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Fatigue - Issue #55

Revue
 
Dieser Newsletter hier ist der dritte Versuch. Die ersten zwei gingen nicht, wurden nie fertig. Es gi
 

Ann Cathrin's Digital Digest

May 17 · Issue #55 · View online
Eine wöchentliche Sammlung von Artikeln zur Digitalisierung, Netzpolitik und Social Media und welchen Einfluss dies alles auf unsere Gesellschaft und Politik hat.

Dieser Newsletter hier ist der dritte Versuch. Die ersten zwei gingen nicht, wurden nie fertig. Es ging einfach nichts mehr. Aus die Maus.
Liebe mittlerweile über 700 Abonnent:innen, hier im Editorial meines Newsletters wird es manchmal sehr persönlich. Gerade auch während Corona. Ich halte es für richtig, Menschen mitzuteilen, dass gerade bei niemandem alles gut ist. Also dieses “gut”, wie wir es noch vor Corona kannten. Gerade auch weil Social Media – so auch bei mir – gerne mal den Eindruck vermittelt, dass alles super ist und man unglaublich produktiv wäre. Nein. Social Media ist nicht das echte Leben. Nie.
Für mich endet jetzt Woche zehn in der Isolation und vor zwei Wochen ging dann gar nichts mehr. Skin Hunger – schon mal davon gehört? Das Bedürfnis nach dem Kontakt zu Haut. Körperkontakt mit anderen Menschen. Ganz unten in der Leseliste ist ein entsprechender Artikel verlinkt. Dass der so lebensnotwendig ist, sieht man daran, dass man Frühchen zum “kängurun” auf die Brust der Eltern legt. Sie entwickeln sich dann deutlich besser. Und Gefangene in Isolationshaft vermissen in erster Linie nicht ihre Freiheit, sondern eben diesen Kontakt zu Menschen. Fehlender Körperkontakt ist eine nicht zu unterschätzende Belastung. Und während die einen unter zu viel Enge und Stress mit der Familie oder den Mitbewohner:innen leiden, ist es für die, die alleine wohnen eben das. Also bin ich für eine Weile zum Kraft danken weg aus Berlin gefahren. Jetzt geht es besser.
Damit habe ich auch verpasst, Euch liebe Leser:innen, auf meinen ersten Aufritt in einer Reportage hinzuweisen. Ich durfte bei ZDF zoom über die Corona App und das kommunikative Chaos dabei sprechen. Heute Abend soll es gleich noch einen Auftritt im Fernsehen geben: um 19:10 Uhr bei Berlin direkt. Ebenfalls ZDF, ebenfalls zur Corona App. Diesmal geht es um Vertrauen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an alle, die mir so tolles Feedback gegeben haben. Vor allem, dass ich so klar und leicht verständlich sprach. Das ist ja auch mein Ziel mit diesem Newsletter. Denn es braucht bei so essentiellen Themen wie Bürgerrechte im Digitalen ein breites Verständnis, sodass möglichst viele wenigstens etwas verstehen worum es geht. Die Fachdebatten können dann andere führen. Aber Wissen und Information ist meiner Meinung nach essentiell für eine:n mündige:n Bürger:in in einer aufgeklärten Demokratie. Daher das Ganze.
Vor zwei Wochen wollte ich eigentlich auch darüber schreiben, was so öffentliche Auftritte, gerade auch im Fernsehen mit einer Frau machen. Ich habe es dann gelassen. Aber im Zuge es Männerwelten Videos, das viral ging, habe ich dann doch etwas dazu getwittert. Ich fragte vorher schon mal, wie viele Date-Anfragen oder (lüsterne) Kommentare zum Aussehen Männer eigentlich im professionellen Kontext bekommen. Fast einhellig die Antwort: Null. Ich fragte, wie viele Männer sich Gedanken machen, was sie vor einem Auftritt gerade im Fernsehen anziehen. Nicht nur ob der Eignung für die Kamera und ob es einem gut steht, vorteilhaft ist oder nicht. Sondern wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass man damit noch mehr solcher Kommentare und Nachrichten bekommt. Auch hier: Null. Ich erzählte, dass diese Formen der Belästigung, dass man sich als Frau echt unwohl fühlt, schon damit anfangen, wenn man – gerade als Frau mit üppiger Oberweite – auf das neue Profilbild sinngemäße Kommentare wie „hihi, höhö, Brüste!“ bekommt. Als hätte man(n) noch nie welche gesehen. Als sei es nicht viel kommentier-würdiger, dass Twitter scheinbar nicht Gesichter auf Fotos erkennt, wenn nur die Hälfte drauf ist und stattdessen lieber auf das Dekoltée zoomt. Das alles macht müde. Sehr, sehr müde. Und das alles ist Mental Load, den wieder nur Frauen zu tragen haben. Sich mit diesen Nachrichten beschäftigen nach Auftritten, das Feststellen, dass männliche Kollegen wahnsinnig viele neue Follower auf Plattformen die für Inhalt stehen nach solchen Fernsehauftritten bekommen, man als Frau dafür zahlreiche auf Instagram –nicht gerade bekannt für Inhalt. Dafür kaum da, wo es Inhalt gibt. Andersrum gab es für Männer kaum welche auf Instagram. Es ist kein Neid, sicher nicht. Aber es verdeutlicht nochmal anders das Problem. Es macht einfach so müde.
Mit was entlasse ich Euch jetzt aus dem Editorial und schicke Euch zum Inhalt? Mit der neuen Kolumne von Lisa Ludwig, die mich sehr begeistert: Wer bin ich, wenn niemand hinguckt? Eine Anleitung zum Alleinsein.
Die Hoffnung niemals verlieren!
Alles Liebe
Ann Cathrin
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Blocks
lol ich weiß ganz genau wie der BER sich fühlt weil ich bin auch ready aber es ist corona
Marina Weisband
Wenn ihr nur über die furchtbarsten Menschen schreibt und redet, werden die berühmt, gewinnen mehr Einfluss, prägen die Debatte. Wenn ihr andersrum auf die Menschlichen, Überlegten, Abwägenden aufmerksam macht, bekommen die mehr Einfluss. Jede Gesellschaft macht sich selbst.
WHAT TO KNOW
““The technology is more or less … I wouldn’t say useless,” says Gestur Pálmason, a detective inspector with the Icelandic Police Service who is overseeing contact tracing efforts. “But it’s the integration of the two that gives you results. I would say it [Rakning] has proven useful in a few cases, but it wasn’t a game changer for us.”” Was wird die Tracing-App bringen? Wir wissen es noch nicht. Wissen tun wir (oder zumindest die meisten), dass sie weder Allheilmittel sein kann und wird, noch problemlos funktionieren wird. Was sie aber in der Theorie können soll, laut veröffentlichtem Stand bei Github, ist hier nachzulesen. Island berichtet nun, dass diese App zwar nice to have ist, aber die wirklichen Erfolge, die man sich davon versprach, sind nicht eingetreten. Seit März spreche ich davon, dass wir beziehungsweise die Bundesregierung hier ein ordentlichen Erwartungsmanagement machen muss, denn nur dann kann sie – in ihrem Rahmen – ein Erfolg sein. Eben als ein Baustein von vielen bei der Bekämpfung der Pandemie. Beamte aus dem US-Gesundheitswesen sagen sogar: ‘No Thanks’ to Contact-Tracing Tech. Technische Lösungen fehlen zwar in der Nachverfolgung, aber dann eher bei den Gesundheitsämtern. Um zum Beispiel die so wichtigen qualitativen Interviews von Infizierten effizient zu führen oder aber um Kontaktinformationen von Kontakten eines Infizierten fehlerfrei zu übermitteln (am Telefon können da schon welche passieren). Ist, wie ich finde auch angenehmer von einem Menschen am Telefon über eine mögliche Infektion informiert zu werden, denn per Push-Notification anonym auf dem Smartphone, aber nun denn. Davon hatten wir es auch schon Anfang April.
Wenn die App denn endlich kommt (so Mitte Juni ist gerade geplant), dann brauchen wir eigentlich noch ein entsprechendes App um eine Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung durch den Staat zu haben. Nur so kann auch echte Freiwilligkeit garantiert werden und wir schließen so mögliche Verwendungen der Daten für andere Zwecke aus. Sollte ja eigentlich kein Problem sein, wenn man es auch nicht will, oder? Eine Gruppe Malte Engeler und Ninja Marnau hat dazu einen Vorschlag unterbreitet und ersterer hat hier erklärt, warum so ein Gesetz denn notwendig ist.
Europa könnte hingegen in zwei Lager bei der Kontaktnachverfolgung zerfallen. Unter anderem Frankreich und Großbritannien bleiben bei der zentralen Speicherung, die weder Apple noch Google unterstützen und von Organisationen wie LOAD, D64, dem CCC und der Gesellschaft für Informatik, als auch Amnesty International und anderen abgelehnt wird.
Für mich wird übrigens immer deutlicher, dass so eine App auch – nicht nur – kaschieren soll, wie schlecht die Gesundheitsämter vorbereitet sind. Dass Personal zusammen gezogen werden muss – geschenkt. So viel kann man ja nicht vor halten. Aber die mangelnde Digitalisierung, dass immer noch immens viel gefaxt werden muss, die Zettelwirtschaft bei der Kontaktnachverfolgung, die ich in entsprechenden Berichten sehe – gut ist das nicht. Und spricht auch nochmal für die Äußerungen der Beamten oben aus dem US-Gesundheitswesen. Solange nicht geklärt ist, wer alles einen Anspruch auf einen Test hat und wer die Kosten übernimmt (das hat ja jetzt größtenteils das neue Infektionsschutzgesetz geregelt, aber habe ich auch nach Meldung der App einen Anspruch?) bringt eben eine solche App nicht viel, denn ich muss ja wissen, ob ich infiziert bin oder nicht. Und damit eben auch, wie sicher die Meldungen der App sind. Meldet die größtenteils falsch-positiv, dann endet das erst recht in einem Desaster.
Wichtig ist auch nochmal, dass es darum gehen muss, den Menschen und sein Handeln zu unterstützen. Technologie ist kein Mittel zum Zweck. Wir dürfen nicht in dem Irrglauben leben, dass es für jedes Problem eine technologische/digitale Lösung gibt. Und ebenso müssen wir mehr als kritisch begleiten, wie sich Konzerne wie Apple und Google verhalten. Welche Daten sie sammeln (hier geht es nicht um Tracing) und mit welchen Unternehmen aus Ihrer Unternehmensgruppe (Google, respektive Alphabet) sie was tun. Bei der schweizer Republik gibt es dazu einen ganz großartigen, lesenswerten Text.
Nearly 40% of Icelanders are using a covid app—and it hasn’t helped much | MIT Technology Review Nearly 40% of Icelanders are using a covid app—and it hasn’t helped much | MIT Technology Review
Datenhunger Galore! Nach dem vergangene Woche beschlossenen Infektinsschutzgesetz müssen auch zahlreiche Daten von negativ-getesteten Personen gemeldet werden. Da kommt ziemlich schnell ziemlich viel zusammen – zumal wir ja noch längst nicht durch sind mit der Corona-Pandemie. Der Bundesdatenschutzbeauftrage, Ulrich Kelber, ist bei dem Vorhaben ziemlich deutlich geworden und sieht darin einen nicht unverhältnismäßigen Grundrechteeingriff:
Die Ausführungen in der Begründung lassen nicht ansatzweise erkennen, auf welcher Grundlage hier in die Grundrechte einer eklatanten Anzahl von Betroffenen eingegriffen werden soll. Die dürftigen Angaben in der Begründung deuten darauf hin, dass eine rein statistische Erfassung den Zweck ebenso erfüllen würde. Eine Abwägung mit dem Persönlichkeitsrecht der Bürgerinnen und Bürger findet nicht statt. Offenbar wird hier verkannt, dass nach der Datenschutz-Grundverordnung auch bei Pseudonymisierung datenschutzrechtliche Maßgaben zu berücksichtigen sind. […] Eine generelle, bundesweite Meldepflicht für Nicht-Infizierte […] ist nicht gerechtfertigt.
Übermittelt werden unter anderem(!) personenbezogener Daten wie Geschlecht, Geburtsmonat, Geburtsjahr, Wohnort, Untersuchungsbefunde und Grund der Untersuchung. Bei aktuell über 300.000 Tests pro Woche landen dann ziemlich viele Personen in der Datenbank, die eben nicht infiziert sind.
Daten müssen oder sollten auch in Cafés und Restaurants, die nun fast überall wieder öffnen dürfen, erfasst werden. Ob es eine Pflicht oder nur Empfehlung gibt, das unterscheidet sich in den einzelnen Bundesländern. Niko Härting spricht hier von einer neuen Vorratsdatenspeicherung.
Dass das nicht so dolle funktioniert, zeigt Süd Korea. Dort müssen Besucher:innen von Clubs ihre Daten hinterlassen. Aus vielerlei Gründen hinterlassen einige aber nicht ihre echten Daten. Daher bringt das wenig, wenn dort wieder Fälle auftreten.
Datenerfassung von Gesunden: Lambrecht gegen Kelber | Telepolis Datenerfassung von Gesunden: Lambrecht gegen Kelber | Telepolis
Nutzer:innen finden fragwürdige Corona-Informationen vor allem auf YouTube und verbreiten sie über WhatsApp. Das hat eine nicht repräsentative Analyse von Correctiv ergeben und zeigt damit das Problem auf, das weiterhin viel zu wenig beleuchtet wird: Messenger und ihre Rolle bei der Verbreitung von Desinformation oder jetzt auch ganz aktuell Verschwörungsmythen (warum “Mythen” und nicht “Theorien”?).
Warum Menschen an Verschwörungsmythen glauben und was die Plattformen bisher dagegen unternehmen, dass haben Martin Fehrensen und Simon Hurtz in ihrem Social Media Watchblog ausführlich aufgeschrieben und weil sie das Thema für so wichtig erachten, kostenlos zur Verfügung gestellt. Da sage ich auch als zahlende Supporterin des Briefings: Danke dafür! Auch hier zeigt sich, wie so häufig beim Thema Information, die Lage und Problematik ist komplex. Menschen glauben das nicht, weil sie nicht gebildet genug sind oder weil sie den Staat ablehnen. All das dröselt auch das neue Buch von Katharina Nocun und Pia Lamberty auf, dass zu keinem besseren Zeitpunkt erscheinen könnte und ich mir auch noch bestellen werde. Ein paar wichtige Punkte, quasi als Vorgeschmack, hat Sebastian Meineck hier in einem Twitter-Thread aufgeschrieben.
Berechtige Sorgen darf man aktuell gerade gerade haben. Und wir müssen darüber – ebenso wie über die Einschränkungen unser Grund- und Freiheitsrechte – als Gesellschaft dringend diskutieren und streiten. Das gehört zu einer gesunden Demokratie dazu. Mit den Maßnahmen der Bundesregierung nicht einverstanden zu sein, legitimiert aber in keiner Weise, mit Antisemit:innen, Rechtsradikalen oder eben Verschwörungsgläubigen auf die Straße zu gehen und deren gefährlichen und menschenverachtenden Botschaften und Anliegen damit mit zu unterstützen. Wie man damit umgehen kann, wenn Freund:innen, Verwandte oder Bekannte auf solche Mythen anspringen und sie auch noch verbreiten, dazu hat Dirk von Gehlen einen Vorschlag in Form eines Briefs gemacht. Denn eines sei sicher: sehr vielen kommt man nicht mit Fakten bei. Auch eine vorschnelle Diffamierung hilft wenig, sagt auch der Medienwissenschaftler Prof. Bernhard Pörksen. Auch Journalist:innen müssen hier dringend entsprechenden Umgang lernen. Ein weiteres Beispiel für Journalismus, der besser werden muss, hat Alex Sängerlaub hier präsentiert.
“All too often, the people responsible for protecting the public do not appear to understand how information moves in the internet era. Meanwhile, people who best understand what content is likely to go viral are using that knowledge to mislead.” ein Problem, das wir weltweit haben. Die “Guten” schaffen es nicht ordentlich und verständlich für alle zu kommunizieren, geschweige denn die zahlreichen Kommunikationskanäle Adäquat zu nutzen.
Wer das von Berufswegen drauf hat, sind Influencer:innen. Hier ist es um so gefährlicher, wenn sie Verschwörungsmythen und Desinformation verbreiten. Auch in Deutschland ein Problem (und dabei nicht Telegram als Kanal der Verbreitung vergessen, gerade bei den Extremsten von allen).
Warum so viele Menschen an Corona-Verschwörungstheorien glauben Warum so viele Menschen an Corona-Verschwörungstheorien glauben
Sei es, dass man nur einen Teil des Gegenübers sieht und somit nicht die komplette Gestik, durch schlechte Videoqualität und nur kleine Bildchen auch nicht die Mimik, oder weil man ständig einen Haufen Menschen im Galeriemodus vor sich sieht und man sich nicht im Raum zu einer Person hinwendet. Videomeetings und -konferenzen sind verflucht anstrengend und auch wenn sie manchmal effizienter sein können, als ein Präsenzmeeting (vermutlich hätten beide aber auch Emails sein können), ist man nach einem Videomeeting häufig deutlich geschaffter als nach einem normalen Meeting. Zoom-Fatigue nennt sich das. Noch ein neues Wort, dass wir dieses Jahr lernen und ich glaube, sehr viele von Euch empfinden sie extrem. “Ich bin froh, dass das hier nur eine klassische Telko ist und keine Videokonferenz, sonst wäre ich nicht gekommen. Ich kann nicht mehr”, sagte eines meiner Mitglieder während unserer monatlichen Telko und auch ich empfand so. Endlich mal nur hören – das stresst nicht so. Und ich muss sagen: ich empfinde nach all den Videovorträgen oder -moderationen immer eine unglaubliche Leere nach dem Ende. Wo man sonst noch plaudert, sich bedankt und auf weitere Rückfragen eingeht, für die bei der eigentlichen Veranstaltung keine Zeit mehr war folgt nun: Nichts. Leere.
‘Zoom fatigue’ is taxing the brain. Here's why that happens. ‘Zoom fatigue’ is taxing the brain. Here's why that happens.
Man vermisst den Fingerprint-Sensor am iPhone mit der Maske schon sehr. Gesichtserkennung funktioniert damit nicht mehr, aber wie ich es schon ahnte: Auch diese Technik wird besser und in China können Menschen nun auch mit Maske erkannt werden. Faszinierend auf jeden Fall, ich finde es aber auch überaus gruselig. Filmtipp unten angucken – egal ob Ihr das auch gruselig findet, oder faszinierend.
Wearing a mask won’t stop facial recognition anymore - The coronavirus is prompting facial recognition companies to develop solutions for those with partially covered faces | Abacus Wearing a mask won’t stop facial recognition anymore - The coronavirus is prompting facial recognition companies to develop solutions for those with partially covered faces | Abacus
Carolin Emcke in Ihrem Journal zur Corona-Krise:
Anfangs habe ich von Tag zu Tag, von Woche zu Woche gedacht, und auf andere Nachrichten oder andere Aussichten gehofft. Aber die Sehnsucht brauchte einen anderen Takt, um nicht zu quälen. Die Ungeduld war nicht nur unsinnig, sondern auch nicht hilfreich. Wenn es einen Impfstoff frühestens in einem Jahr geben wird, dann ist die permanent hechelnde Normalitäts-Erwartung nur autodestruktive Illusion. Ich habe mich jetzt auf mindestens ein Jahr Ausnahmezustand eingestellt. Bis Sommer 2021 wird es nicht mehr das sein, was es einmal gab und uns vertraut war. Vielleicht wird es nie mehr das sein, was es einmal gab und uns vertraut war. Vermutlich wird es zwischendurch Lockerungen und deshalb auch Rückschläge und noch massivere Einschränkungen geben. Es wird bitter, aber ich kann besser vom Ende her denken, anstatt mich Tag für Tag, Woche für Woche zu belügen.
Politisch-persönliche Notizen zur Corona-KriseWoche 6: Vom Koffer, der nicht verreiste, von ungezählten Stichverletzungen und von der Gefahr der zunehmenden Kurzsichtigkeit.Von Carolin Emcke Politisch-persönliche Notizen zur Corona-KriseWoche 6: Vom Koffer, der nicht verreiste, von ungezählten Stichverletzungen und von der Gefahr der zunehmenden Kurzsichtigkeit.Von Carolin Emcke
WHAT TO HEAR
Corona im Rechtsstaat Folge 18 - PinG-Podcast "Corona im Rechtsstaat"
WHAT TO WATCH
Von China in die USA, von Tel Aviv über London bis nach Washington: Der Dokumentarfilm zeigt erstmals auf, wie sich Staaten weltweit im Kampf gegen Terrorismus und Kriminalität einen gefährlichen Wettlauf um immer mehr und immer neuere Überwachungstechnologien liefern. Mancherorts lässt der Sicherheitswahn bereits eine neue Art von Regime entstehen: den digitalen Totalitarismus.
Überwacht: Sieben Milliarden im Visier | ARTE Überwacht: Sieben Milliarden im Visier | ARTE
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E L   H O T Z O
Das geilste daran ständig auf sein Handy zu starren ist dass es sich wie ein feiernswerter Erfolg anfühlt wenn man mal 40min darauf verzichtet hat, geht weg ihr Kampfsportler, ich bin der König der Selbstdisziplin
Dax Werner
Frau Merkel schalten sie uns endlich das Internet ab
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Ann Cathrin Riedel, Berlin