#47 – The 2017 Hype Issue 🔮

Diese Ausgabe wird die letzte fĂĽr dieses Jahr sein. Deshalb dachte ich, es ist eine gute Gelegenheit
#47 – The 2017 Hype Issue 🔮
By Johannes Klingebiel • Issue #47
Diese Ausgabe wird die letzte für dieses Jahr sein. Deshalb dachte ich, es ist eine gute Gelegenheit schon mal einen klitzeklitzekleinen Ausblick für die spannenderen Hypethemen in 2017 zu schreiben und meine begrenzten Illustrator-Fähigkeiten auf euch loszulassen. Der Nachteil: Diese E-Mail ist etwas länger geworden. Ich bin aber am 9. Januar wieder mit dem normalen Newsletter am Start.
Rockt die Woche und auch die nächsten beiden + Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!
Johannes

P.S.: Für Flüchtlingsdebatten am Weihnachtstisch gibt es jetzt einen Chatbot mit Argumentationshilfen ❤️

Hier ist das große Problem mit Trendberichten oder anderen Versuchen die Zukunft von Technologien vorherzusagen: Sie sind in vielerlei Hinsicht selbsterfüllende Prophezeiungen, weil sich viele Akteure nach diesen ausrichten. Je einflussreicher der Vorhersagende, desto wahrscheinlicher die Vorhersage selbst. 
Moores Law beispielsweise war nur deswegen korrekt, weil sich die Industrie an diesem Gesetz orientierte und Produktzyklen entsprechend plante, aus Angst als technologisch rückschrittlich gesehen zu werden.
Trotz allem wĂĽrde ich den Tech Trend Report 2017 von Amy Webb einmal empfehlen. Nicht nur, weil er einer der ausfĂĽhrlichsten ist, sondern auch weil Webb bisher groĂźes FeingefĂĽhl fĂĽr Tech-Trends unter dem Radar bewiesen hat.
(Fun Fact: Eine Anfrage über Google Assistant benötigt das 100-fache an Rechenleistung einer Google Suche)
+ Ein etwas längeres Interview mit dem VP von Alexa. Amazon scheint auch ein eigenes Ökosystem rund um Echo und Dot aufbauen zu wollen.
+ Google hat es in den letzten Wochen Entwicklern nicht nur ermöglicht Apps für seinen Assistenten zu entwickeln, sondern auch seine eigene IoT-Plattform veröffentlicht. Und auch Microsoft macht erste Schritte in Richtung IoT, während Amazon Hotelzimmer ausstattet
+ Wo bleiben die Medien dabei? Tja, willkommen zu Voice-enabled Media. Der groĂźe Unterschied: Es wird (vorerst?) keine Push-Benachrichtigungen geben, Nutzer mĂĽssen gezielt nach den Informationen eines Publishers fragen, was zu einer interessanten Herausforderungen fĂĽhren dĂĽrfte. So sieht das Beispielsweise fĂĽr Product Hunt aus.
+ Einen Überblick zu behalten bezüglich künstlicher Intelligenz und Machine Learning ist langsam etwas schwierig. Sam DeBrule hat deswegen eine Liste veröffentlicht, die alle wichtigen Autoritäten, Startups, Events und Publikationen sammelt.
2017: Florierende Sprachassistenten-Ökosysteme oder der schnelle Tod derselben. Die zweite Welle an IoT-Geräten hat dieses Mal einen Sprachassistenten als Kern. (Und evtl. wird Apple Siri auch ins Wohnzimmer ziehen, es sieht aber schlecht aus)
Die Lektion, die Snapchat diese Jahr lernen musste, ist, dass Startups oft die ersten sind, die disrupted werden. Insbesondere dann, wenn Facebook sich entscheidet so ziemlich jedes Feature der App für die eigenen Plattformen zu kopieren. Eine Strategie, die sich aber zumindest für Instagram ausgezahlt hat. Das Netzwerk hat seine Nutzerzahlen dieses Jahr um fast 200 Millionen Menschen vergrößert.
+ Die bisher schamloseste Kopie dürfte das letzte Update des Facebook-Messengers sein, das die App selbst in eine beeindruckende Kopie von Snapchat verwandelt (Screenshot). Die große Frage ist also: Wie geht es weiter mit Snapchat?
+ Spectacles waren eine der spannendsten neuen Produkte dieses Jahr, aber werden sie länger relevant sein als ein paar Monate? Der erste Hype ist längst abgeflaut und auch sonst gibt es berechtigte Kritik an Snapchats Strategie: Sie ist kurzsichtig. Aber zumindest kann man sich in seine Brille jetzt auch geschliffene Linsen einsetzen lassen.
+ Aber vielleicht ist es falsch Snapchat als eine reine Social-App zu sehen? AdWeek macht das interessante Argument, dass Snapchat eher ein TV-Disruptor ist, als ein Social-Disruptor. Die schlechten Nachrichten: Facebook scheint auch ähnliches vorzuhaben.
2017: Noch konnte Facebook keine Nutzer von Snapchat zurückgewinnen, aber fliehende Nutzer aufhalten. Snapchat sollte sich also 2017 etwas neues einfallen lassen, sonst bleibt sein letzter USP, nicht Facebook zu sein. (Bessere Inhalte? Vielleicht eine zweite App? Vermutlich aber keine Spectacles 2.0.)
MerkwĂĽrdiges & Anderes
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Johannes Klingebiel
Ein unregelmäßiges Zine rund um Technologie, Internet, Publishing und Merkwürdiges.
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