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💄 Geld verschwenden 101: Google Ads Kosmetik

Holger Kurtz
Holger Kurtz
Online-Marketing kann tricky sein, aber manchmal auch ganz einfach. Ein Museum in München wasted (Stand September) zum Beispiel gerade einige Euros durch sinnlose Anzeigen auf Google (Google Ads).

Google Ads 101: Warum?
Man kann bei Google Anzeigen in den Suchergebnissen schalten. Dafür muss man nur angeben, zu welchen Suchbegriffen man werben möchte.
Das ist der schnellste Weg, um für diese Suchen oben bei Google zu ranken und wertvolle User auf die eigene Webseite zu geleiten. Der kostenlose, aber langsamere Weg wäre SEO.
Google Ads 101: Kosten?
Suchbegriffe, die häufig gesucht werden und für die es viele Wettbewerber gibt, werden ziemlich teuer. > 10 EURO kann ein KLICK auf eine Ad zum Suchbegriff „Lebensversicherung“ kosten.
Man zahlt aber nur für Klicks, nicht dafür, dass die Ad ausgespielt wird. Daher sollte man möglichst nur dann eine Anzeige schalten, wenn man sicher ist, dass es einen Einfluss auf die Besuchsentscheidung nimmt.
Rechenbeispiel (fiktive Zahlen):
Kampagne 1: „Museum München“
  • 300 €
  • 200 Klicks
  • –> 1,5 EUR pro Klick
Kampagne 2: „Ausstellung heute“
  • 300 €
  • 140 Klicks
  • –> 2,1 EUR pro Klick
GESAMT:
  • 600 €
  • 340 Klicks
  • –> 1,8 EUR pro Klick
Google Ads 101: Kosmetik
Stellen wir uns vor, wir wären eine dubiose Google Ads Agentur
Wir schalten Google Ads, aber die Erfolgskennzahlen schauen nicht so rosig aus. Wir zahlen zu viel für Klicks und die Webseitenbesucher konvertieren auch nicht (Newsletter, Digitale Angebote etc.).
Jetzt sind wir mal ganz clever: Welche Google Ad wird denn auf jeden Fall sehr gut laufen? Also wenig Konkurrenz, hohe Relevanz und keine Konkurrenz aufweisen?
Natürlich die folgende:
Wenn jemand den Namen unserer Institution eingibt! Derjenige/diejenige will zu 99 % sowieso auf unsere Webseite und hat sich vielleicht verklickt, oder wusste nicht mehr ob .de oder .org oder so.
Eine kurze Analyse zeigt auch, dass sonst kein Wettbewerber auf unseren Namen wirbt. Zum Beispiel ein anderes Museum, dass Museumsfans abwerben möchte. Sollte also günstig sein.
Wir schalten nun die Anzeige und sind auf Platz 1. (Und auch unbezahlt auf Platz 1 in den organischen Suchergebnissen.)
🎉 Ziel erreicht: Durch die SUPER laufende Brand Kampagne (> 70 % Klickrate und nur 0,13 EUR pro Klick) erreichen wir (scheinbar) ganz viele Leute.
Wir lassen uns feiern, denn in der Webanalyse sieht man nun, dass GANZ VIELE Besucher:innen über UNSERE Google Ads auf die Webseite kommen. DAS MUSS MAN WEITER AUSBAUEN!!!! MEHR BUDGET!!!!!
Und nicer Nebeneffekt: Betrachtet man nicht die einzelnen Kampagne-kosten, sondern die gesamten Google Ads Kosten, haben sich die Erfolgskennziffern generell auch verbessert. Durch die vielen Klicks und die nur geringen Zusatzkosten sehen alle Zahlen besser aus. Gratulation.
Neues Rechenbeispiel mit 💄 Kosmetik
Kampagne 1: „Museum München“
  • 300 €
  • 200 Klicks
  • –> 1,5 EUR pro Klick
Kampagne 2: „Ausstellung heute“
  • 300 €
  • 140 Klicks
  • –> 2,1 EUR pro Klick
Kampagne 3: “Eigener Museumsname”
  • 100 €
  • 800 Klicks
  • –> 0,13 EUR pro Klick
GESAMT
  • 700 €
  • 1140 Klicks
  • –> 0,60 EUR pro Klick
Been there, done that.
Ich hab den Fehler auch mal gemacht. Übernimmt man ein solches Google Ads Konto, ist die Entscheidung, eine der scheinbar erfolgreichsten Kampagnen einfach zu stoppen (oder einzuschränken), nicht leicht. Man befürchtet, dass die ganzen User einfach wegfallen! 🤯
Alle Zahlen gehen dann nach unten, aber – und jetzt kommt ein wichtiger Begriff – es zählt letztlich nur der INKREMENTELLE Output. Also der Output, der nicht zustande gekommen wäre ohne die Werbeanzeige. Deren Anteil am Gesamtoutput lässt sich messen.
Mehr dazu demnächst in der Premium-Version dieses Newsletters.
Deep-Dive ins digitale Kulturmarketing → Holger Kurtz
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Holger Kurtz
Holger Kurtz @holgerkurtz

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