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Neue Arbeit: Das ändert sich 2022

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Neue Arbeit: Das ändert sich 2022
Von Daniel Jungblut | KölnSPD • Ausgabe #33 • Im Browser ansehen
Glück auf und ein fortschrittliches neues Jahr 2022!
Noch ist es nicht geschafft, die Corona-Pandemie hält weiter an. Die Bundesregierung hat deshalb einige Sonderregelungen auf dem Arbeitsmarkt verlängert, voraussichtlich bis Ende März – zum Beispiel das Kurzarbeitergeld. Doch auch abseits der Pandemie gibt es Neuerungen. Das Jahr 2022 bringt der Arbeitswelt in Deutschland einige Veränderungen:
  • Zum 1. Januar werden die elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen für Arztpraxen zur Pflicht. Mit dieser “eAU” werden die Krankschreibungen elektronisch an die Krankenkassen übermittelt. Damit soll langfristig der Nachweis auf dem Papier ersetzt werden. Die Pflicht zur elektronischen AU besteht aber vorerst nur für Praxen, die technisch dazu in der Lage sind. Bis zum 30. Juni 2022 können die Nachweise auch weiterhin in Papierform an die Krankenkassen übermittelt werden. Ab 1. Juli 2022 soll dann Beginn und Dauer der Arbeitsunfähigkeit auch elektronisch an den Arbeitgeber vermittelt werden.
  • Noch vor der beabsichtigten Erhöhung auf 12 Euro ist der Mindestlohn zum Jahreswechsel von 9,60 Euro auf 9,82 Euro angestiegen. Auch wer sich in einer Ausbildung befindet, bekommt mehr Geld: Die Mindestvergütung für Azubis steigt um 30 Euro auf 585 Euro im ersten Lehrjahr und erhöht sich auch in den darauffolgenden Lehrjahren: im zweiten Ausbildungsjahr um 18 Prozent, im dritten um 35 Prozent und im vierten um 40 Prozent.
  • Weniger unmittelbar, dafür aber langfristig ausschlaggebend, sind die angehobenen Grenzen für den Steuerfreibetrag. Für Ledige steigt er auf 9.984 Euro; erst ab diesem Betrag ist das jährliche Einkommen zu versteuern. Das bedeutet ein Plus von 240 Euro gegenüber 2021. Verheirateten Paaren stehen 19.968 Euro zu, 480 Euro mehr als bisher.
  • Empfänger:innen von Hartz IV, das ab 2022 zum Bürgergeld werden soll, erhalten ab Januar 449 Euro im Monat - drei Euro mehr als bisher. Für Kinder zwischen null und 13 Jahren steigt der Regelsatz um zwei Euro, für Kinder von 14 bis einschließlich 16 Jahren um drei Euro. Ein wenig mehr Geld gibt es außerdem für die Schulausstattung: Der Betrag für das erste Schulhalbjahr wird von 103 auf 104 Euro erhöht, für das zweite Schulhalbjahr um 50 Cent auf insgesamt 52 Euro.
  • In Unternehmen mit Betriebsrat wird außerdem das Wahlalter für Betriebsratswahlen herabgesetzt: Ab Jahreswechsel dürfen bereits 16-Jährige ihre Stimme abgeben. Zuvor lag das Mindestalter bei 18 Jahren. Wer selbst in den Betriebsrat gewählt werden will, muss jedoch nach wie vor mindestens 18 Jahre alt sein.
  • Ab dem 1. Juli 2022 steigen die Renten in Westdeutschland voraussichtlich um 4,6 Prozent, in den neuen Bundesländern um 5,3 Prozent. Die Renten in Ostdeutschland betragen dann 98,6 Prozent des Westwerts. Im Jahr 2024 soll der Rentenwert für West- und Ost-Deutschland dann einheitlich berechnet werden.
  • Seit Jahresbeginn können sich Menschen in Deutschland online arbeitslos melden. Die elektronische Arbeitslosenmeldung ist der persönlichen gleichgestellt.
Der DGB und das Handwerksblatt haben alle wesentlichen Änderungen für den Arbeitsmarkt zusammengefasst.
Ansonsten in den Nachrichten:
  • Gründerinnen in Korea
  • Große Wechselbereitschaft
  • Politik gegen Fachkräftemangel
  • Diskriminierung durch Hartz IV
  • Schwankende Azubi-Gehälter
  • Lohnlücke zwischen Ost und West
  • Kräftige Rentenerhöhung
  • Keine Pleitewelle in Deutschland
  • Unterstützung für Geringverdiener:innen
  • Online-Unterricht an Fahrschulen

Unternehmenskultur
Wie Gründerinnen in Korea die Unternehmenskultur verändern
Studie: Fast 50 Prozent würden den Arbeitgeber wechseln
Arbeitsmarkt
Personalmangel bei Pflegekräften in Krankenhäusern verschärft sich
Wie die Politik Fachkräfte sichern will
Einwanderer lindern den Arbeitskräftemangel
Autoindustrie sucht mehr Mitarbeiter
Auszubildende verdienen sehr unterschiedlich
Lohnlücke zwischen Ost und West schwindet nur langsam
Studie zu Hartz IV: Befragte behandeln Ausländer schlechter
Wirtschaft & Politik
Doppelstrategie für stabiles Niveau: Heil stellt „kräftige Rentenerhöhung“ in Aussicht
Was die Regierung jetzt für Geringverdiener tun muss
Bisher keine Pleitewelle in Deutschland
Online-Unterricht in Fahrschulen: Wissing gegen Digitalunterricht
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Daniel Jungblut | KölnSPD

Für diesen Newsletter sammelt Daniel einmal in der Woche die wichtigsten Nachrichten über die Zukunft der Arbeit. Als Denkwerkstatt der Kölner SPD beschäftigen wir uns mit dem gesellschaftlichen Wandel, der arbeitende Bevölkerung und natürlich mit sozialdemokratische Politik.

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