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Neue Arbeit: Der Fachkräftemangel und die Silver Society

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Neue Arbeit: Der Fachkräftemangel und die Silver Society
Von Daniel Jungblut | KölnSPD • Ausgabe #35 • Im Browser ansehen
Der Fachkräftemangel verschärft sich 2022, das hat eine Studie von Bertelsmann-Stiftung und Civey ergeben. Zwei Drittel der befragten Unternehmen gaben an, dass bei ihnen derzeit ein Engpass an qualifiziertem Personal besteht. Zwar unterscheide sich die Situation je nach Branche, Region, Berufsbild oder Qualifikation. Allerdings klafft eine besonders große Lücke bei Fachkräften mit abgeschlossener Berufsausbildung.
Dass der Pflegebereich und der Gesundheitssektor besonders betroffen sind, wurde in der Corona-Pandemie auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Das Problem erfasst die gesamte Bundesrepublik, allerdings sind Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen etwas stärker betroffen als die übrigen Bundesländer. 
Gut zwei Drittel der durch Civey befragten Unternehmen befürchten sogar, in diesem Jahr noch größere Personallücken zu haben. Als einen möglichen Ausweg nennen die Forschenden die Anwerbung ausländischer Fachkräfte. Dieses Modell nutzen aktuell aber nur 16 Prozent der Betriebe. Bevorzugt werden stattdessen die Ausbildung im eigenen Betrieb, verbesserte Modelle zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie allgemeine Weiterbildungsmöglichkeiten.
Immer häufiger hört man in diesem Zuge von der sogenannten Silver Society: Das Trendwort beschreibt die Entwicklung, fortgeschrittenes Alter auf dem Arbeitsmarkt zu entstigmatisieren und ältere Menschen auch formal wieder aktiver in die Gesellschaft einzubinden. Personalverantwortliche sprechen dann von einer generationensensiblen Karriere- und Talententwicklung. Gemeint ist ein kultureller Wandel im Unternehmen, in dessen Folge ältere und jüngere Mitarbeitende generationenübergreifend zusammenarbeiten. Dafür sind neue Jobprofile oder Karrierewege hilfreich, die gleichwertig neben der Führungslaufbahn stehen. So können dann auch Menschen jenseits der 60 im Unternehmen gefördert werden, zum Beispiel durch Fortbildungen und Umschulungen im Zuge der Digitalisierung.
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  • Inklusion am Arbeitsplatz
  • Sozialer Aufstieg
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Daniel Jungblut | KölnSPD

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