sind laut Buzzfeed im übrigen tot.
“Metrics should reflect what a company cares about, and so each media company has to choose its own data points that matter”
 
Hinter der Software “Pound” steckt ein System, dass die Verbreitung von Buzzfeeds Inhalten über die verschiedenen Netzwerke hinweg verfolgt. Das Ergebnis ist, dass Buzzfeed im Detail nachvollziehen kann, wie sich ein Link über die verschiedenen Netzwerke hinweg bewegt, wie Influencer Einfluss nehmen und erzeugt nebenbei ein paar hübsche Datenvisualisierungen. Im Gegenzug kann Buzzfeed die eigenen Inhalte optimieren und gezielter ausspielen mit minimalsten Streuverlusten. Eine der Erkenntnisse: Sponsored Content verbreitet sich genauso wie redaktionelle Inhalte. (tweet)
Es ist ein großer Fehler Buzzfeed nur auf Listicles, Gifs und Katzenvideos zu reduzieren und die innovative Maschinerie hinter dem Erfolg des Medienkonzerns zu sehen. Langfristig im social Web zu überleben heißt von Buzzfeed zu lernen.
*Hust* Buzzfeed hat trotzdem einen wöchentlichen Katzen-Newsletter *Hust*
 
Reuters hat eine Studie veröffentlicht, die im Detail beschreibt, wie verschiedene Medienunternehmen Audience Metrics erfassen und entwickeln. Etwas lange, aber lesenswert und bietet eine gute Perspektive auf Redaktionen jenseits von Buzzfeed. Die große Erkenntnis: Der Journalismus muss hier noch einiges nachholen. (tweet)
 
Weiteres & Kram
Johannes Klingebiel
Ein wöchentliches Zine rund um Technologie, Internet, Publishing und Merkwürdiges.
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