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A Weird Summer (und ein wenig Netflix) 😎

A Weird Summer (und ein wenig Netflix) 😎
Von Johannes Klingebiel • Ausgabe #138 • Im Browser ansehen
Ich habe die letzten drei Monate an einem Druckprojekt für meine sommerliche Newsletterpause gearbeitet: A Weird Summer, ein fast-post-pandemisches Zine. Gleich dazu mehr! ✌🏻
Heute außerdem: Netflix-Merch und das übliche an Links und Dingen aus dem Internet.
Rockt die Woche,
Johannes

Irgendwo zwischen Monocle und der New York Times.
Irgendwo zwischen Monocle und der New York Times.
A Weird Summer ist mein zweites Print-Projekt dieses Jahr und das erste, das sich mehr wie ein Magazin anfühlt. Es ist im Grunde dieser Newsletter, aber als Print-Format. Und ich bin ein wenig stolz auf das Ergebnis.
Das Zine erscheint auf Englisch und hat einfach alles: Interviews mit klugen Menschen über die Zukunft, AR und Podcasts, Lektionen aus der Pandemie, die besten Croissants in München, Nachrichten aus der Zukunft, Leseempfehlungen, Kanelbullar, eine Sci-Fi Kurzgeschichte und noch vieles mehr.
Es ist eine weirde Mischung, denn seien wir ehrlich: dieser Sommer ist weird.
A Weird Summer erscheint Anfang Juli in einer limitierten Auflage von 300 Exemplaren und kann jetzt, direkt und sofort bestellt werden. 🎉
Merch, Merch, Merch— Netflix hat jetzt einen eigenen Merchandise Store mit einer eher risikoarmen Strategie. Sprich: Streetwear, Designer Kollaboration und Collectibles rund um Serien wie “Lupin”, “Eden”, “Yasuke” und später auch “Stranger Things” und “Money Heist”.
Der Schritt wurde von einigen Seiten als wichtige strategische Entscheidung gelobt. Netflix baut damit im Grunde mehr und mehr seine eigene Marke über Streaming hinaus aus.
Ich finde das Angebot aber langweilig und berechenbar. Kaum vergleichbar mit beispielsweise dem Shop des Studios A24, welches Zines, aufbereitete Drehbücher oder sogar Rollenspiele zu den eigenen Filmen anbietet. Wo bleibt die Kreativität, Netflix?
+ That said… vor allem limitiertes Merchandise verkauft sich noch immer extrem gut. Gerade Sneaker sind ja längst ein spekulatives Investment-Vehikel. (Und dann wären da ja noch Influencer Food-Drops via Lieferdienst)
Übrig bleiben eigentlich nur zwei Fragen: Wann eröffnet Netflix seinen ersten Vergnügungspark? Und wann gibt es die erste limitierte Designer-Kollektion einer Zeitung? (Bis dahin als Inspiration: die Merch-Shops von Buzzfeed, Bon Appétit und der NYT sind ziemlich gut)
+ Außerdem scheint Netflix Ambitionen im Bereich Gaming zu haben. 👀
Merkwürdiges & Anderes
Post-human-centered — User-centered Design ist oft problematisch, weil es zu Gunsten seines “Users” gerne größere Zusammenhänge ignoriert und so Schäden anrichtet. Cennyd Bowls fasst die ganze Diskussion hier gut zusammen.
Build an app to help landlords turn city apartments into short-term vacation rentals? Your two primary user groups — property owners and visiting tourists — will be thrilled, but you’re making neighbourhoods worse.
(Er kritisiert auch die Idee des Designer als neutralen bzw. objektiven Akteur — eine schöne Parallele zu ähnlichen Diskussionen im Journalismus.)
Mollie Goodfellow
men would literally rather shoot themselves out of the Earth’s atmosphere then try and solve some of the world’s ills with their billions of dollars
Julia Kloiber
Ich wünsche es mir nicht, aber ich fürchte, dass der Frauenhass, den wir im Wahlkampf erleben, dazu führen wird, dass kaum Frauen, queere Menschen u. a. auch nur einen Gedanken daran verschwenden werden, in die Politik zu gehen. Dabei brauchen wir sie dringender denn je.
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Johannes Klingebiel

Ein unregelmäßiges Zine rund um Technologie, Internet, Publishing und Merkwürdiges von Johannes Klingebiel.

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