Augmented Reality Köttbullar 🔥

Hej hej,Ich verwende diese Woche ausnahmsweise das Wort “disruptet” mangels einem besseren deutschen
Augmented Reality Köttbullar 🔥
By Johannes Klingebiel • Issue #67
Hej hej,
Ich verwende diese Woche ausnahmsweise das Wort “disruptet” mangels einem besseren deutschen Wort. Es wird hoffentlich nie wieder vorkommen. 😉
Rock die Woche,
Johannes

IKEA entwickelt sich langsam aber sicher zu einer Tech-Firma. In Amerika verkauft das Unternehmen seit neuestem Solar-Anlagen samt Hausbatterie, das eigene IOT-Glühbirnen-Kit ist bereits länger weltweit verfügbar und es gibt Prototypen für App-gesteuerte Pflanzentöpfe. Der hauseigene Startup-Incubator ist dieses Jahr ebenfalls gestartet.
+ IKEAs Konzeptstudio Space10 arbeitet in Kopenhagen an Ideen und Technologien, die den Konzern in den nächsten Jahren disrupten könnten. Und Dinge, wie den Köttbullar der Zukunft. (Die Webseite dürfte spannend für jeden sein, der sich für Wohnen und Leben in der Zukunft interessiert)
+ Ein netter Party-Fakt: Bereits 2014 bestanden etwa 75% des IKEA-Katalogs aus gerenderten Bildern. Eine Zahl die sich seitdem vermutlich erhöht hat. Fotorealistische 3D-Modelle der eigenen Produkte werden aber später dieses Jahr noch relevant werden, denn:
+ IKEA ist Launch-Partner von Apples ARKit. Das ganze könnte in etwa funktionieren wie diese ARKit-Demo des Entwicklers Asher Vollmer. Aber zusammengefasst könnte ich in Zukunft meine Wohnung komplett am iPhone oder Smartphone einrichten, den Plan an IKEA schicken, bezahlen und anschließend von IKEA-Mitarbeitern auf den Zentimeter genau einrichten lassen. Cool?
Womit wir bei dem zweiten Thema diese Woche wären: AR. Genauer Apples ARKit, welches im Herbst zusammen mit den neuen iPhones vorgestellt werden wird. 
AR ist letztendlich frei von dem Problem, das VR plagt: Soziale Interaktion. Während diese in virtuellen Realitäten derzeit noch teuer zu replizieren sind, stellt sich für AR diese Frage erst gar nicht. Denn AR ist bereits sozial, wenn ich meinem Nachbarn den Bildschirm meines Smartphones zeige.
Dazu kommen die geringen Einstiegskosten für AR. Während ich für VR einen leistungsstarken Computer, inkl. Brille und anderen Accessoires brauche, benötige ich für AR nur ein Smartphone. Oder im Falle von Apples ARKit ein iPhone vom iPhone SE aufwärts. 
Und während VR als Unterhaltungsmedium von Inhalten getrieben sein wird, kann AR deutlich breitere Funktionen erfüllen (siehe die Notizen zu Ikea). Jerry Neumann argumentierte aus diesen Gründen bereits letztes Jahr, dass VR sehr wahrscheinlich von großen Unternehmen (Disney, EA, etc.) getrieben werden wird, während AR fruchtbarer Boden für Startups ist. Und bereits jetzt explodiert das Internet mit kreativen AR Projekten.
Oder auch: AR und VR gleichzusetzen ist ein schlechter Vergleich. VR entspricht mehr einem klassischen Medium, während AR ein viel breiteres Spektrum an Werkzeugen und Darstellungsweisen umfasst die sich fließend in die Realität einbetten können.
+ Ein abschließender Gedanke, der relevant für die Gerüchte rund um Apples AR-Brille ist. Inwiefern wird AR unsere Realität beeinflussen? Bedeutet das nicht letztendlich eine neue Form der Filterblase um uns herum?
Merkwürdiges & Anderes
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Johannes Klingebiel
Ein unregelmäßiges Zine rund um Technologie, Internet, Publishing und Merkwürdiges.
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