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Von DJV Sachsen

DJV Update - Sachsens bestes Pressefoto & Projekt Pegasus

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20. Juli · Ausgabe #14 · Im Browser ansehen
DJV Update
Profis bei der Arbeit: Strenger Blick bei der Qual der Wahl. Foto: Jürgen Männel
Profis bei der Arbeit: Strenger Blick bei der Qual der Wahl. Foto: Jürgen Männel
Liebe Kollegin, lieber Kollege,
die Würfel sind gefallen. Am 23. Juni sah die Kantine im Dresdner Haus der Presse anders aus als gewöhnlich: Statt mit Speisen waren die Tische mit etlichen großformatigen Foto-Abzügen belegt. Die Jury für Sachsens Pressefoto des Jahres 2020, allesamt geimpft oder negativ getestet, hatte in vier Kategorien - Pressefoto, Lokalfoto, Portrait und Sportfoto - die besten Bilder auszuwählen. Fast 50 Fotograf*innen hatten insgesamt 127 Aufnahmen eingereicht.
Der DJV Sachsen ist fast von Anfang an beim Wettbewerb mit dabei. Unser Gesamtvorstandsmitglied Jürgen Männel bringt seinen professionellen Blick als Fotograf ein, zudem stiften wir die Preisgelder für die besten drei Lokalfotos. Weitere Partner und Stifter sind die Sächsische Zeitung, die Freie Presse, die Leipziger Volkszeitung und TAG24. Und das Ergebnis? Die Entscheidungen der Jury werden voraussichtlich am 15. September verkündet. Anschließend wird per Online-Abstimmung zudem noch ein Publikumspreis vergeben.
Eine unternehmerische Entscheidung...
So begründete der MDR die Abschaffung der Wahlmöglichkeit zwischen der Presseversorgung (PV) und der Pensionskasse Rundfunk (PKR). Verträge zur betrieblichen Altersvorsorge (das sind die, bei denen der Arbeitgeber einen Teil der Beiträge übernimmt) können ab dem 1. Januar 2022 nur noch bei der PKR abgeschlossen werden.
Unternehmerische Entscheidungen sind oft dadurch gekennzeichnet, dass sie zwar eventuell betriebswirtschaftlich motiviert, also im Sinne des Unternehmens sind, aber häufig nicht im Sinne der Mitarbeitenden getroffen wurden. So auch in diesem Fall. Denn die Leistungen der Presseversorgung sind denen der PKR objektiv teils deutlich überlegen.
Selbstverständlich haben wir diese Kritik auch zu den verantwortlichen Stellen im MDR transportiert, dort aber gegen Null tendierendes Verständnis geerntet. Und da die Wahlfreiheit nie tariflich festgeschrieben wurde, sind unsere gewerkschaftlichen Handlungsspielräume zugegebenermaßen auch gering. Immerhin: Bereits abgeschlossene Verträge genießen Bestandsschutz, das hat der MDR zugesichert.
Was also bleibt zu tun? Lediglich eines: sich als 12a-Freie und -Freier, die oder der seit mindestens 12 Monaten beim MDR überwiegend tagesaktuell beschäftigt ist und bislang keine entsprechende Altersvorsorge hat, möglichst schnell beide Anbieter anzuschauen. Und sich zu entscheiden, solange es diese Wahlfreiheit noch gibt. Weitere Informationen - und bei Bedarf auch individuelle Beratung - gibt es hier.
Lesetipp: "Dunkelziffer unbekannt"
Auch Medien Mittweida, das studentische Online-Magazin an der FH Mittweida, hat sich mit der zunehmenden Zahl von Angriffen auf Journalist*innen beschäftigt und unter anderem mit dem ECPMF und dem DJV Sachsen gesprochen. Das Ergebnis findet sich hier.
Projekt Pegasus: Cyberangriff auf die Demokratie
Nach Rechercheergebnissen des internationalen Journalistennetzwerks Forbidden Stories zum sogenannten Pegasus-Projekt der israelischen Softwarefirma NSO Group wurden weltweit hunderte Menschenrechtsaktivisten, Oppositionelle und Journalisten über Jahre hinweg lückenlos überwacht. Zu den Opfern sollen unter anderem französische Reporter*innen und ungarische Investigativjournalist*innen gehören. Auch Verbindungen zum hingerichteten arabischen Journalisten Jamal Kashoggi sollen bestanden haben. Der DJV fordert von den deutschen Sicherheitsbehörden und den Geheimdiensten Auskunft darüber, ob die Pegasus-Spähsoftware auch gegen deutsche Journalistinnen und Journalisten eingesetzt wurde. Es handele sich um einen „nie da gewesenen Überwachungsskandal“, sagt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. Zu Pressemitteilung geht es hier, detailliert berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Mitmachen?! Netzwerk Klimajournalismus gegründet
Der aktuelle Bezug zur Hochwasserkatastrophe war noch nicht absehbar, als sich Anfang des Monats das Netzwerk Klimajournalismus zum ersten Mal via Zoom zusammenfand. Dessen Ansatz: “Die voranschreitende Klimakrise stellt unsere Gesellschaft vor komplett neue Herausforderungen – und damit auch den Journalismus. Diese Herausforderung ist zu groß für uns alleine.” Genau 100 Kolleg*innen sahen das ähnlich - und waren zum Auftakt dabei. Ziel ist ein Netzwerk, das “ähnlich wie das Netzwerk Recherche oder das Europäische Datenjournalismus-Netzwerk” regelmäßig Journalist*innen zusammenbringt, um “inhaltliche und redaktionelle Fragen zu diskutieren.” Die nächste große Zusammenkunft ist für den 5. August geplant, weitere Infos und Kontakte gibt es per Mail: netzwerk@klimajournalismus.de.
Hochwasserkatastrophe - jeder Euro hilft. Spenden? Link im Banner
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Und, last but not least: Hier geht es zum aktuellen Newsletter des DJV-Bundesverbandes.
Mit freundlichen Grüßen - und bis zum nächsten Mal!
Ihr
Lars Radau,
Geschäftsführer DJV Sachsen
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