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DJV Update - Corona-Tipps und Zukunftsimpulse

Revue
 
 
2. März · Ausgabe #3 · Im Browser ansehen
DJV Update
Journalismus in Corona-Zeiten: verschärfte Bedingungen. Foto: DJV/Anja Cord
Journalismus in Corona-Zeiten: verschärfte Bedingungen. Foto: DJV/Anja Cord
Liebe Kollegin, lieber Kollege,
wir haben für Sie in dieser Ausgabe ein paar praktische Tipps zum Umgang mit den (finanziellen) Auswirkungen der Corona-Pandemie zusammengestellt. Da uns zu diesem Thema viele Fragen erreichen, wollen wir darüber auch bei unserem nächsten Plausch-Café am 8. März mit Ihnen ins Gespräch kommen. Mit am virtuellen Tresen steht dann Katalin Valeš, die sich schon mit einigen Aspekten der Corona-Hilfen intensiv befasst hat.
Erinnern möchten wir gern auch noch an die Zukunftswerkstatt des DJV (siehe Newsletter #2). Wichtiges Anliegen ist es, dass sich dort möglichst viele möglichst unterschiedliche Menschen mit all ihren Facetten einbringen. Der DJV Sachsen kann und möchte daher bis zu drei Mitglieder - vielleicht Sie? - nach Herne schicken. Interesse? newsletter@djv-sachsen.de.
Corona-Tipp Eins: Neustarthilfe
Gute Nachricht: Der Bund hat Mitte Februar die  Neustarthilfe für  Solo-Selbstständige - also auch  freie Journalist*innen  - freigeschaltet. Bis zu  7500 Euro  sind jetzt abrufbar. Die Bundesregierung informiert  hier  zum Thema, es gibt auch eine FAQ-Sektion.
Der DJV Thüringen weist darauf hin, dass indes einige Fallstricke lauern: So kann die Neustarthilfe nicht beantragt werden, wenn bereits eine Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III in Anspruch genommen wurde. Zudem wird die Neustarthilfe nur als Vorschuss ausgezahlt. Ab Juli dieses Jahres dann wird die tatsächliche Höhe berechnet, und zwar auf Basis der tatsächlich im ersten Halbjahr 2021 erwirtschafteten Umsätze. Bei Umsatzeinbußen von mehr als 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum darf die/der Soloselbstständige die Neustarthilfe behalten, fallen die Umsatzeinbußen dagegen geringer aus, muss sie (anteilig) zurückgezahlt werden. 
Corona-Tipp Zwei: Kinderkrankengeld
Grafik: Bundesregierung
Grafik: Bundesregierung
Katalin Valeš, Fachfrau für Chancengleichheit im DJV Sachsen, rät: Freie Journalist*innen, die ihre Kinder im Lockdown aufgrund von Schul- und Kitaschließungen betreut haben und deshalb nicht oder nur sehr eingeschränkt arbeiten konnten, sollten unbedingt prüfen, ob Sie Anspruch auf Gelder haben, die ihren Verdienstausfall etwas abmildern. Falls ja: zeitnah beantragen!
Möglichkeit Eins: Das „Corona-Kinderkrankentagegeld“. Freie Journalist*innen, die in der KSK versichert sind, haben Anspruch darauf – und der wird aufgrund der Pandemie für 2021 erweitert: Pro Kind kann jedes versicherte Elternteil im Jahr 2021 statt 10 Tagen 20 Tage Kinderkrankengeld beantragen, insgesamt bei mehreren Kindern maximal 45 Tage. Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch um 20 auf 40 Tage pro Kind, maximal bei mehreren Kindern auf 90 Tage. Auch Familien, die gesund sind/waren, können das Kinderkrankentagegeld beantragen – ohne ärztliches Attest. Je nach Krankenkasse muss kein Nachweis der Schule oder Kita erbracht werden. Es kann rückwirkend zum 5. Januar 2021 bei der eigenen Krankenkasse beantragt werden. Das Bundesfamilienministerium hat hier Infos und auch einen Link zu FAQ bereitgestellt.
Corona-Tipp Drei: Infektionsschutzgesetz
Für den ersten Lockdown ab März 2020 können freie Kolleg*innen bei der Landesdirektion Sachsen einen „Antrag Erstattung/Entschädigung nach §§ 56 Abs. 1a, 58 Infektionsschutzgesetz für selbstständige Sorgeberechtigte wegen Kinderbetreuung“ stellen. Neben einem Betrag für den Verdienstausfall können zusätzlich Aufwendungen nach für die Renten-, Pflege- und Krankenversicherung geltend gemacht werden. Der dreiseitige Antrag ist recht schnell ausgefüllt.
Allerdings, so Katalin Valeš, gibt es dabei gleich mehrere Haken: Die Bearbeitung dauert, wie von Mitgliedern des DJV Sachsen zu hören ist, zum Teil mehr als ein halbes Jahr. Zudem kann sich das Zuflussprinzip negativ auswirken: Zahlungseingänge in den Lockdown-Monaten mindern scheinbar den Verlust, der anerkannt wird. Wirkt sich die Reduzierung der Arbeitszeit erst in anderen Monaten auf das Einkommen aus, scheint dies bei der Berechnung nicht berücksichtigt werden zu können. Hinzu kommt: Die Art der Berechnung scheint intransparent. Wie zum einen der Verdienstausfall berechnet wird und zum anderen die bewilligten Beträge, scheint nicht wirklich nachvollziehbar. Zudem sind die Tage, die hier abgedeckt werden auf 50 Tage begrenzt. Weitere Infos hat die Landesdirektion.
Mehrfachverwertung & Akquise - heute Anmeldeschluss
 Marion Trutter. Foto: Maria Goblirsch
Marion Trutter. Foto: Maria Goblirsch
Schnell sein lohnt sich: Unsere Webinare haben eine begrenzte Teilnehmerzahl. Am Mittwoch und am Freitag (3. und 5. März) geht es um Mehrfachverwertung, geschickte Akquise und ein gutes Exposé, den Workshop leitet die freie Journalistin und Trainerin Marion Trutter. Mitglieder des DJV Sachsen sind mit 30 Euro dabei, alle anderen mit 75 Euro. Zu weiteren Infos und zur Anmeldung geht es hier entlang, Anmeldeschluss ist heute um 14 Uhr.
Einen aktuellen Überblick über die weiteren Angebote im März und April finden Sie hier.
Herzliche Einladung zum Plausch
Katalin Valeš ist die Fachfrau für Chancengleichheit beim DJV Sachsen. Foto: privat
Katalin Valeš ist die Fachfrau für Chancengleichheit beim DJV Sachsen. Foto: privat
Der Auftakt war vielversprechend: Das Plausch-Café des DJV Sachsen soll sich gerne zur festen Anlaufstelle entwickeln. Quatschen, Zuhören, Beisammensein und auch: Wünsche äußern oder Frust ablassen. Deswegen laden wir am Internationalen Frauentag gerne wieder digital zum Plausch bei Kalt- oder Heißgetränken. Am virtuellen Tresen steht Katalin Valeš, Fachfrau für Chancengleichheit im DJV Sachsen, die auch für Fragen & Tipps zu Corona-Hilfen zur Verfügung steht. Unsere Landesvorsitzende Ine Dippmann und Geschäftsführer Lars Radau sind auch dabei. Die Getränke liefert - kostenlos - die eigene Küche oder das Weinregal ;-)
Geöffnet ist das Plausch-Café bei Zoom am 8. März ab 20 Uhr, wer vorbeikommen möchte, bekommt unter newsletter@djv-sachsen.de den Eintritts-Link.
Wir sind Ideenbörse - DJV-Thementag Freie
Anstelle des ausgefallenen Bundesverbandstages organisiert der DJV Thementage. Der nächste am 15. März richtet sich vor allem an freie Journalist*innen. Man wolle und werde, “von frei zu frei”, über “unsere allgemeinen Wünsche an den Beruf, aber auch konkrete Projekte sprechen, mit denen wir jetzt und in Zukunft unternehmerisch am Markt erfolgreich sind”. Dafür gibt es, über den Tag verteilt, eine Keynote, Präsentationen, Dialoge, Diskussionen, einen Elevator-Pitch und, nicht zuletzt, die Chance auf ein (natürlich auch virtuelles) Come together. Weitere Informationen und Anmeldung: hier entlang.
Wie klappt das eigentlich mit dem Homeoffice?
Nach dem Thementag Freie geht es bereits am 24. März beim Thementag Tarifpolitik um Arbeitsbedingungen für festangestellte Journalistinnen und Journalisten. Ein Schwerpunkt wird das Thema Homeoffice sein. Wie soll der Rahmen aussehen – Gesetz, Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung? Es geht um Erfahrungen, juristische Rahmenbedingungen und Diskussionen um Infrastruktur, betriebliche Regelungen und die Verantwortung der Betriebsräte. Der DJV-Bundesfachausschuss Betriebsräte und Tageszeitungen ist dankbar für Hinweise aus der Mitgliedschaft. Wo läuft es gut? Wo klemmt es? Eine kurze Info über die Lage in Ihrem Unternehmen an newsletter@djv-sachsen.de würde helfen und auf jeden Fall berücksichtigt.
Mit freundlichen Grüßen - und bis zum nächsten Mal!
Ihr
Lars Radau,
Geschäftsführer DJV Sachsen
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