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Am-Ball-Bleiben - Issue #1 - Reading Digest von André Cramer

Revue
 
Ein regelmäßiger Newsletter zu den Themen Technologie, Gesellschaft und was wichtig ist, wo sich beid
 

"Am-Ball-Bleiben" Reading Digest Newsletter von André Cramer

3. Oktober · Ausgabe #1 · Im Browser ansehen
Mehr Menschen sollen mehr über unsere gesellschaftlichen Debatten und (digitalen) Zukunftsoptionen wissen. Damit wir unsere Zukunft gemeinsam und informiert gestalten können. Das ist mein WHY - das, was mich jeden Tag antreibt. In diesem Newsletter findet ihr eine (meistens) wöchentliche Auswahl meiner Lieblingsartikel aus den Bereichen Technologie & Innovation und Gesellschaft & Politik. Und vor allem auch von dort, wo sich beide Themen berühren. Ich versuche die Artikel einzuordnen, mit weiteren Infos & Links anzureichern und teile meine Meinung dazu. Mein Leitsatz hierbei: Immer danach Ausschau halten, wo die Debatte über Technologie geführt wird, sie aber besser über Gesellschaft und Menschen und über ihr Wohl geführt werden sollte. Und dann in diese Richtung lenken.

Ein regelmäßiger Newsletter zu den Themen Technologie, Gesellschaft und was wichtig ist, wo sich beide berühren. Mehr auf andrecramer.net. Social Links am Ende des Newsletters.

Hiermit startet die erste Ausgabe meines Newsletters. In den letzten 2 Jahren hatte ich für mich entschieden, dass mein Weg der Teilhabe meiner Community an meiner Reise durch die relevanten Nachrichten unserer Zeit das Video-Format “FAV4” sein sollte. Kleine, ca. 1-minütige Videoclips mit meinen Top 4 Technologie & Innovationsnews der Woche, verbreitet über LinkedIn, Twitter und meinen Blog. 
Aber wir treten ja nicht auf der Stelle, sondern entwickeln uns ständig weiter, nicht wahr? Als Teil meines Jobs, und mit voller Energie meiner Passion folgend, lese ich sehr, sehr viel. Ich hatte einfach das Gefühl, dass das FAV4 Format meinen Anspruch, spannende Inhalte mit meiner Community zu teilen, einfach nicht mehr gerecht wurde. Deshalb ein Newsletter. Ich hoffe, dass ihr nicht denkt „hach, schon wieder ein weiterer Newsletter“. Mir liegt’s am Herzen und ich bin sicher, dass hier immer wieder tolle Impulse für Euch dabei sein werden.
Genug der Vorrede. Diese Artikel haben mich in den letzten zwei Wochen interessiert und beschäftigt. In meinen Augen: worth sharing. Enjoy!

Aus der Rubrik "Technologie & Gesellschaft"
PHYS.ORG
Ein Artikel zum Thema, wie unsere batteriebetriebenen digitalen Alltagsbegleiter unser soziales Verhalten und unsere Wahrnehmung von uns selber und von anderen beeinflussen. Zeit eindrucksvoll, in was für Zeiten von kraftvollem digitalem Wandel wir leben.
“People no longer think about their destination being 10 km away or 10 stops on the tube. They think about it being 50 per cent of their battery away.“
Zwei entgegengesetzte Pole von Menschen in dieser Betrachtungsweise:
People now identify themselves and others in relation to how they maintain their battery levels: The ones who monitor their battery gauges and take measures to keep a high level of charge identify themselves as "control freaks”, “quite anal”, “planners” and “a bit OCD”.
The ones who regularly allow their phone batteries to run out of charge were identified as “frightfully frustrating”, “disorganised” and “inconsiderate”.
Wichtigstes Zitat:
“We found that people who let their phones’ batteries run out are viewed by others as out of touch with the social norm of being connected and therefore unable to be competent members of society.”
Ist es in Ordnung, wenn jemand quasi als ‘asozial‘ wahrgenommen wird, weil zugelassen wird, dass der eigene Akku auch mal komplett leerläuft? Ich würde sagen, lassen wir die Kirche mal im Dorf. So penibel wie ich bei meinem eigenen Power Management bin, so sehr finde ich, dass jeder das Recht hat, „offline“ zu sein.

TECHCRUNCH.COM
Hier drin stecken ein paar Interessente Ideen und vor allem „food for thought“ in Bezug darauf, wie digitale Technik – in Form virtueller Welten, angetrieben durch künstliche Intelligenz – unser soziales Leben wohl gehörig umkrempeln könnte.
Das hier drückt es ganz gut aus. Es geht um Möglichkeiten, wie Nutzer Beziehungen zu vollkommen künstlichen Charakteren aus der virtuellen Welt aufbauen können:
The startup’s ex-Riot Games co-founders claim their venture is less focused on building a button-mashing competitive shooter than it is a “virtual society” where users can develop relationships with in-game characters powered by “complex AI”.
 “Interactive entertainment has become more mainstream and approachable than ever before, as technology use is no longer for fringe or techy groups – this new generation of ‘gamers’ is becoming more inclusive of everyone – as immersive, digital experiences will become as accessible and commonplace as the social forums we know and love today.”
Glaubt man’s? Ich würde sagen, dass das ein Thema ist, mit dem wir uns sehr ernsthaft beschäftigen müssen. Menschen tauchen heute schon wahnsinnig intensiv in künstliche Spielewelten ab. Pokemon Go hat gezeigt, dass sehr viele Leute sich auf Interaktion mit virtuellen Gegenständen einlassen. Menschen verehren heute schon die ersten virtuellen Influencer. Warum also sollten sich nicht viele Menschen demnächst intensiv mit künstlichen Charakteren in virtuellen Welten „anfreunden“? Da kommt was auf uns zu!

NEWYORKTIMES.COM
Auch wenn ich den Begriff „Zar“ wirklich nicht mag, und eher unpassend finde, von Margrete Vestager werden wir noch viel hören. Ich persönlich habe mich sehr gefreut, sie in der neuen EU Kommission bald wieder zu sehen (erwarte nicht, dass sie bei den anstehenden Hearings nicht durchkommt), mit nochmal deutlich erweiterten Befugnissen. Es ist sicherlich nicht untertrieben, Margrethe Vestager als die mächtigste Reguliererin für Big Tech auf dem Planeten zu sehen. Sie wird auf jeden Fall mehr Einfluss haben als jeder andere in vergleichbarer Rolle anderswo. Gut so, denn…
It’s a job that analysts say will give her unmatched regulatory reach at a time when public anger is rising over issues like privacy, disinformation, data management and the enormous reach of the largest technology companies — like Google, Apple, Amazon and Facebook — into the everyday lives of billions of people.
Eine Passage, die man beachten sollte, und für mich ein Kern-Element, wessen wir uns als Europäer in der Digitalwirtschaft sehr bewusst sein sollten. Ich kann mich darin gut wiederfinden – denn ich glaube, dies ist der USP, welchen Europa nutzen sollte. Und nicht nur sollte, weil es „the last resort“ ist, sondern weil es richtig ist. Technologie wird unser Leben so umfassend umkrempeln, dass uns die letzten 25 Jahre wie ein Wellness-Retreat vorkommen werden. Deshalb hier:
Ms. Vestager’s enhanced status reflects the European Union’s ambition to become the most activist tech regulator in the world, creating a far-reaching role for itself in the global economy. European officials see an opening to become the trusted global regulator, especially as their American counterparts have been criticized for doing too little.
Way to go! Was sie mir noch mehr sympathisch macht, ist was dieser Herr über sie zu sagen hat:
“She hates the United States,” President Trump said, “perhaps worse than any person I’ve ever met.”
Dazu fällt mir nur ein:
HEISE.DE
Bei all den phantastischen News über die Fortschritte der künstlichen Intelligenz, lernen wieder jedoch immer wieder Fälle kennen, wo es dann beim „Mass-Market Rollout“ auf einmal doch nicht mehr ganz so „künstlich“ ist, was da im Hintergrund passiert.        
Als ein Beispiel hierfür gilt der auf den ersten Blick sehr revolutionäre Google Duplex Dienst, der letztes Jahr demonstriert wurde und in einigen wenigen amerikanischen Ballungsgebieten nutzbar ist. Die New York Times hatte herausgefunden, dass oft „echte“ Menschen am anderen Ende der Leitung sind, wenn scheinbar automatisiert Restaurants oder Frisöre für Terminvereinbarungen angerufen werden.
Die großen Digitalkonzerne verraten es ungern, aber hinter ihren künstlichen Intelligenzen steckt in Wahrheit viel menschliche Arbeit. Statt es zuzugeben, tun sie lieber so, als seien Menschen eine KI.
Naja, das ist ja eine Sache. Eine andere Dimension aber kommt zum Vorschein, wenn wir das dann einen Schritt weiterdenken. Wenn wir an noch viel mehr Stellen mal „unter die Motorhaube“ schauen. Dann begreift man, dass wir es hier mit regelrechten „Geisterarbeitern“ zu tun haben. Keine Gute Aussicht für uns als Gesellschaft, und vor allem die Menschen, die das betrifft. Als Mensch eng verwoben in einem Geflecht aus KI-Algorithmen, der KI als „Chef“ mit Weisungsbefugnis. Und am Ende muss man noch so tun, als sei man selber eine Maschine.
„Wir haben noch nie so viele Industrien gehabt, die Leiharbeit so vollständig als Automatisierung verkaufen – um zu sagen, dass hier wirklich überhaupt keine Person arbeitet“, sagt sie. „Wenn das in jedem Sektor geschieht, der Informationsdienste verkauft, dann sind das viele Menschen, deren Beteiligung an der Wirtschaft unsichtbar wird.“

VICE.COM
Dieser Blick hier in die USA zeigt uns zweierlei: Erstens, können wir uns glücklich schätzen, Datenschutzgesetze und Schutz im Öffentlichen Raum in Deutschland und Europa zu haben, die so etwas nicht erlauben. Zweitens, müssen wir gehörig auf der Hut sein, dass wir durch immer günstiger werdende Kameratechnik, allgegenwärtige Netzwerktechnologie und KI-gestützte automatische Objekterkennung (bzw. Personenerkennung), nicht schleichend auch in solch einer Welt landen.
 Armed with just a car’s plate number, the tool—fed by a network of private cameras spread across the country—provides users a list of all the times that car has been spotted. […]
 This tool, called Digital Recognition Network (DRN), is not run by a government, although law enforcement can also access it. Instead, DRN is a private surveillance system crowdsourced by hundreds of repo men who have installed cameras that passively scan, capture, and upload the license plates of every car they drive by to DRN’s database. DRN stretches coast to coast and is available to private individuals and companies focused on tracking and locating people or vehicles. […]
“It’s one thing to have had private investigators be able to happen upon somebody’s car parked in their driveway or parked on the street. […] But what this technology enables is creating a highly accurate digital dossier of the sum.“
Es regt sich aber auch hier Widerstand. Treffend bermerkt:
„This kind of indiscriminate surveillance deserves more scrutiny as it undermines privacy and civil liberties and sets a bad precedent by implying that everything exposed to the public can be collected, aggregated, and analyzed for profit. […] Although there is a lesser expectation of privacy in the public that doesn’t mean there is no expectation of privacy.”

THEATLANTIC.COM
Als großer Bewunderer der Innovationskraft und Kreativität des MIT Media Lab, haben mich die Enthüllungen rund um die Zusammenarbeit mit Jeffrey Epstein sehr erschüttert. Viele schäbige und den Ansprüchen ethisch einwandfreier Wissenschaft in keinster Weise genügende Details wurden bekannt. Viele wichtige Köpfe, allen voran Leiter Joi Ito, haben sich offenbart und sind letztendlich zurückgetreten.
The Atlantic widmet sich dem zugrundeliegenden Problem. „Sugar-Daddy Science“. Treffende beobachtet – lesenswert! 
Thanks to funding cuts, getting government grants is like squeezing water from a stone. And many private foundations have, in turn, swaddled their grants in red tape. Many scientists spend more time writing grant applications than actually doing science. Private philanthropy—especially the kind that writes big, blank checks—is appealing. The problem is, blank checks never come without strings. […]
Research labs cultivate plutocrats and corporate givers who want to be associated with flashy projects. Science stops being a tool to achieve things people need—clean water, shelter, food, transit, communication—and becomes a fashion accessory. […]
The MIT Media Lab—whose mission amounted to We’re basically down for anything—was easily hijacked by social climbers and scoundrels. The pure pursuit of science, freed from worldly concerns like politics and money, is a seductive illusion. In reality, it ends up attracting the very worst people.

UEBERMEDIEN.DE
Lesenswerter Ausflug in die deutsche Bildungslandschaft – Spotlight: wie funktioieren Medien. Vieles hier ist wirklich nicht schön – und zeigt den großen Handlungsbedarf auf. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass digitale Medien für junge Menschen häufig die einzige Informationsquelle sind. Insbesondere bei der Aussicht, dass durch „deepfakes“ die Prüfung der Authentizität von Medien, Berichten, Bildern, Videos noch viel herausfordernder wird.
Schüler.innen wissen oft erschreckend wenig über Journalismus und Medien. Viele machen sich keine Gedanken darüber, wer hinter den Informationen steht, die sie konsumieren. Oft können sie uns nicht mal erklären, wer die Nachrichten geschrieben hat, die ihnen ihr iPhone bei einem Wisch nach links anzeigt.
Auch den Lehrer.innen fehlt oft Wissen. Dabei laden uns nur Lehrende ein, die unser Angebot relevant finden. Von denen, die Medienbildung weiter unten auf der Agenda sehen, erfahren wir erst gar nicht, wie gut sie sich auskennen.

Aus der Rubrik "Gesellschaft, quo vadis?"
THEATLANTIC.COM
Die ist ein Artikel von Anne Applebaum, der mich im letzten Jahr bereits sehr beschäftigt hat. Er ist mir wieder ins Gesicht gesprungen durch diesen Tweet, der es ganz treffende ausdrückt:
Denise Kersten Wills
I still think about this @anneapplebaum essay, published last year, all the time. I don't think I've read anything that better explains what we're living through. https://t.co/Zcn1XGwpJL
Hier wird der Riss klar, der durch unsere Gesellschaften geht, während unserer zunehmenden Fokussierung auf die progressiven und konservativen Lager. Anhand Ihrer eigenen Erfahrungen in Polen, beschreibt Applebaum in bedrückender Art und Weise, wie es sich anfühlt, wenn man ein Land „verliert“, mit vielen Menschen darin, die mal Freunde und gute Bekannte waren.
Nearly two decades later, I would now cross the street to avoid some of the people who were at my New Year’s Eve party [20 years ago]. They, in turn, would not only refuse to enter my house, they would be embarrassed to admit they had ever been there. In fact, about half the people who were at that party would no longer speak to the other half. The estrangements are political, not personal. Poland is now one of the most polarized societies in Europe, and we have found ourselves on opposite sides of a profound divide, one that runs through not only what used to be the Polish right but also the old Hungarian right, the Italian right, and, with some differences, the British right and the American right, too.
Der „one-party-state“:
More to the point, the principles of competition, even when they encourage talent and create upward mobility, don’t necessarily answer deeper questions about national identity, or satisfy the human desire to belong to a moral community. The authoritarian state, or even the semi-authoritarian state—the one-party state, the illiberal state—offers that promise: that the nation will be ruled by the best people, the deserving people, the members of the party, the believers in the Medium-Size Lie. It may be that democracy has to be bent or business corrupted or court systems wrecked in order to achieve that state. But if you believe that you are one of those deserving people, you will do it.
Bitter…
IPSOS.COM
Starke, verstörende, alarmierende Fakten aus einer neuen globalen Studie von ipsos:
When it comes to society, around a majority (54%) globally agree that their country’s society is broken. Poland (84%) is the country where most feel this way followed by Brazil and South Africa (both 78%).
Globally, the share of adults who agree their country needs a strong leader to take it back from the rich and powerful has remained nearly unchanged between 2016 and 2019 (up 1 point to 64%). France (77%), India (72%) and Belgium (65%) are the countries in which most agree for the need of a strong leader willing to break the rules while Serbia (31%), Spain (31%) and Germany (22%) are lowest.
SCMP.COM
Hierzu muss man eigentlich gar nicht mehr so viel sagen. Einfach mal lesen, sacken lassen und drüber nachdenken: wollen wir sowas hier auch bei uns? Ich nicht! #liberaledemokratie
About 10,000 reporters and editors in Beijing are expected to take ‘pilot tests’ next month using Xuexi Qiangguo mobile app
Nationwide exams – with sections on Xi’s political thinking and Marxism – will be held later and press cards will only be issued to those who pass.
“I’m very good at this kind of stuff – I cover it every day pretty much,” said the editor, who did not want to be identified. “I’m confident that I won’t fail.”
😖
SUPCHINA.COM
Ein exzellenter Long Read! Viel Hintergrundwissen zur chinesischen Geschichte, in Relation gesetzt zu wichtigen Meilensteinen, wie wir im Westen unsere heutige liberale Weltsicht entwickelt haben. Wirklich nützlich für besseres China Verständnis. Aus China heraus wird natürlich anders geurteilt als aus unserer Außen-Perspektive.
Der Artikel ist viel zu lang für Ausschnitte, die alles greifen. Aber natürlich geht es um das Thema „Vergleich China früher zu China heute“ und damit einhergehend massiv bessere Lebensumstände und stabile politische Verhältnisse:
China’s leadership has succeeded in other ways: it has allowed China to prosper economically, lifting hundreds of millions out of poverty, creating a substantial and comfortable middle class with expanded personal (if not political) freedom. And the Chinese Communist Party has managed to ensure a relatively long period of political stability, with orderly leadership transitions absent the political violence that had accompanied nearly all others until Deng Xiaoping’s ascent.
Der Autor kommt zu diesem Ausblick:
I believe that China is only a generation or two from being able to fundamentally change in the direction of more pluralistic politics, greater freedoms of expression, of faith, of assembly. When no one has a living memory of chaos, after all, the now routine invocation of that fear by the Party and its apologists will fall on deaf ears.
Ich wünsche es China und uns allen. Habe jedoch große Zweifel. Die chinesische Führung bekommt in der heutigen Zeit mächtige Werkzeuge zur digitalen Totalüberwachung in die Hand. Und sie nutzt sie exzessiv. Was kommt schneller? Erfolg einer Freiheitsbewegung oder wahrhaft orwellsche Zustände, wie wir sie in 1984 nachlesen können?
NEWSTATESMAN.COM
Direkt anknüpfend an den vorherigen Artikel – interessante Einblicke in das WIE innerhalb der #HongKongProtests Freitheitsbewegung. Die Leute sind sehr kreativ wenn es darum geht, Überwachungstechnik des authoritären China zu umgehen. Ein Element: „open-source protest“ mit episodischem Leadership:
Professor Francis Lee of the Chinese University of Hong Kong has called it “open-source” protest. Volunteers with megaphones or walkie-talkies help to announce and coordinate, but they are not “leaders”. Protesters have also explained that this lack of leadership encourages everyone to get involved and contribute to the movement. In this way, the protesters are enacting the kind of participatory democracy they would like to see.

THEATLANTIC.COM
Und nochmal China, aber auch das letzte Mal in dieser Ausgabe. Hier: wie sehr chinesischer Einfluss im Rest der Welt wächst. Anhand des Beispiels Hollywood / Entertainment Industrie. Es gibt kaum noch große Hollywood Produktionen, die nicht auf Vermarktbarkeit in China abgeklopft werden müssen. Und noch weit darüber hinaus. Co-Produktionen in allen Varianten. Ergebnis: Zensur und Lähmung, deutlich wahrnehmbar in bisher klassischen westlichen Business Gefilden. 🤔
[…] the world’s most profitable and censorious market, China has led Hollywood down the path of submission to a state censorship apparatus whose standards are as murky and unpredictable as those of most democratic countries are clear and consistent. In the words of a 2016 guide to film producers aspiring to work in the People’s Republic: “China and its one-party government currently lack … clear guidelines and standards. As such, it’s difficult to know whether or not a proposed project may fall afoul of the censors, whose whimsy seems to be determined in large part by the higher ranks of the Chinese Communist Party (CCP)—an organization for which projecting the image of a stable society is considered.

Zum Schluss
Kinder und Medien: Wie eine Achtjährige sich Informationen sucht. Ausflug in das Thema Bildung & Digitales, Teil 2. Insights: Kinder schauen nicht auf die Quellen. Alles, was im Internet steht, ist für sie erst einmal gleich wahr. Sie machen zunächst keinen Unterschied zwischen den Informationsvermittlern (Google, Youtube) und den Informationsquellen: www.eggers-elektronik.de
Elektromobilität: Nichts als Chaos. Oh weh. Es scheint noch ein weiter Weg zu sein um eine reibungslose Customer Experience im Bereich Elektromobilität zu ermöglichen. Der erlebte Horror eines überzeugten E-Mobility Pioniers: www.zeit.de
Quantenalgorithem. Spannend! Hier geht es um die Entdeckung einer interessanten Parallele zwischen Quantenalgorithmen und Molekularbiologie. Forscher haben Beweise dafür entdeckt, dass sich Elektronen, unter bestimmten Bedingungen, auf natürliche Weise verhalten, wie ein vom Physiker Lov Grover entwickelter Quantenalgorithmus zur Suche in Datenbanken. Ebenfalls bemerkenswert dabei: Der gleiche Algorithmus ist auch für die DNA-Forschung geeignet und hilft zu erklären, warum die Natur genau die Anzahl von Nukleotidbasen und Aminosäuren angelegt hat, die wir heute vorfinden. So gesehen, könnte es sein, dass dieser wichtige Quantenalgorithmus quasi ein Gesetz der Natur ist. www.technologyreview.com
Neugierig, wie die KI Gesichtserkennung eigentlich tatsächlich funktioniert? Hier ist ein hervorragendes interaktives Feature von Pew, das zeigt, wie Algorithmen Schritt-für-Schritt das Geschlecht eines Menschen bestimmen. www.pewresearch.org
Das hier ist vielleicht schon das bestes Video in diesem Jahr. 400.000 Bilder von der ESA Rosetta-Mission zusammengefügt zu einem beeindruckenden Fly-Over des Kometen:
the Comet on Vimeo
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