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Zurück - Issue #87

Ann Cathrin Riedel
Ann Cathrin Riedel
Hallo! Hier sind sehr viele neue Leser:innen dabei, die noch nie eine Aufgabe von meinem Newsletter erhalten haben. Und noch viel mehr, die schon ewig dabei sind und ebenfalls die letzten Monate auf ihn verzichten mussten. Ich hoffe, Ihr verzeiht mir! Ihr ahnt sicherlich, dass es mit Wahlkampf, Ehrenamt, Job und irgendwo noch ein klitzekleines bisschen Privatleben einfach nicht mehr ging. Nun aber wieder! Jetzt, wo ich mich erholt habe und alles in wunderbare Wege geleitet ist. Eine Ampelkoalition steht vor der Tür – ich freue mich sehr!
Wer einen kleinen Rückblick auf meinen Wahlkampf lesen möchte, kann ihn hier finden. Watson hat mich ja bereits zum Anfang des Jahres porträtiert und nun nach meinen Erfahrungen aus dem Wahlkampf gefragt. Auch wenn es mit dem Mandat nicht geklappt hat, bin ich sehr, sehr dankbar um all die Erfahrungen, die ich machen durfte und all die Unterstützung, die ich erhalten habe. Nichts hat mich so sehr berührt, wie die zahlreichen persönlichen Nachrichten, die ich erhalten habe, mit unterstützenden und lobenden Worten.
Da mich sehr viele Fragen erreichten, wie es denn mit mir weiter geht: Na alles wie vorher auch! Was denn auch sonst? Für den Bundestag habe ich ja nicht kandidiert, um dann im Reichstag zu hocken, sondern weil ich von dort aus gute Digitalpolitik machen wollte. Und die kann man auch weiterhin von außerhalb machen – es gibt unterschiedliche Stellschrauben dafür und alles hat seine Vor- und Nachteile. Das heißt also, die Arbeit als Vorsitzende von LOAD geht weiter und auch bei der Friedrich-Naumann-Stiftung werde ich mit großer Freude an alle möglichen Themen zu (internationalen) Digitalpolitik weiter arbeiten!
Und bevor ich Euch endlich den Newsletter lesen lasse, noch ein Hinweis von der stolzesten Tochter der Welt: Ich verlinke Euch meine Buchempfehlungen ja immer zum Buchladen meiner Mutter in Pinneberg (der liefert überall hin und nicht wirklich langsamer als Amazon 😉) und der ist der beliebteste Laden in meiner Heimatstadt in einer Umfrage geworden! Und nicht nur das: Während nur 40% der Pinneberger:innen ihre Kleidung vor Ort kaufen, kaufen ganze 73% ihre Bücher in der Stadt. Guter Service zahlt sich eben aus 😊 Ich bin stolz auf Dich, Mama (und danke, dass Du nicht geschimpft hast, weil es seit Wochen keinen Newsletter gab)!
Viel Spaß beim Lesen!
Ann Cathrin 🐭
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Die Arbeit an diesem Newsletter kostet mich einige Stunden an Arbeit. Wenn er Dir gefällt, kannst Du mich gerne mit monatlich 3,50, 5 oder 10 Euro über Steady unterstützen. Ich würde mich freuen, danke!

Lawgarythm
Ich freue mich, dass Ihr Euch alle so freut!
WHAT TO KNOW
Der Facebook-Konzern war ja ziemlich viel in der Presse in den letzten Wochen. Wie eigentlich immer, nicht wirklich mit guten Nachrichten. Facebook war mehrere Stunden down, damit auch Instagram und Whatsapp. Was hierzulande für viele ziemlich ärgerlich war, war für Menschen in vielen anderen Ländern, insbesondere denen des Globalen Südens eine kleine Katastrophe. Genau darum ist es problematisch, wenn Facebook für viele das Internet darstellt, insbesondere, weil Zero Rating die Nutzung der Facebook-Produkte kostenlos macht.
Große Aufmerksamkeit hat hierzulande aber vor allem die jüngste Facebook Whistleblowerin Frances Haugen erfahren. Sie veröffentlichte Informationen, nach denen Facebook es wohl recht egal ist, welchen Schaden der Konzern anrichtet. Ob über Instagram bei Jugendlichen, oder über Desinformationen während Wahlen.
Auch sei ihr Eindruck gewesen, dass Facebook weiter auf Wachstum gesetzt habe, obwohl dem Unternehmen negative Auswirkungen der Plattform auf die Nutzer bekannt gewesen seien. “Es gab Interessenkonflikte zwischen dem, was für die Öffentlichkeit gut war und was für Facebook gut war”, sagte Haugen bei “60 Minutes”. Und Facebook habe sich immer und immer wieder dafür entschieden, für eigene Interessen das Geschäft zu optimieren.
Der unten verlinkte Artikel der New York Times schaut auf das Verhalten von Facebook aus einem anderen Blickwinkel. Er sagt, dass das Verhalten Facebooks zeigt, wie sehr sich das Unternehmen abmüht, insbesondere junge Menschen bei der Stange zu halten.
But Facebook’s research tells a clear story, and it’s not a happy one. Its younger users are flocking to Snapchat and TikTok, and its older users are posting anti-vaccine memes and arguing about politics. Some Facebook products are actively shrinking, while others are merely making their users angry or self-conscious.
Dass wir alle übrigens so sehr auf Facebook schauen, insbesondere Politiker:innen von beiden Seiten des Atlantiks, offenbart noch ein anderes Problem: Andere Plattformen, insbesondere die, die von jungen Menschen genutzt werden, geraten so aus dem Blickfeld. “If lawmakers want to address the problems that social-media platforms cause for young people, they should care about the platforms young people care about.”
Das bedeutet aber auch, dass man genau hinschauen muss, was die Social-Media-Plattformen mit (jungen) Menschen machen. Denn ganz so einfach ist es nicht, ihnen die Schuld für Depressionen und anderes unter Jugendlichen zuzuschieben. Die veröffentlichen Informationen über den Schaden, den der Instagram Algorithmus bei jungen Menschen anrichtet, sagen nur, dass das vermutet wird. Darauf aufbauend müssten weitere Studien erfolgen – die gibt es bisher nicht.
We should be just as skeptical about correlational research that links social media use to reports of positive well-being as we are about research that reaches the opposite conclusion. But given the widespread eagerness to condemn social media, it’s important to remember that it may benefit more adolescents than it hurts. (Consider how teenagers might have fared during the pandemic without being able to communicate with friends through online platforms.)
Denn – so vermute sicher nicht nur ich – sind es sehr, sehr viele Faktoren, auch abseits der Pandemie, die die Generation der Millennials und jünger in Depressionen stürzen lässt. Klimakrise, immer noch die Auswirkungen der Finanzkrise, enorm gestiegene Kosten, nicht nur auf dem Wohnungsmarkt. Ich empfehle an dieser Stelle nochmal das Buch “Can’t Even – Why Millennials became the burn out generation”.
Gerade deswegen ist es auch problematisch und viel zu kurz gedacht, die Lösung einfach im Verbieten von Instagram oder Social Media allgemein zu suchen.
Parents who believe that they can treat a teenager’s depression simply by restricting her Instagram use may end up ignoring the true causes of her suffering. Blaming Facebook for a teenager’s malaise can become a convenient way of avoiding other, more uncomfortable but equally plausible explanations, such as familial dysfunction, substance abuse and school-related stress.
Außerdem: Das Unternehmen erhöht im Jahr 2021 endlich den Schutz von Journalisten und Menschenrechtsaktivistinnen! Und: The Largest Autocracy on Earth. Facebook is acting like a hostile foreign power; it’s time we treated it that way.
Der Mangel an Chips legt gerade so einige Produktionen lahm. Es wird dazu geraten, möglichst zeitnah schon die Weihnachtsgeschenke zu besorgen, denn gerade Elektronik hat aktuell ziemlich lange Lieferzeiten. Die auch wegen der Pandemie aufgetretenen Lieferengpässe – viele Chip-Bestellungen wurden storniert und dann zu spät wieder aufgegeben, außerdem stieg die Nachfrage nach Elektronik enorm – haben nun wirklich allen vor Augen geführt, wie wichtig der Zugang zu Chips und wie wichtig die Sicherung von Lieferketten ist. Schließlich haben mit der zunehmenden Digitalisierung immer mehr Produkte Chips verbaut – die Autoproduktion in Deutschland steht vor allem deswegen teilweise still.
Was immer noch sehr wenige wissen: Chips lassen sich nicht so einfach herstellen, insbesondere die krassen High-Tech-Chips nicht. Für die gibt es weltweit nicht mal eine handvoll Hersteller. China ist beispielsweise nicht dazu in der Lage, diese Chips herzustellen – Taiwan hingegen schon. Die Frage um Lieferketten und Chips wird immer mehr eine geopolitische Frage. Und die EU und die USA müssen viel stärker über die Abhängigkeit von Herstellern, eigene Produktionsstätten und eben die Sicherung von Lieferketten sprechen.
Erst dieses Jahr haben die Europäische Kommission und die US-amerikanische Regierung den Trade and Technology Council gegründet. Eine, wie ich finde, unglaublich wichtige und überfällige Institution. Denn die EU und die USA müssen zusammenarbeiten, wenn es um die Themen Handel und Technologie geht. Denn auch wenn das Werteverständnis nicht identisch ist (ist es das denn überhaupt in den EU-Mitgliedsstaaten?), ist es sich doch sehr ähnlich. Liberale Demokratien müssen dringend zusammen kommen und gemeinsame Antworten auf die drängenden Fragen der Zeit geben. Insbesondere deshalb, weil China dabei ist vorzupreschen und eben diese Standards im weitesten Sinne zu setzen, bzw. die Vorreiterschaft bei Schlüsseltechnologien zu gewinnen. Lösungen für die Fragen, die sich bei einer Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA stellen, werden nicht einfach zu finden sein. Aber sie müssen gefunden werden, wenn uns freiheitliche Werte und Rechtsstaatlichkeit auch im digitalen wichtig sind.
Für all things Technologie und Außenpolitik empfehle ich Euch übrigens dringend Tyson Barker zu folgen.
Mitbekommen? Kurz vor der Bundestagswahl wollte das Verkehrsministerium noch schnell den digitalen Führerschein als digitale ID auf den Markt bringen und musste das alles sehr schnell wieder zurücknehmen. Zu groß die Sicherheitslücken, zu schlecht alles konzipiert und umgesetzt. Lilith Wittmann, die bereits die Sicherheitslücken der CDU App “Connect” entdeckte und dafür eine Anzeige kassierte, hat auch diesmal wieder auf eklatante Sicherheitslücken hingewiesen und den Gebrauch einer Blockchain bei der digitalen ID kritisiert. Im Interview mit Netzpolitik erläutert sie ihre Kritik und zeigt, was da alles vergeigt wurde.
Dabei ist die Entwicklung von guten digitalen Identitäten gerade enorm wichtig. Gerade, wenn wir wollen, dass wir hier in Europa die digitale Souveränität auch in diesem Bereich sichern wollen. Denn Apple prescht hier mal wieder vor und ist dabei in den USA in Zusammenarbeit mit einigen Bundesstaaten einen digitalen Führerschein, den man in der Apple Wallet speichern kann, einzuführen. Warum so etwas sinnvoll ist? Man kann sich damit zum Beispiel direkt bei Carsharing-Anbietern ausweisen bzw. nachweisen, dass man eine Fahrerlaubnis hat. Zwar geht das mittlerweile auch recht einfach und schnell mit Video-Ident-Systemen, aber so wäre das mit nur einem Klick.
Auch für andere Services können digitale Identitäten super und vor allem datenschutzfreundlich sein. Denn ein Anbieter muss manchmal vielleicht nur sicher sein, dass jemand über 18 ist. Name, Geschlecht, Anschrift und so weiter interessieren ihn nicht – würden aber beim Vorzeigen des Personalausweises oder Führerscheins offenbart werden. Angela Merkel hat schon gesagt, dass das Thema digitale Identitäten eines der wichtigsten aktuell ist. Recht hat sie. Allerdings wird ihm noch viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Ich hoffe, die neue Bundesregierung macht sie zu einer Priorität.
Wir haben in den letzten Monaten ja viel über Menschenrechte und Lieferketten gehört. Dass Unternehmen deren Einhaltung strenger überwachen sollen, halte ich für richtig. Wir sprechen dabei aber vornehmlich über Menschenrechte in der Produktion von physischen Gütern, zum Beispiel Kleidung oder Fußbälle. Doch was ist mit Menschenrechten in der Lieferkette digitaler Produkte? Darüber reden wir noch viel zu wenig.
Künstliche Intelligenz ist ja seit Jahren in aller Munde. Aber wie werden eigentlich die Daten, auf denen sie häufig basiert, gelabelt? Unter welchen Arbeitsbedingungen und wo und von wem? Darüber sprechen wir eigentlich gar nicht. Viele Unternehmen – auch die ganz großen – setzen dabei auf Click-Worker. Auch welche aus Flüchtlingsunterkünften. Natürlich kann man erstmal sagen, dass es ja gut ist, dass die Menschen Beschäftigung und Arbeit haben; Geld verdienen können. Doch die Jobs sind nicht nur massiv unterbezahlt, sie sind auch keine sicheren Arbeitsverhältnisse. Raus aus den aktuellen Lebensumständen kommt man mit ihnen meist nicht. Aber es sind nicht nur Geflüchtete, die Daten labeln. Auch in Gefängnissen werden mittlerweile digitale Jobs gemacht und Daten kategorisiert.
Abgesehen davon, dass für mich der Einkauf im Supermarkt während der Lockdowns der einzige Lichtblick war, weil er ein Grund war, das Haus zu verlassen und wenigstens ein paar Worte mit jemanden von Angesicht zu Angesicht wechseln, gehe ich auch sehr gerne einkaufen und die Öffnungszeiten hier in Berlin lassen das auch eigentlich zu jeder Zeit zu. Als der Supermarkteinkauf noch nicht der einzige Blick in eine gewisse Normalität war, habe ich mir auch häufiger mal Lebensmittel nach Hause bestellt. Zugegeben, als Single-Haushalt muss man da auch ein paar teurere Produkte haben, damit der Mindestbestellwert reicht, aber dann packt man halt ein, zwei Flaschen Wein in Einkaufskorb und dann geht das.
Dass jetzt überall diese 10-15 Min. Lieferservices aufpoppen verstehe ich beim besten Willen nicht. Ich habe allein vier Supermärkte in weniger als 5 Min Fussweg in meiner Umgebung. Spätis gibt es auch noch – falls ich denn wirklich mal was so super, super akut brauche und die Supermärkte schon zu haben. Es scheint ja, obwohl ich es mir nicht vorstellen kann, zu klappen, dass eine Bestellung innerhalb von 15 Min nicht nur im Rucksack eines Kuriers landet, sondern auch noch vor meiner Haustür steht. Dass das ein ziemlicher Knochenjob sein muss, kann ich mir hingegen durchaus vorstellen und ich frage mich: wofür? Welches Bedürfnis wird da erfüllt? Was sagt das über unsere Gesellschaft und uns als Einzelne aus, wenn wir so dringend Dinge brauchen, keine Zeit haben für Lebensmitteleinkäufe und diese Einkäufe auch nicht planen können? Dass man nicht planen könne und Bestellungen nicht in Empfang nehmen könne, scheint für einige auch ein Grund zu sein, nicht die klassischen Lebensmittellieferdienste zu nutzen – manche wollen ja auch einfach nicht in den Supermarkt oder Dinge schleppen, oder, oder. Das ist ihr gutes Recht – ich stoße mich sehr an diesen 15 Min.
Abgesehen davon, dass hier in Berlin gerade ein großer Arbeitskampf stattfindet, Anwohner von den Lagerzentren genervt sind und die Rider wie wild durch den Straßenverkehr radeln, dabei sich und andere gefährden, um die Lieferzeiten einzuhalten, stellen sich noch mehr Fragen, was dieses Geschäftsmodell eigentlich bringt. Im Jahr 2021 sollte eine Antwort sicher nicht mehr wundern: Daten. Die Unternehmen sammeln wahnsinnig viele Daten über die Bedürfnisse der Konsument:innen und welche Produkte sie nachfragen. Damit können diverse andere Händler dann ihre Geschäftsmodelle optimieren. Es wundert also nicht, warum so viele Milliarden in diese Geschäftsmodelle gesteckt werden. Dass sie sich tragen werden, ist allerdings zu bezweifeln. Es geht hier darum, den Markt komplett zu gewinnen und die Wettbewerber zu verdrängen.
WHAT TO HEAR
"Die Ampel ist zum Erfolg verdammt" - Das Politikteil | Podcast on Spotify
WHAT TO WATCH
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich diese Doku über Maria Ressa hier schon einmal empfohlen habe. Ihr müsst sie unbedingt sehen. Sie hat den Nobelpreis so sehr verdient!
Die Unbeugsamen - Gefährdete Pressefreiheit auf den Philippinen | Video der Sendung vom 08.10.2021 20:15 Uhr (8.10.2021)
WHERE TO GO
WHAT TO READ
WHAT I LIKED
Nils Markwardt
Innerlich etwas abwägen, aber als DLF-Presseschau: »Könnte klappen, meint der Reutlinger Generalanzeiger. Die Rheinpfalz stellt hingegen fest: zu risikoreich. Das Darmstädter Echo rät: einfach eine Nacht drüber zu schlafen. Lass' sein, konstatiert Die Volksstimme aus Magdeburg.«
Sham Jaff
ich will den impffortschritt auf der rki webseite nach sternzeichen filtern können
Jonas Schaible
Wie ich mir nach zahlreichen ~ Debatten ~ Taxifahrten in Deutschland vorstelle:
Fahrer*in: "Wo wollen Sie hinfahren?"
Fahrgast: "Gegenfrage: Wo kommen Sie her?"
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Ann Cathrin Riedel
Ann Cathrin Riedel @anncathrin87

Eine wöchentliche Sammlung von Artikeln zur Digitalisierung, Netzpolitik und Social Media und welchen Einfluss dies alles auf unsere Gesellschaft und Politik hat.

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Ann Cathrin Riedel, Berlin