Profil anzeigen

👥 Social Media Zielgruppen von Kulturorganisationen

Holger Kurtz
Holger Kurtz
Seit ein paar Monaten sammle ich Werbeanzeigen von Kulturorganisationen auf Facebook. Immer, wenn mir eine Anzeige ausgespielt wird, schaue ich nach, von welcher Zielgruppe ich ein Teil bin.
Organisationen, die eine bezahlte Anzeige auf Facebook/Instagram schalten, können bekanntlich auswählen, wen sie erreichen möchten. Wir haben bereits in einer älteren Ausgabe darüber gesprochen (kostenpflichtiger Bereich).

Einblicke in die Zielgruppen
Verlinkt
Verlinkt
Die 5 Anzeigen stammen von den Münchner Philharmonikern, dem Haus der Kunst München und dem Klassik-Streaming-Dienst Idagio.
Münchner Philharmoniker
Bei den drei verschiedenen Facebook/Instagram Anzeigen der Münchner Philharmoniker stecke ich auch in drei unterschiedlichen Zielgruppen.
Einmal habe ich Interesse am „Dirigieren“ und spreche Deutsch. In der zweiten Anzeige interessiere ich mich wohl für das „London Philharmonic Orchestra“ oder für „Orchester“ im Allgemeinen.
Die dritte Anzeige wird mir ausgespielt, da ich mich für „J.S. Bach oder Ludwig van Beethoven“ interessiere, außerdem Deutsch spreche und meinen Hauptstandort in München habe.
Interessen
Die Philharmoniker arbeiten also mit einer interessenbasierten Zielgruppendefinition, die mit demografischen Angaben (Ort + Alter + Sprache) weiter eingeschränkt werden und erreichen daher Menschen, die vlt. die Philharmoniker noch nicht kennen, aber vielleicht Interesse haben könnten. Eine sogenannte „kalte Zielgruppe“.
Ich würde an dieser Stelle empfehlen, die Zielgruppe noch enger mit der Bildauswahl zu koppeln. Im ersten Beispiel wird bereits den Dirigier-Interessenten ein Bild eines Dirigenten ausgespielt. In der Anzeige für Bach/Beethoven Fans wird jedoch ein Bild vom Orchester gezeigt.
Man sollte der Zielgruppe SEHR deutlich machen, dass man ein Angebot hat, dass Ihnen gefällt. Sie betrachten die Anzeigen nämlich nur einen kurzen Augenblick.
Das funktioniert jedoch auch über den verwendeten Text (den ich hier nicht betrachte).
Idagio und das Haus der Kunst
Diese beiden Marken setzen kein interessenbasiertes Targeting ein, sondern ein verhaltensorientiertes. „Personen, die mit der Facebook Seite interagiert haben“ werden angesprochen.
Also jeder, der geklickt, gelikt oder sonst wie in Interaktion mit der Facebook/Instagram Seite kam.
Damit werden vor allem Menschen erreicht, die bereits Kontakt zu den beiden Marken hatten. Also eine “warme” Zielgruppe, der man nicht mehr erklären muss, wer man eigentlich ist.
Facebook doesn't give a s***
Werbeanzeigen verfolgen immer ein im Werbeanzeigemanager ausgewähltes Ziel, für das sie auch optimiert werden: Klicks auf den Link, Likes des Beitrages oder den Kauf über einen Web-Shop sind mögliche Ziele.
Facebook / Instagram optimiert die Ausspielung der Anzeigen daher auch „auf eigene Faust“ und je nach Einstellung der Anzeige auch unabhängig von deiner Zielgruppendefinition. Daher Vorsicht: wer auf „Likes“ optimiert, erhält auch nur das. Likes – keine Käufe.
Blackbox
Da Facebook seit Jahren besser darin wird, die richtige Zielgruppe zu kennen als die Werbenden selbst, kann man auch gute Ergebnisse erzielen, wenn man überhaupt keine Zielgruppe definiert, ABER mithilfe des Facebook Pixels den gesamten Kaufvorgang trackt.
Dann optimiert Facebook die Ausspielung (auch Bild/Text) iterativ selbst – ohne clevere Zielgruppendefinitionen (“Broad Audiences”).
Mehr erfahren
2022 kommen einige neue Bereiche in meiner Weiterbildung hinzu. So auch ein Deep-Dive zum Thema “Social Ads”, also Werbeanzeigen auf den sozialen Netzwerken.
Jetzt anmelden und 2022 das eigene Online-Marketing auf’s nächste Level heben:
Deep-Dive ins digitale Kulturmarketing → Holger Kurtz
Don’t miss out on the other issues by Holger Kurtz
Hat Dir diese Ausgabe gefallen? Ja Nein
Holger Kurtz
Holger Kurtz @holgerkurtz

🖼 🎻🎭 Kunstinstitutionen konkurrieren um die freie Zeit ihrer Zielgruppe. Aber auch große Unternehmen wie Netflix und Amazon Prime wollen ein Stück von diesem Kuchen abhaben.

Wie können Theater, Orchester, Museen und Du mithalten?

Für digitales Kulturmarketing braucht man keine großen Budgets, sondern ein cleveres Set-up und eine datengetriebene Denkweise.

Ich zeige euch, wie ihr das erreichen könnt. 1x pro Woche.

You can manage your subscription hier
Zum Abbestellen hier klicken.
Wenn Dir dieser Newsletter weitergeleitet wurde und er Dir gefällt, kannst Du ihn hier abonnieren.
Created with Revue by Twitter.
Arndtstraße 5, 80469 München