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DJV Update - Ukraine-Krieg, Zukunftswerkstatt & Spendenaktion

Revue
 
 
23. März · Ausgabe #29 · Im Browser ansehen
DJV Update
Liebe Kollegin, lieber Kollege,
mittlerweile ist der russische Überfall auf die Ukraine und der damit gestartete völkerrechtswidrige Angriffskrieg schon fast einen Monat alt. Die Lage wird immer verheerender, vor allem die Zivilbevölkerung leidet. Und die freie Berichterstattung ist mittlerweile nahezu unmöglich - zum einen, weil Russland die Pressefreiheit massiv einschränkt und selbst soziale Medien wie Facebook oder Instagram verboten hat. Zum anderen ist die Arbeit vor Ort inzwischen in der Regel lebensgefährlich. Um so wichtiger ist es, dass es mutige und couragierte Journalist*innen gibt, die ihren Teil dazu beitragen, bei der Berichterstattung von diesem und über diesen Krieg mitten in Europa, der Wahrheit eine Chance zu geben. Um die Welt ging die mutige Aktion der russischen Fernsehredakteurin Marina Owsjannikowa, die mit einem selbstgemalten Schild in den Abendnachrichten gegen Putins Vorgehen in der Ukraine protestierte - live. Der Protest dauerte nur ein paar Sekunden - und vorerst wurde die Journalistin zu einer Geldstrafe von rund 250 Euro verurteilt. Rund um die Welt gab es daraufhin unzählige Angebote, die Strafe symbolisch zu übernehmen - auch von einem unserer Mitglieder.
Nicht im Fernsehstudio, sondern direkt vor Ort - unter anderem in der ukrainischen Hauptstadt Kyiv - war der Leipziger Fernseh-Reporter Arndt Ginzel. Er war unter anderem in heute und dem heute journal mit Live-Schalten und Beiträgen präsent und dokumentierte auch für das Magazin Frontal Kriegsverbrechen der russischen Armee. Im Medienmagazin von radioeins erzählt unser Mitglied Ginzel von dem Einsatz - und spricht auch darüber, warum es oft freie Journalisten sind, die aus den Brennpunkten berichten.
Aufruf: An der Zukunft des DJV mitarbeiten
Das Journalistenzentrum in Herne. Foto: JZH
Das Journalistenzentrum in Herne. Foto: JZH
“Nichts ist so beständig wie der Wandel” - diese Binsenweisheit macht natürlich auch vor dem Deutschen Journalisten-Verband nicht halt. Um sich den Herausforderungen, die der gesellschaftliche und mediale Wandel auf nahezu allen Ebenen mit sich bringt, erfolgreich stellen zu können, bedarf es auch des inneren Wandels. Genau an dieser Stelle setzt die Zukunftswerkstatt des DJV an. Vom 13. bis zum 15. Mai 2022 soll im Journalistenzentrum Herne ein Zukunftsbild für den DJV entwickelt werden. Zu diesem Zukunftsbild sollen alle Teilnehmenden beitragen - durch einen intensiven Austausch in wechselnden Gruppierungen, auf Augenhöhe. Ziel sind konkrete Anträge für den nächsten Bundesverbandstag im November 2022. Jeder Landesverband kann bis zu drei Mitglieder entsenden, die Lust haben, an der Gestaltung des DJV der Zukunft mitzuarbeiten.  Gefragt sind vor allem Kolleg*innen, die sich nicht schon ohnehin im Verband engagieren, aber Wünsche, Ideen und Visionen mitbringen - genau SIE also! Wer mitmischen möchte, schreibt am besten bis Sonntag, 27. März, eine Mail an service@djv-sachsen.de.
Presserat: Weniger Beschwerden, mehr Rügen
Im vergangenen Jahr sind die Beschwerden beim Deutschen Presserat zurückgegangen, blieben aber auf einem hohen Niveau: 2.556 Beschwerden erreichten 2021 die freiwillige Selbstkontrolle der Presse, deutlich weniger als im Rekordjahr 2020 mit 4.085 Beschwerden. Die Zahl der Rügen stieg 2021 weiter: 60-mal rügte der Presserat schwere Verstöße gegen den Pressekodex, im Jahr zuvor waren es noch 53 Rügen. Die meisten betrafen den Persönlichkeits- und Opferschutz sowie Schleichwerbung. Die meisten Rügen sackte BILD mit 26 ein. Weitere Informationen und der Jahresbericht des Presserats finden sich hier.
Seminartipp: Resilienz und agile Zusammenarbeit
Nicht erst der nahe Krieg in der Ukraine trägt dazu bei, dass der an sich schöne Beruf als Journalist*in in jeder Beziehung anstrengender wird: Ständig wachsende Belastungen, Zeit- und Erfolgsdruck und komplexere, oft auch digitale Arbeitsbedingungen führen immer häufiger zur totalen Überforderung. Gerade Medienschaffende, die sich oft in unterschiedlichsten herausfordernden Situationen befinden, kommen kaum noch raus aus dem Autopilot-Modus der ständigen Erreichbarkeit und des permanenten Funktionierens. Umso wichtiger ist es, in diesen Zeiten, in denen auch Anfeindungen und Kritik immer lauter werden, gut vorbereitet zu sein, angemessen reagieren zu können und sich nach kräfteraubenden Phasen schnell wieder erholen zu können.
Dabei sollen zwei zusammenhängende - virtuelle - Tagesworkshops unterstützen - am 4. und 11. Juni, jeweils von 11 bis 17 Uhr. Referentin ist Ute Korinth, die sich selbst als “Kommunikationsprofi, Mindful Business Mentor und Fokus Coach” beschreibt. Weitere Infos und Anmeldung: Hier entlang.
Spenden hilft.
Wer möchte, kann helfen: Link zur Spendenaktion unter dem Bild.
Wer möchte, kann helfen: Link zur Spendenaktion unter dem Bild.
Soweit. Bleiben Sie gesund - und auf bald!
Ihr
Lars Radau,
Geschäftsführer DJV Sachsen
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