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DJV Update - Auflagen, Demokratie und Vertrauen

Revue
 
 
13. April · Ausgabe #6 · Im Browser ansehen
DJV Update
Foto: imago images / Rüdiger Wölk
Foto: imago images / Rüdiger Wölk
Liebe Kollegin, lieber Kollege,
der Frühling wagt sich langsam hervor, die Natur blüht auf. Die Auflagenzahlen der - regionalen - Tageszeitungen kennen dagegen seit Jahren nur eine Richtung: sie sinken. Neue Online-Angebote können die finanziellen Verluste bisher nicht auffangen. Die Verlage reagieren mit Kürzungen, zumal in Corona-Zeiten Gibt es einen Ausweg aus dieser Abwärtsspirale – oder kann Journalismus in Zukunft anders als bisher finanziert werden? Und was bedeutet diese Entwicklung für die Demokratie?
Die Evangelische Akademie Sachsen hat sich diesen Fragen - mit Blick auf den Freistaat - in einer Podiumsdiskussion gewidmet. Neben Patrick Schwarz, Geschäftsführender Redakteur der Zeit und Herausgeber der “Zeit im Osten” und Eva Prase, Betriebsrats-Chefin der Freien Presse aus Chemnitz, saß auch unsere Vorsitzende Ine Dippmann auf dem Podium. Der Flurfunk Dresden hat die Veranstaltung mitgeschnitten, zum Podcast geht es hier entlang.
Jetzt anmelden: Das Beste aus Social Media machen
An diesem Freitag startet ein weiteres Webinar- Highlight: Anja Mutschler, Gründerin und Chefin der Denkmanufaktur 20blue, erklärt an drei Vormittagen das Wie, das Was und vor allem das Warum des (unternehmerischen) Einsatzes von Social Media. Mit dabei sind FacebookTwitter, InstagramXing und LinkedIn, ein Abstecher zu TikTok ist geplant. Es sind noch - wenige - Plätze frei. Zu weiteren Details und zur Anmeldung geht es hier entlang.
Tipps und Tricks: Corona und die Freien
Die Corona-Pandemie ist insbesondere für freie Journalist*innen eine Herausforderung. Michael Hirschler, Freien-Referent beim DJV-Bundesverband, bietet deshalb am 23. April ein Webinar an - Kernfrage: Welche Möglichkeiten haben Freie, in dieser Situation zurechtzukommen? Welche Ansprüche haben Freie, was zahlen Ämter und Sonderfonds, Krankenkasse oder Berufsgenossenschaften?  Das Webinar ist kostenlos und steht auch Nichtmitgliedern offen, zur Anmeldung geht es hier entlang.
Trotz "Querdenken": Mehr Vertrauen in die Medien
Allen Gewalttaten gegen Journalisten zum Trotz: Das Vertrauen der Deutschen in die Medien ist in der Corona-Pandemie deutlich gestiegen. Das hat das Institut für Publizistik der Universität Mainz in seiner jährlich stattfindenden Untersuchung zum Vertrauen der Menschen in die Berichterstattung der Medien herausgefunden.
56 Prozent der Befragten erklärten, voll und ganz beziehungsweise eher Medien zu vertrauen, wenn es um Sachverhalte wie Umweltprobleme, Gesundheitsgefahren oder politische Skandale geht. 16 Prozent vertrauen den Medien eher nicht oder gar nicht, 28 Prozent sagten “teils, teils”. Das sind gute Werte im Vergleich zu früheren Jahren. Mit nur 28 Prozent Zustimmung lag der Vertrauenswert im Jahr 2015 tief im Keller. Im Jahr vor der Corona-Pandemie hatte er sich auf 43 Prozent berappelt. Weitere Details finden sich hier.
Jetzt bewerben: Gutenberg-Recherchepreis
Noch ist Zeit für Einreichungen – wir erinnern deshalb noch einmal an den Gutenberg-Recherchepreis für Jungjournalist*innen. Die VRM in Mainz und die Lingen-Stiftung mit Sitz in Köln möchten mit dem Recherchepreis insbesondere den regionalen Qualitätsjournalismus fördern. Zielgruppe sind jüngere Journalist*innen von Lokal- oder Regionalzeitungen sowie regionalen Onlinemedien bis einschließlich 35 Jahre.
Prämiert werden Beiträge, die sich durch exzellente Recherche-Arbeit im regionalen Journalismus auszeichnen und im Zeitraum Mai 2020 bis April 2021 publiziert wurden. Einsendeschluss ist am 17. Mai 2021. Die Auszeichnung ist mit 3.000 € (3. Preis), 5.000 € (2. Preis) und einem Hauptpreis in Höhe von 7.000 € dotiert. Weitere Details gibt es hier.
Jetzt testen: Ihre Internet-Kompetenz
Können Internet-Nutzer*innen seriöse Nachrichten von Fakes unterscheiden, Informationsquellen bewerten und Grundwissen über die Medienlandschaft anwenden? Für die Studie „Quelle: Internet?“ haben Anna-Katharina Meßmer, Alexander Sängerlaub und Leonie Schulz einen Test entwickelt, um die digitale Nachrichten- und Informationskompetenz der Deutschen erforschen und darüber hinaus Interessenten einen Selbsttest anbieten zu können.
Um diese Kompetenz steht es nicht zum Besten, wie die Ergebnisse zeigen. Der Unterschied zwischen Werbung und Information ist (zu) vielen nicht bekannt, trotz entsprechender Korrektur-Hinweise erkennen die Nutzer*innen eine Meldung nicht als Fake, und von den Bedingungen journalistischer Arbeit existieren ebenfalls falsche Vorstellungen. Zu den Ergebnissen geht es hier - und zum Selbsttest hier entlang.
Und zum guten Schluss: Eine Einladung zum Plausch
In Leipzig tut sich was. Die Medienszene der Stadt ist Bewegung, es gibt verschiedene interessante Personalien und Projekte. Darüber wollen wir sprechen - bei unserem digitalen Plausch. Am virtuellen Tresen stehen die Landesvorsitzende Ine Dippmann und Geschäftsführer Lars Radau, es kommt der eine oder andere Gast vorbei. Die Getränke liefert - kostenlos - die eigene Küche oder das Weinregal ;-)
Geöffnet ist das Plausch-Café bei Zoom am 26. April ab 20 Uhr, wer vorbeikommen möchte, bekommt unter newsletter@djv-sachsen.de weitere Details und den Eintritts-Link.
Mit freundlichen Grüßen - und bis zum nächsten Mal!
Ihr
Lars Radau,
Geschäftsführer DJV Sachsen
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