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Neue Arbeit: Bürgergeld statt Hartz IV

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Neue Arbeit: Bürgergeld statt Hartz IV
Von Daniel Jungblut | KölnSPD • Ausgabe #29 • Im Browser ansehen
Glück auf!
In ihren Sondierungen hatten SPD, Grüne und FPD sich darauf verständigt, die Grundsicherung Hartz IV durch ein sogenanntes Bürgergeld ablösen zu wollen. Doch worin besteht der Unterschied?
Im Sondierungspapier heißt es, das Bürgergeld solle die Hilfe zur Rückkehr in den Arbeitsmarkt in den Mittelpunkt stellen, zur Mitwirkung verpflichten und einen besseren Zuverdienst ermöglichen. In diesem letzten Aspekt liegt wohl der größte Unterschied zu Hartz IV. Bislang hatte es sich bei ALG 2 kaum gelohnt, einen Extrajob anzunehmen: Bei zusätzlichem Verdienst blieb von der Grundsicherung wenig oder gar nichts übrig. Das soll sich nun ändern, durch geringe Besteuerung sollen außerdem stärkere Anreize für die Erwerbstätigkeit gesetzt werden. Auch ein Nebenjob soll sich wieder lohnen. Außerdem soll bei der Kalkulation des Bürgergelds auf die gestiegenen Mieten Rücksicht genommen werden. Über die genaue Höhe ist bisher allerdings nichts bekannt.
Ein entscheidender Punkt wird sich aber wohl nicht ändern. Bisher erhalten Bürger:innen bei Hartz IV weniger Geld vom Staat, wenn sie sich nicht um Arbeit bemühen. Obwohl dieses Konzept sehr umstritten ist, wird es wohl auch beim Bürgergeld weiter existieren. Dafür hat sich die FDP eingesetzt. Kritik gab es prompt von der Grünen Jugend. Es wird abzuwarten sein, wie sich die weiteren Koalitionsverhandlungen gestalten, und ob an dieser Stelle nachgebessert wird.
Ansonsten in den Nachrichten:
  • Belastungen im Joballtag
  • Die Ampel und das Arbeitszeitgesetz
  • Glücklich im Home Office?
  • Geringere Abstiegsangst
  • Gender Pay Gap
  • Verbesserungen im Recruiting
  • Personalnot bei der Energiewende
  • Deutschland als Vorbild für Großbritannien

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Daniel Jungblut | KölnSPD

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