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Zittau - meine Woche. - Ausgabe #5

Kai Grebasch
Kai Grebasch
Warum gemeinsam kochen und backen und reden in Zittau jetzt ein neues zu Hause hat. Und warum zu Hause nicht da ist wo es glänzt, sondern da, wo das Herz aufgeht.

Coco
In einer Zeit, in der wir gefühlt immer mehr übereinander und immer weniger miteinander reden, kommt so ein Angebot wie gerufen: das Coco Cipollini ist da! Cocowäh? Ja, der Name ist gewöhnungsbedürftig für’s oberlausitzer Gehör. Im Coco - ich lasse das schwierige, ein italienisches Zwiebelchen beschreibende Wort jetzt mal der Einfachheit halber weg - soll es um das gemeinsame Kochen gehen und um das, was in Küchen beim Kochen noch so entsteht, um Atmosphäre und eine freundliche Stimmung, die zum Reden anregt.
Klingt gut und doch auch irgendwie sehr theoretisch, oder? Am letzten Sonntag lief die erste Testrunde am Herd. Vegane Cupcakes sollten entstehen, also kleine Küchlein mit cremig-leckerer Haube und das alles ohne Einsatz tierischer Produkte. Der Nachmittag wurde angeleitet von einem Zittauer Hobbybäcker, was half, schnell eine Verbindung zu den neugierigen und wie sich herausstellte in der veganen Küche noch recht planlosen Teilnehmenden aufzubauen. Langer Rede kurzer Sinn, es hat echt funktioniert. Nach einer kurzen Kennenlernphase war der Raum voll von Fachsimpeleien über Zuckermengen und das Zusammenrühren der Zutaten (“erst die trockenen Zutaten dann die Flüssigkeit dazu”) und nach drei Stunden und mehreren Cupcakes im Bauch und im Beutelchen gingen alle mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause. Das machen wir mal wieder :-)
Toi toi toi für’s Coco! Das ist eine wunderbare Bereicherung für unsere Stadt.
Mojito Cupcakes Cipollini Style
Mojito Cupcakes Cipollini Style
Hammer
Seit einigen Jahren sind Imagefilme immer gleich aufgebaut. Langsame Aufblende, dazu setzt getragene Herr-der-Ringe-Musik ein. Eine Drohne steigt langsam dann schneller vom Boden in den Himmel und zeigt Kirchtürme und Häuser im Sonnenauf-/ bzw. untergang, fliegt dann in wilden Schwüngen in Straßenschluchten umher, dazu beschreibt eine Stimme aus dem Off, wie herrlich, großartig, überraschend vielfältig es in XY-Stadt ist. Alles maximal eine Minute lang. Für Social Media. Die Leute gucken ja nicht mehr so lange zu.
Und jetzt: das Erzgebirge.
Das Regionalmanagement Erzgebirge hat sich was getraut. Einen Film mit einer Geschichte. Fünf Minuten lang und ohne einen einzigen Drohnenflug. Und ohne getragene Musik. Dafür mit einer Geschichte, die ehrlich rüber kommt und auch zum Schmunzeln anregt. Die selbstbewusst ist und doch auch selbstironisch. Ich mag das hier sehr und möchte allen, die hier mitlesen, diesen Film ans Herz legen. Genau so ein Gefühl zu vermitteln, ist die Aufgabe von Standortmarketing. Und die Gefahr, dass so etwas nach hinten los geht, ist riesig (daher traut man sich das so selten). Jetzt genug geredet, hier ist der Film:
Weit Weg von allem: Erzgebirge.
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Kai Grebasch
Kai Grebasch @kaigrebasch

Alles was für mich zum Leben in der Dreiländerregion Oberlausitz zu sagen ist und mehr als 140 Zeichen braucht.

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