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Umbrüche - Issue #58

Revue
 
Hier ist ein bisschen was im Umbruch (und meine T-Taste gebrochen. Außerdem ich weiß jetzt, dass mein
 

Ann Cathrin's Digital Digest

July 5 · Issue #58 · View online
Eine wöchentliche Sammlung von Artikeln zur Digitalisierung, Netzpolitik und Social Media und welchen Einfluss dies alles auf unsere Gesellschaft und Politik hat.

Hier ist ein bisschen was im Umbruch (und meine T-Taste gebrochen. Außerdem ich weiß jetzt, dass meine Doppel-Leerzeichen nicht mein, sondern ein mechanischer Fehler sind. Aber ich bekomme auch einfach keinen Termin im Apple-Store zur Reparatur – schreiben frustriert 😠) – jetzt zum zweiten Halbjahr 2020 passiert bei mir viel, viel Neues und Ihr werdet es zu gegebener Zeit erfahren. Unter anderem war es deswegen recht ruhig hier 😊Ein bisschen was von dem was kommt, ist unten im Text versteckt. Bis dahin ein paar kleine Rückblicke von mir und im Newsletter dann auch ein paar Umbrüche aus der Welt – bei manchen hofft man, dass sie kommen, bei anderen, dass sie doch fern bleiben…
Ende letzten Jahres wurde die European Society for Digital Sovereignty gegründet, ich wurde zur Vize-Präsidentin gewählt und unsere Webseite ist online! Wer Abonnent:in des Tagesspiegel Backgrounds Digitalisierung & KI ist, kann dort auch das Interview mit unserem Präsidenten Prof. Ramin Yahyapour lesen.
Das ich für den for..net Media Award von Prof. Dirk Heckmann nominiert bin, habe ich Euch schon mal freudig erzählt. Die Verleihung in Passau musste wie sein ganzes Symposium Corona-bedingt verschoben werden. Nun findet die Verleihung online statt und zwar am Freitag, den 10. Juli 2020 um 18 Uhr! Damit ich diesen Preis hier für meinen Newsletter bekommen kann, brauche ich Euch, denn Ihr seid Freitag die Jury und könnt für mich abstimmen! Dazu bitte hier für die Zoom-Veranstaltung anmelden. Das Programm – mit Grußwort der Staatsministerin Dorothee Bärfindet Ihr hier. Ich würde mich sehr über Eure Unterstützung freuen!
Wer es sich noch angucken mag: ich moderiere mittlerweile immer mehr (auch da kommt noch ein neues Projekt!), unter anderem den DigitalTag der Fraktion der Freien Demokraten im Bundestag. Sapperlot, fünf Stunden am Stück – das war echt anstrengend, aber hat super viel Spaß gemacht. Tolle Gäste und vor allem ein reibungsloser Ablauf dank einem grandiosen Team Backstage. Wenn Ihr Euch nur eine Session angucken wollt, dann natürlich die mit Audrey Tang! Wir nehmen noch Mitglieder im Fanclub auf 😉
Ansonsten kann ich noch verraten: ich habe Urlaub gemacht. Wenn auch nur wenige Tage und ich ärgere mich wirklich sehr. Da kommt man schon aus dem schönsten Bundesland (na klar, Schleswig-Holstein!) und dann ist man viel zu selten am Meer und auf den Inseln. Ich hatte ein paar ganz großartige Tage auf Föhr mit Sonne, baden und Vorlesungen hören im Strandkorb (100% Urlaub ging dann doch nicht). Zwar sind die Strände jetzt durch den Ferienbeginn wohl übervoll (wir hatten echt noch Glück), aber man, man, man. Wir haben echt ein paar sehr schöne Plätze hierzulande. Und so gut selbst mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Wenn Corona was Gutes hat, dann, dass ich so einiges wieder zu schätzen gelernt habe.
Denkt trotzdem dran, dass Corona nicht vorbei ist. Passt auf Euch auf, bleibt gesund und viel Spaß nun beim Lesen!
Ann Cathrin ❤️
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Die Arbeit an diesem Newsletter kostet mich einige Stunden an Arbeit. Wenn er Dir gefällt, kannst Du mich gerne mit monatlich 3,50, 5 oder 10 Euro über Steady unterstützen. Ich würde mich freuen, danke!

Peter Schaar
15 Mio Downloads der dezentralen anonymen #RKI- #CoronaWarnApp in 🇩🇪 - ein guter Start! Dagegen krepelt die in 🇫🇷 verwendete #CoronaApp mit ZentralSpeicherung bei 2 Mio. Wers noch nicht bemerkt hat: #Datenschutz schafft Vertrauen
P.S. Ich habe die App übrigens auch installiert!
WHAT TO KNOW
In China wurde jetzt ein mehr als umstrittenes Sicherheitsgesetz verabschiedet. Seit über einem Jahr demonstrierten die Hongkonger:innen gegen dieses und sahen sich schon damals erheblichen Überwachungsmaßnahmen ausgesetzt. Ich schrieb auch in diesem Newsletter darüber und verwendete das Beispiel Hongkong regelmäßig, um darauf hin zu weisen, wie wichtig Verschlüsselung, Privatsphäre und der Einsatz gegen Überwachungsmaßnahmen ist. Nun löschen Aktivist:innen und einfache Unterstützer:innen der Demokratiebewegung Social Media Posts, die ihre Unterstützung der Bewegung erkennbar machen, schalten ihre Profile auf “privat” um und bitten sogar Journalist:innen Chats zu löschen, weil sie eine zu große Gefahr in deren Existenz sehen. “A part of me is gone”, sagt eine Person im unten verlinkten Artikel, die anonym bleiben möchte. Joshua Wong, eines der bekanntesten Gesichter der Protestbewegung twitterte: “Falls Sie je etwas gesagt haben, das die Behörden in Hongkong oder China verärgert haben könnte, falls Sie zum Beispiel Sympathie oder Mitgefühl für Tibeter, Uiguren, Taiwaner oder Hongkonger gezeigt oder an Unterstützungsdemonstrationen teilgenommen haben, dann kommen Sie besser nicht nach Hongkong”. Düstere Aussichten also nicht nur für die Menschen aus Hongkong. Seine Bücher sind derweil nicht mehr in Hongkonger Bibliotheken ausleihbar, weil sie überprüft werden. “Ermutigendes” sagt da nur noch ein Professor aus Hongkong, ebenfalls aus dem Artikel unten: “I just don’t want to be overly worried and live in fear all the time. Because once fear takes root in our minds, we can’t live up to what we want for ourselves.”
Überwachung mit Hilfe von chinesischer Technik weitet sich übrigens immer weiter aus. Die Region Thailands, in der vor allem eine muslimische Minderheit lebt, ist gerade “Testgebiet”. Eine SIM-Karte gibt es beispielsweise nur noch mit Abgabe biometrischer Daten.
Hong Kongers scrub social media history in face of security law - CNA Hong Kongers scrub social media history in face of security law - CNA
Scheinbar brauchte es erst die Covid-Pandemie, damit Social-Media-Plattformen begreifen, was für einen Schaden dort verbreitete Inhalte anrichten können. Und es sind ja nicht nur gesundheitsgefährdende Inhalte, die dort aktuell Probleme bereiten, sondern auch die von Rechtsextremist:innen und Verschwörungstheoretiker:innen – nicht wirklich neu, aber gerade auch in den Vereinigten Staaten sehen wir jetzt vor der Wahl und durch die #blacklivesmatter-Bewegung, wie stark und gefährlich unter anderem die White Supremacists sind. Twitch hat den Kanal von Donald Trump verbannt, Reddit hat den sehr bekannten Sub-Reddit The_Donald endlich entfernt und auch Facebook, YouTube und Twitter ziehen (ein bisschen) nach und Löschen Accounts und Inhalte. Wobei die groß angekündigten Zahlen von gelöschten Accounts uns ja nie verraten, wie hoch die Gesamtmenge ist und wie “erfolgreich” die Löschung denn nun war. Sind 300 Accounts viel oder wenig? Ich vermute mal letzteres. Aber ohne Kontext sind die zahlen meist nichts-sagend.
Dass diverse Unternehmen in den USA aber auch aus Europa Facebook boykottieren wollen und keine Werbeanzeigen dort (erstmal) schalten wollen, habt ihr wahrscheinlich mitbekommen. Der Aktienkurs fiel, hat sich aber wieder gut erholt. Dennoch hat Mark Zuckerberg angekündigt, nun doch endlich mehr gegen Hate-Speech und manipulierende Wahlwerbung zu unternehmen. Scheinbar wirken finanzielle Einbussen. Wäre aber besser, wenn die Politik da deutlich mehr durchgreifen würde.
Ob Facebook und andere soziale Netzwerke überhaupt reformiert werden können, das fragt sich Charlie Warzel in diesem Meinungsbeitrag für die New York Times. Er glaubt, wir müssen da radikaler neu denken.
You Purged Racists From Your Website? Great, Now Get to Work | WIRED You Purged Racists From Your Website? Great, Now Get to Work | WIRED
Verbannt man Rechte (oder egal wen) von Facebook und Co, dann finden sie andere Plattformen. Messenger zum Beispiel. Der Daily Stormer, ein rechtsextremes Online-Magazin aus den USA empfahl zum Beispiel allen auf Telegram zu wechseln. Auch der Führer der Identitären Bewegung, Martin Sellner, ist auf diese Plattform gewechselt – unter anderem weil er von den öffentlichen Plattformen verbannt wurde. Messenger sind eine großartige Sache und dass sie verschlüsselt sind, ist enorm wichtig. Man muss nur nach Hongkong gucken. Dieses private Umfeld, dieses nicht-öffentlich Einsehbare, macht es aber eben auch umso attraktiver für Rechte, Verschwörungstheoretiker usw. Es verbreiten sich aber auch so, völlig ohne böswillige Intentionen enorm viele Verschwörungserzählungen auf diesen Plattformen – allen voran WhatsApp, den mit Abstand beliebtesten Messenger, der durch die Covid-Pandemie nun wohl noch mehr als die Anfang des Jahres verkündeten zwei Milliarden Nutzer:innen hat. In eigentlich harmlosen Gruppen wie die der Familie, dem Sportverein oder die mit den anderen Eltern aus der Schule verbreiten sich Desinformationen nicht nur rasant, sondern auch Vorurteile und Ressentiments. Das alles hat ziemlich viel mit Gruppendynamiken zu tun. Dass man aufgrund der “Heimeligkeit” solch einer Gruppe sich nicht unbedingt traut, Widerspruch einzulegen und/oder dass man dort eben aufgrund der privaten Runde das Gefühl hat, endlich mal das sagen zu dürfen, was man ja sonst nicht mehr sagen darf.
Messenger – eine völlig unterschätzte Plattform für die Verbreitung von Desinformationen. Ich hab deswegen ein Paper zu dem Thema für die Friedrich-Naumann-Stiftung geschrieben. Behind closed curtains – es erscheint ganz bald. I’ll keep you posted 😉
What's wrong with WhatsApp | Technology | The Guardian What's wrong with WhatsApp | Technology | The Guardian
Seit die Corona-App draußen ist, gab es ja keinen Newsletter mehr. Für alle, die es auf meinen Social Media Kanälen nicht mitbekommen haben: ich habe sie mir installiert. Ihr könnt es auch tun, wenn Ihr es noch nicht habt. Habe das auch Mama empfohlen und der gesamten Universität Tübingen in einer Video-Botschaft. Ein paar Dinge brennen mir allerdings (noch) auf der Seele:
  • Ich hätte gerne ein Begleitgesetz gehabt. Oder mindestens eine ordentliche Diskussion. Ich finde, die gab es nicht ausreichend.
  • Ich würde mir wirklich wünschen, nein, ich fände es angemessen, wenn die Zivilgesellschaft ihren Anteil am Lob bekommen würde, dass die App so gut angenommen wird, den sie verdient. Denn dass es jetzt ein vertrauenswürdiges, datenarmes und Open Source Modell geworden ist, dass ist hauptsächlich ihr zu verdanken und nicht den Entwickler:innen von SAP und der Telekom. Da, liebe Frau Dr. Merkel, hätten Sie ruhig mal was zu sagen können.
  • Gefühlt schimpfen jetzt genau die, denen die App nicht schnell genug kommen konnte (völlig egal ob die Schnittstellen von Apple und Google schon da waren oder nicht, oder ob man sich als demokratische Gesellschaft nicht auch angemessen Zeit geben sollte, um auszudiskutieren, wie man die App gestalten möchte), dass die App einige Bugs hat (irrelevant ob die durch Apple, Google oder die App selber kommen). Das passiert eben, wenn es schnell, schnell, schnell gehen soll und man niemandem die Zeit lässt ein gutes Produkt zu entwickeln. Apps haben immer Bugs – das ist völlig normal. Ich hätte mir gewünscht, dass wir wie die Schweiz eine Beta-Testphase gemacht hätten, um die gröbsten auszumerzen (wobei ich es aktuell noch für ok halte). Ich glaube, man muss hier deutlicher klar machen, dass Apps nicht aus dem Hut gezaubert werden können und dass gerade solche neuen Produkte immer erstmal “im Feld” getestet werden müssen.
Die App scheint bisher ein echter Erfolg. Ob sie denn auch epidemiologisch helfen wird, werden wir sehen müssen. Dafür müssen wir aber auch dringend lernen, dass wir vielleicht einsehen müssen, dass sie nicht wirklich was zu Eindämmung beitragen kann. Das ganze ist ein Versuch! Technisch haben wir die bestmögliche Lösung, aber wenn die App nichts bringt, dann ist das alles meiner Meinung nach nicht gescheitert. Dann haben wir nur einen Beweis dafür, dass wir eben nicht alles unsere Probleme mit digitalen Tools lösen können. Das müssen wir einsehen (und ich sage auch: Gott sei Dank können wir nicht alles mit Technik lösen).
"Möglicherweise nicht unterstützt": Das bedeuten die irritierenden Meldungen in der Corona-Warn-App - Wirtschaft - Tagesspiegel "Möglicherweise nicht unterstützt": Das bedeuten die irritierenden Meldungen in der Corona-Warn-App - Wirtschaft - Tagesspiegel
Die Vorratsdatenspeicherung hat mich politisiert und sie ist nicht tot zu kriegen. Völlig egal, was deutsche oder europäische Gerichte sagen. Gerade Unionspolitiker:innen kommen gerne wieder mit ihr an, insbesondere dann, wenn es um den Kampf gegen sexuellen Missbrauch von Kindern geht. Dabei ist ihnen scheinbar nicht nur die Rechtssprechung völlig egal, nein, auch, dass die Vorratsdatenspeicherung bei der Ermittlung nicht wirklich was bringt. Das sagen sowohl Ermittlerinnen und Staatsanwälte und wir sehen es auch gerade bei den Ermittlungen in NRW. Dieser Artikel hier führt sehr schön auf, wie Pädokriminelle das Netz benutzen, wie und wo Daten anfallen, bei denen eine Vorratsdatenspeicherung was bringen würde und wie diese Kriminellen aber in den meisten Fällen das Netz nutzen. Spoiler: wenn IP-Adressen verschleiert werden, bringt die VDS nichts, auch nicht wenn Messenger genutzt werden. Häufig bringen IT-Fachkenntnisse und klassische Ermittlungsarbeit den Erfolg. Und auch häufig gibt es einige Hinweise auf Täter:innen, die aber ignoriert werden.
Wie Pädokriminelle das Internet nutzen - und wie Ermittler sie finden können - DER SPIEGEL - Netzwelt Wie Pädokriminelle das Internet nutzen - und wie Ermittler sie finden können - DER SPIEGEL - Netzwelt
Bleiben wir noch kurz bei Dauerbrennern, die einem den letzten Nerv rauben: Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz bekommt ein Update, obwohl die Evaluation des ursprünglichen immer noch nicht da ist (oder nicht veröffentlicht wird?). Parallel dazu ist jetzt das Gesetz gegen Rechtsextremismus und Hasskriminalität verabschiedet worden. Anfang des Jahres verfassten wir dazu einen Offenen Brief, warnten vor einer Verdachtsdatenbank beim BKA. Was hier mit zwei Gesetzen am NetzDG geändert werden soll, ist nicht abgestimmt und passt daher nicht zusammen. Abgesehen davon, dass es echt gruselig ist, was der Gesetzgeber wieder vor hat. Das findet übrigens auch die Europäische Kommission nicht so toll und hat die Vorhaben gegen Hate-Speech der Bundesregierung scharf kritisiert.
Warum ein neues GroKo-Gesetz die Meinungsfreiheit einschränken wird Warum ein neues GroKo-Gesetz die Meinungsfreiheit einschränken wird
WHAT TO HEAR
Alle guten Dinge sind drei: Auch die Netzsperren sind so ein Ätz-Thema, das nicht tot zu kriegen ist. Anfang Juni habe ich mit Dennis Horn und Jörg Schieb bei Cosmo Tech über Netzsperren, Pornos und mein Outfit für Panels gesprochen. Am Ende gab es das zweitschönste Kompliment des Jahres ❤️❤️
Netzsperren: Nützliches Werkzeug oder Bedrohung fürs Netz? - Podcasts - COSMO - Radio - WDR
WHAT TO WATCH
How I hacked online dating | Amy Webb
WHAT TO STREAM
"And The Winner Is...:" Sie sind zur digitalen Verleihung des For..Net Media Awards 2020 eingeladen! Nach der Registrierung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit Informationen über die Teilnahme am Event.
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das einzige Erbe von Snapchat ist die Angst, dass es angezeigt wird, wenn ich einen Screenshot mache
Hirncabrio
Meine Mutter entdeckt mit fast 80 das Internet. "Und wenn Du im Internet bist, wie verhinderst Du, dass Du Dich da drin den halben Tag verzettelst, weil alles so interessant ist?"
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Ashley Clements
For anyone who feels like they “wasted” quarantine because they didn’t write a novel or learn a new language or get shredded, I have good news: Quarantine ain’t over get back inside.
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Ann Cathrin Riedel, Berlin