Selbsthilfe für überengagierte Handy-Nutzer

Revue
 
Einen schönen Montagmorgen allerseits, heutiges Thema: Nicht so oft auf's Handy schauen. Die Leute vo
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Katharina Brunner

December 19 · Issue #5 · View online
Interessiere mich für das Weltgeschehen. Arbeite in der Entwicklungsredaktion der @SZ.

Einen schönen Montagmorgen allerseits,
heutiges Thema: Nicht so oft auf’s Handy schauen. Die Leute von Time Well Spent wollen, so heißt es pathetisch, Technologie und Menschen zusammenbringen.

Vier Vorschläge
1. Notifications aus.
Das meiste Bling-Bling ist unnötig. Und die schlechten Witze im Whats-App-Gruppenchat werden auch nach einer Reifezeit nicht besser. Und manchmal ist da diese Nachricht, die eine schnelle Reaktion braucht. Ups, verpasst.
2. Apps in Ordner verbannen
Nur vier, fünf Apps kommen auf den Home-Screen. Diejenigen, die ich wirklich ständig benutze. Was zu lesen, in verschiedensten Formen. Alles andere kommt auf Seite 2, schön verpackt in Ordner. Funktioniert ganz gut. Digitales Pendent zu: Alles in den Schrank werfen, wenn Besuch kommt.
3. Interne Suche nutzen
Wenn ich eine andere App nutzen will, so Time Well Spent, dann bitte über die interne Suche öffnen. Der Vorteil: Ich muss das aktiv machen. Und nicht weil ich dreimal rumswipe und irgendwann auf Instagram hängen bleibe. Gute Idee! Funktioniert super, ehrlich.

4. Nachts das Handy nicht im Schlafzimmer laden
Testurteil K. Brunner: Nicht möglich, ein Urteil zu bilden. Ich habe sonst keinen Wecker. Die beste aller Ausreden!
Noch noch was zu Facebook
Der Facebook-Newsfeed ist ein Sammelsurium von Dingen, auf die wir irgendwann einmal reagiert haben. Das müssen aber nicht unbedingt die gleichen sein, für die wir uns interessieren: Videos von süßen Katzen, Nachrichten, die zwei Tage alt sind. Werbung, bei denen irgendwelche C-Promis ihre Hüftknochen in die Kameras halten und mir Abnehmtipps versprechen. Kurz: So wirklich relevant ist das Zeug meistens nicht.
Die Journalistin Isabell Prophet hat deshalb einen Brief an ihren Newsfeed geschrieben:
Lieber Newsfeed,
soll ich dich überhaupt Newsfeed nennen? Du kennst mich doch gar nicht richtig. Du denkst, ich interessiere mich für Küchendesign und für meine Freundin Sonja. Aber die Küche ist fertig und Sonja habe ich seit zwölf Jahren nicht mehr gesehen – ich wollte doch neulich nur mal kurz ihre Hochzeitsfotos anschauen. Ich glaube, du denkst, ich hätte ein Baby. Das stimmt aber auch nicht, eine Freundin von mir hat eins und deshalb habe ich während ihrer Schwangerschaft auch ganz viel darüber gelesen.
Den Rest des Briefes:
Isabell Prophet | Facebook ist wie ein alter Freund, der mit Veränderungen nicht klarkommt
Gibt’s Feedback? Einfach auf diese Mail antworten.
Grüße
Katha
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