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Authentische Photos und KI-geschriebenes 🤷🏻‍♂️

Johannes Klingebiel
Ich mach es kurz: Ein Gedanke zu Be Real, ein paar mehr über Autor:innen x Machine Learning und die übliche Ladung an Merkwürdigem und Anderem.
(Btw, ich brauche dringend eine KI für Einleitungen. Die sind mit das schwerste an diesen Newslettern.)
Rock die Woche,
Johannes

Test, Test, 1, 2, 3, …
Test, Test, 1, 2, 3, …
Be Real
Vielleicht ist es das Sommerloch, vielleicht auch einfach mal wieder an der Zeit, aber es gibt eine neue Hype-App (yay?).
Be Real ist ein Foto-Netzwerk bei dem die App alle Nutzer:innen einmal pro Tag auffordert, ein Bild zu schießen — über beide Kameras gleichzeitig. Oder “authentisch”, wie so ziemlich jeder Artikel diese App beschreibt, bzw. jedes so ziemlich neues soziale Netzwerk beschrieben wird.
Ist die App damit ein Instagram-Konkurrent (wie in mindestens ebenso vielen Artikeln geschrieben wird)? Ich bin da eher bei Ryan Broderick: Weniger Instagram, als Wordle.
Ryan Broderick
Been sitting on a take I’m ready to take out for a spin: BeReal is not an Instagram competitor. It’s actually part of the same trend as Wordle. The simultaneous push alert and time limit to post offers a brief shared online experience among a very fractured social web. https://t.co/TGfrNvwp4O
Das Schreiben, ein automatisierter Zwischenstand
Ich habe eine kleine Obsession mit Tools, die das Schreiben verändern. Darunter fallen natürlich auch Machine Learning Werkzeuge wie Sudowrite oder Jasper.ai.
The Verge hat letzte Woche in einem sexy gestalteten Text die Arbeit zweier Autor:innen mit diesen Tools portraitiert. Ein paar Beobachtungen zum Stand der Technologien:
1. Machine Learning können das Schreiben beschleunigen. Eine Autorin konnte ihren hart getakteten Prozess für selbstveröffentlichte Kindle-Bücher von 49 Tagen um knapp 11 Tage verkürzen. Der Trick: den Modellen eine Struktur vorgeben und diese die Details ausfüllen lassen.
“My time is better spent on the important aspects of the mystery and the story than sitting there for 10 minutes trying to come up with the description of [a hospital] lobby.”
2. Die Modelle sind nicht perfekt. Die Autor:innen beschreiben, dass die Arbeit mit Machine Learning Modellen vor allem bedeutet, um die Limitierungen dieser herum zu arbeiten. Die Texte brauchen inhaltliche Korrekturen und je länger der Text, desto unsinniger wird das Ergebnis.
3. Die Zusammenarbeit muss verhandelt werden. Verlässt man sich zu stark auf Machine Learning, leidet der kreative Prozess, aber sie können gleichzeitig viel mentale Arbeit abnehmen:
“There’s something different about working with the AI and editing those words, and then coming up with my own and then editing it, that’s much easier. It’s less emotionally taxing. It’s less tiresome; it’s less fatiguing. I need to pay attention much less closely. I don’t get as deeply into the writing as I did before, and yet, I found a balance where I still feel very connected to the story, and I still feel it’s wholly mine.”
Im Text erwähnt, aber nicht verlinkt, werden zudem die ethischen Richtlinien für den Einsatz von Machine Learning der britischen “Allianz of Independent Authors”, die eine großartige Grundlage für den Einsatz dieser Werkzeuge bilden.
Merkwürdiges & Anderes
Kriegsanleihen 2.0— Kriege sind teuer, entsprechend ist es wenig überraschend, dass sich ihre Finanzierung an die digitale Gegenwart anpasst. Da wären Russland und die Ukraine, die auf Crowdfunding zurückgreifen (bspw.: gegen Texte auf Artillerie-Garanten) oder Rebellen in Myanmar, die ein thematisches Smartphone Spiel verkaufen.
+ Eine SciFi Kurzgeschichte von 2018 über Soldat:innen als Influencer:innen
Logic Magazine— Nach etwa sechs Jahren, 16 Ausgaben und sechs Büchern übernehmen Xiaowei Wang und Khadijah Abdurahman das Ruder beim Logic Magazine: “This will mark the beginning of the first queer Black and Asian tech magazine.” 🔥 (Ein Abo ist wärmstens empfohlen.)
Tommy Mason
As a designer, I don't start with 'Why?' but with 'What?'. Usually followed closely with 'the fuck?'
Dino Kužnik
So Instagram hates photographers now?
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Johannes Klingebiel
Johannes Klingebiel @Klingebeil

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