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📦 Learnings von Amazon für die Kultur?

Holger Kurtz
Holger Kurtz
Im August erreichte mich ein Anruf, der mich die letzten 3 Monate beschäftigt hat.
Als ich ran ging, fragte eine Personalvermittlung, ob ich Interesse an einem Freelancer Auftrag für Amazon hätte.
Der Auftrag
Es ginge darum, Unternehmen zu beraten, die auf amazon.de Werbung schalten möchten. Wer ein Budget über 35.000 EUR investiert, bekommt diesen “Managed-Service” von Amazon angeboten.
“Amazon’s ad business alone is worth nearly 2.5x the combined revenue of Snap, Twitter, Roku, and Pinterest.” (aus thehustle Newsletter)
Ein Bewerbungsgespräch später wurde ich gebucht und war Teil des weltweiten Teams von Amazon Ads. Aufregend!
Heute, drei Monate später, möchte ich ein paar Learnings mit euch teilen. [Um keine Interna auszuplaudern, muss ich etwas “wage” formulieren, ich hoffe ihr verzeiht es mir.]

Well-done-Kultur
Gerade in digitalen Teams fällt das Kollegiale schwerer.
Wenn jemand etwas besonders gut gemacht hat, kann man es aber z. B. in Slack verkünden. Man freut mich gleich mit, wenn die Kollegin Erfolge feiert. Und als Beglückwünschter hat man das Gefühl, dass die eigene Leistung gesehen wird.
Learning
Loben kostet exakt 0 EUR. Loben ist nicht nur die Aufgabe des/der Vorgesetzten: Wenn eure Kolleg*innen etwas toll machen, verkündet die frohe Kunde via Slack oder E-Mail!
Methode statt Budget
Die Konzepte, Ideen und Methoden hinter einer erfolgreichen Kampagne hängen nicht vom Budget ab.
Es gibt keine magische Fähigkeit, die Werbetreibende mit einem (sehr) hohen Budget aus dem Ärmel schütteln.
Es sind die gleichen Prinzipien wie bei einer 100 EUR Kampagne. Nur eben mit einem größeren Output.
Learning
Lernt wie digitales Marketing funktioniert. Das Wissen ist mehr wert als ein höheres Budget.
Wissen teilen, Witze teilen
Ich habe keine*n einzige*n meiner Kolleg*Innen je in Echt gesehen. Auch die anderen Freelancer waren nur rein digital aus allen Ecken der Welt zugeschaltet.
Dennoch habe ich mich täglich auf den Austausch gefreut, denn via Slack, Audiocalls und Videocalls war es leicht möglich, zu menscheln. Die Zeit muss man sich nehmen, sonst fühlt man sich unwohl. Aber das ist physisch im Büro genauso.
Man traut sich keine dummen Fragen zu stellen, wenn man nicht das Gefühl hat, unter Kollegen zu sein. Also nehmt euch die Zeit für Smalltalk, Witze und GIFs.
Learning
Als Wissensarbeiter (nach Peter Drucker) werdet ihr für euren Impact, für euer Wissen wertgeschätzt.
Fragen stellen ist Teil jedes Wissens-Berufes, Fragen der anderer beantworten auch.
Wissen ist nur dann von Wert, wenn es geteilt wird. Ob in einer kurzen Präsentation vor Kolleg*Innen oder in einem Wiki, egal. Hauptsache explizit und ohne “DAS SOLLTEST DU DOCH SCHON LANGE WISSEN” Attitüde.
Management-by-System
Es gibt bekanntlich viele Managementmethoden.
Management-by-Objectives z. B. heißt, man bespricht mit seinem Team nur die Ziele (wir brauchen 5 % mehr Besucher*Innen im nächsten Jahr, haben aber auch 10 % mehr Budget) und überlässt alles Weitere dem Team.
Oder Management-by-Delegation: Dabei werden alle delegierbaren Aufgaben wirklich delegiert, damit man sich nur um das kümmert, was man nur selbst entscheiden kann.
Management-by-System wiederum beschreibt die Idee, dass man Systeme (oft durch Software) designt, sodass die Anreize, Aufgaben und Resultate „automatisch“ eingehen.
Zum Beispiel, in dem man ein Trello Board erstellt, dass detailliert die Aufgaben als Blaupause enthält, sodass neue Mitarbeiter:innen keine persönliche Einarbeitung benötigen, sondern direkt Wissen finden und Workflows erkennen.
Der Vorteil dabei ist vor allem, dass man das System als „lernendes System“ ständig verbessern kann und die Aufgaben standardisiert werden. Damit werden sie auch leichter digitalisierbar und dann letztlich automatisiert.
Gut für die Effizienz und auch gut für den/die Mitarbeiter:in, die sich dann spannenderen Aufgaben widmen kann (z. B. Kundenkontakt).
Sonst so
  • Selbst bei einem IT-Giganten findet man Gleichgesinnte, die sich für Kunst & Kultur interessieren.
  • Wenn man Holger heißt, reden die Leute direkt deutsch mit einem
Profitiere von meinem (neuen) Wissen
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Holger Kurtz
Holger Kurtz @holgerkurtz

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Für digitales Kulturmarketing braucht man keine großen Budgets, sondern ein cleveres Set-up und eine datengetriebene Denkweise.

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