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DJV Update - Frohes Neues, Einladung zur Bilanz und dynamische Lausitz

Revue
 
 
5. Januar · Ausgabe #24 · Im Browser ansehen
DJV Update
DJV in Sachsen
Erstens, das weiß die @PolizeiSachsen auch sehr gut: Dass keine Anzeigen erstattet wurden, heißt nicht, dass nichts passiert ist. In #Bennewitz & #Laubegast konnte die Polizei den Schutz von Kolleg*innen nicht garantieren. Wie sollten die in dieser Lage noch Anzeige erstatten? https://t.co/XkLhpx5w1q
Liebe Kollegin, lieber Kollege,
dieser Newsletter ist in mancher Hinsicht anders. Nicht etwa, weil wir versäumen, Ihnen ein frohes, gesundes und möglichst erfolgreiches neues Jahr zu wünschen. Möge 2022 in vielerlei Hinsicht besser ausfallen als das gerade vergangene Jahr - auch in Hinblick auf die Corona-Pandemie und den Umgang mit ihr und ihren Begleiterscheinungen.
Manches indes spricht derzeit dafür, dass sich gerade die negativen Begleiterscheinungen verfestigen. In Sachsen - und auch in anderen Bundesländern - häufen sich die Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen, Impf-Appelle und die vorgebliche Bevormundung durch den Staat. Nicht selten eskalieren die “Spaziergänge” - Versammlungen mit mehr als 10 Personen sind derzeit im Freistaat verboten -, nicht selten sind unter den “Querdenken”-Demonstrant*innen auch Rechtsextreme und Demokratiefeinde, die die Eskalation schüren und ihr eigenes Süppchen kochen.
Dass dabei berichterstattende Journalist*innen häufig Ziel von Pöbeleien und Angriffen werden, thematisieren wir schon länger. Nicht zuletzt deshalb gibt es auch unser Projekt #Demowatch, mit dem wir bei absehbar heiklen Demo-Konstellationen für die Kolleg*innen vor Ort ansprechbar sind - zuweilen persönlich, immer aber über die sozialen Medien.
In dieser Gemengelage nun hat Sachsens Polizeipräsident Horst Kretzschmar der taz kurz vor Weihnachten ein Interview gegeben - aus dem unser Titelbild stammt -, das in vielerlei Hinsicht bemerkenswert ist. Der oberste Polizist im Freistaat räumt beispielsweise ein, dass es nicht genügend Beamte gebe, um allen Demonstrationen und “Spaziergängen” zu begegnen. Explizit nicht glücklich sind wir mit den Passagen, in denen Kretzschmar sich den Übergriffen auf Journalist*innen widmet. Einem jungen Reporter-Team spricht er schlicht die Glaubwürdigkeit ab - obwohl es die Vorfälle auf Video dokumentiert. Und schließlich bemüht er auch das formalistische Argument, dass ja nichts geschehen sein könne, weil keine Anzeigen vorlägen. Nicht zuletzt deshalb haben wir uns öffentlich zum Interview geäußert.
Wohlgemerkt: Wir arbeiten seit etlichen Jahren mit der Polizei in Sachsen zusammen, um die Sensibilisierung für die gegenseitigen Bedürfnisse und den besseren Umgang von Polizei und Journalist*innen gerade in heiklen Lagen zu unterstützen. Das hat - Stichwort Schutzkonzepte - durchaus Früchte getragen. Die wollen wir auch mitnichten in Frage stellen. Die Aussagen des Landespolizeipräsidenten im Interview indes schon.
"Leitmedium für den Strukturwandel" in der Lausitz
“Der dynamischste Landstrich in Deutschland liegt südöstlich von Berlin”, ist Christine Keilholz überzeugt. Die Lausitz steht vor einem tiefgreifenden Strukturwandel - die Journalistin wird ihn mit einem neuen Online-Magazin begleiten. “Neue Lausitz” soll es heißen - und Mitte Januar erstmals als kostenpflichtiger Dienst an die Abonnenten verteilt werden. Ihre Motivation und erste Details hat Keilholz hier beschrieben, auch der Flurfunk Dresden widmet dem Projekt einen Beitrag. Wir sind gespannt und wünschen viel Erfolg.
Bilanz - und Solidarität - zum Jahreswechsel
Der Jahreswechsel ist immer auch ein guter Anlass, Bilanz zu ziehen - und festzustellen, ob sich Entscheidendes verändert hat. Nicht von ungefähr verschicken wir mit den neuen Presseausweisen (zum Antrag geht es hier entlang) auch immer einen Fragebogen, in dem Sie Veränderungen eintragen können: Neue (Mail-)Adresse, neue Telefonnummer(n), neuer Arbeitgeber… Für uns nicht unwichtig ist dabei auch die Selbst-Einordnung für die Beitragszahlung. Gerade in bewegten Corona-Zeiten kann sich da einiges ändern. Wir möchten Sie herzlich einladen, den aktuellen Status zu überprüfen: Verdienen Sie mittlerweile deutlich weniger als noch bei uns hinterlegt? Oder inzwischen schon längst deutlich mehr? Dann geben Sie uns gern ein Zeichen - zur Einordnung finden Sie unsere seit mittlerweile mehr als drei Jahren stabile Beitragsordnung. Freiberufler können sich wie gehabt eine Stufe unter ihrer eigentlichen Beitragsstufe einordnen. Wenn alle Mitglieder richtig eingeordnet sind, profitieren auch alle anderen Mitglieder unmittelbar davon. Kurzum: Änderungen aller Art nehmen wir gern per Mail entgegen: service@djv-sachsen.de.
Freundliche Grüße - und bleiben Sie gesund!
Ihr
Lars Radau,
Geschäftsführer DJV Sachsen
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